DSC Arminia Bielefeld – 1. FC Kaiserslautern | DSC Arminia Bielefeld
 

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Fr., 27.04.2018 18:30 Uhr

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1. FC Kaiserslautern (1)

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Die Roten Teufel am Tabellenende

Für den FCK wird es eng: Bereits am 32. Spieltag, wenn die Roten Teufel in der SchücoArena zu Gast sind, könnten die Pfälzer absteigen. Klar ist: Die Pfälzer kommen auf jeden Fall als Tabellenletzter nach Bielefeld und benötigen dringend Punkte für den Klassenerhalt.

Trotz einer guten Rückrunde (Platz 6 in der Rückrundentabelle) werden die Roten Teufel, wenn nicht noch ein Fußballwunder geschieht, wohl oder übel den Gang in die 3. Liga antreten müssen. Die schwache Hinrunde mit nur elf Punkten aus 17 Spielen wird den Lauterern am Ende der Saison wohl zum Verhängnis werden. Dass der FCK sich im Vergleich zur Hinrunde derartig gesteigert hat, ist auch mit der im Winter sehr guten Transferpolitik der Pfälzer zu erklären. Im Januar verpflichtete man mit Jan-Ingwer Callsen-Bracker, Ruben Jenssen und Halil Altintop gezielt drei erfahrene Spieler, um den Abstieg möglichst doch noch zu vermeiden. Diese Transfers brachten auch durchaus den erhofften Aufschwung und die Mannschaft steigerte sich in der Rückrunde, insbesondere nachdem Michael Frontzeck den Posten des Cheftrainers übernahm, stark – dennoch wird dies aller Voraussicht nach nicht reichen, um die Klasse zu halten. Zwar stellen die Pfälzer weder den schlechtesten Sturm noch die schlechteste Abwehr der Liga mit einem Torverhältnis von 36:50, haben aber dennoch mit minus 14 Toren die schlechteste Tordifferenz in Liga 2 (Stand 20.04.). In den letzten drei Partien gegen Duisburg (4:1), Regensburg (1:1) und Bochum (2:3), holte der FCK jeweils einen Sieg, ein Unentschieden und eine Niederlage. In der derzeitigen Situation zu wenig für den viermaligen deutschen Meister. Auch das Restprogramm mit Heidenheim, einem direkten Konkurrenten im Abstiegskampf und der Partie in Ingolstadt ist nicht das leichteste.

Zudem kommt die nicht gerade perfekte Personallage der Pfälzer. Neben den beiden Langzeitverletzten Ex-Arminen Daniel Halfar (Hüftverletzung) und Kacper Przybylko (Fußverletzung), fehlten zuletzt auch Christoph Moritz (Bänderdehnung), Marcel Correia (Magen-Darm-Grippe) und Leon Guwara (Gehirnerschütterung). Die zwei zuletzt genannten werden allerdings beim Gastspiel in Bielefeld wieder zur Verfügung stehen, während Guwara eine Gelbsperre absitzen muss. Das Hinspiel in Kaiserslautern gewann die Mannschaft von Cheftrainer Jeff Saibene souverän mit 2:0. Durch eine starke erste Halbzeit ging der DSC in diesem Hinspiel mit 1:0 in Führung. In der zweiten Hälfte entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem die Arminen aber durch eine hohe Einsatzbereitschaft und viel Willen letztlich verdient mit 2:0 gewinnen konnten. Was den direkten Vergleich angeht, hat Arminia gegen die Pfälzer noch einiges gutzumachen: In bisher 38 Spielen gegen den FCK gab es für die Ostwestfalen lediglich acht Siege, elf Partien endet unentschieden und 19 Mal verließen die Roten Teufel den Platz als Sieger.

“Wir wollen unbedingt punkten”

Vor dem letzten Heimspiel in der SchücoArena unter Flutlicht in dieser Spielzeit am Freitagabend gegen den 1.FC Kaiserslautern beantworteten Cheftrainer Jeff Saibene und Mittelfeldspieler Tom Schütz die Fragen der Pressevertreter.

Personell muss Arminia am 32. Spieltag weiterhin auf Nils Quaschner (Reha nach Knie-OP) und Brian Behrendt (Innenbandriss) verzichten, außerdem werden auch Julian Börner (Faserriss in der Wade) und Florian Dick (Gelbsperre) gegen die Pfälzer fehlen. Derzeit befindet sich der DSC auf Rang fünf der Tabelle mit fünf Punkten Abstand auf den Relegationsplatz, den aktuell Holstein Kiel belegt. Dass diese Punkte aufgrund des vermeintlich leichteren Restprogramms (Kiel muss u.a. noch in Ingolstadt und in Düsseldorf antreten) vielleicht noch aufzuholen sind, schloss Jeff Saibene nicht aus: “Wir wollen unbedingt punkten. Unser Ziel muss es sein, durch einen Sieg am Freitag erstmal auf Platz vier zu springen. Wir wollen einfach unsere Hausaufgaben machen und nehmen es dann am Ende so, wie es kommt.” Seine Mannschaft sieht der Luxemburger dabei nicht in einer besonderen Drucksituation: “Ich denke Kiel hat vom Druck her die schwierigste Situation, weil sie schon so lange da oben stehen.”

Auch der kommende Gegner Kaiserslautern befindet sich aktuell in einer sehr schwierigen Situation – gewinnen die Roten Teufel am Freitag nicht, wären sie bereits abgestiegen. Bielefelds Mittelfeldstratege Tom Schütz erkennt gerade in dieser Situation jedoch Gefahren: “Solange rechnerisch nichts entschieden ist, werden sie alles versuchen und von Anfang bis Ende Gas geben.” Sein Trainer sieht dies ganz ähnlich und erwartet einen Gegner, der sich zwar in einer “schwierigen Situation” befinde, aber “alles probieren” werde.

Aufgrund von Florian Dicks Gelbsperre könnte der 18-jährige Can Özkan zu seinem Startelfdebüt in der zweiten Liga kommen: “Mit Patrick Weihrauch haben wir noch einen Spieler, der diese Position auch spielen könnte, aber sehr wahrscheinlich wird Can Özkan spielen”, ließ Jeff Saibene durchblicken. Allgemein zeigte sich der Bielefelder Trainer überzeugt davon, weiter auf junge Spieler aus dem eigenen NLZ zu setzen: “Ich habe keinerlei Bedenken Can Özkan spielen zu lassen. Man merkt auch jetzt gerade an Henri Weigelt und Roberto Massimo, wie die jungen Spieler mit ihren Einsätzen wachsen.” Tom Schütz pflichtete ihm bei: “Man nimmt durchaus wahr, dass die Jungen jetzt im Aufbruch sind. Sie trainieren gut und haben auch schon bewiesen, dass sie es gut machen können, von daher habe ich keinerlei Bedenken.”

Der Arminen-Cheftrainer erwartet einen spannenden Kampf in der Schlussphase der Saison um den Aufstiegsrelegationsplatz. “Ich gehe davon aus, dass es erst am letzten Spieltag entschieden wird”, so Saibene. Dass der Fokus der Mannschaft jedoch erstmal auf dem Spiel gegen Kaiserslautern liegt, unterstrich Tom Schütz nochmal: “Wir müssen jetzt einfach von Woche zu Woche unsere Leistung bringen und wissen, dass es in dieser Liga egal ist, ob man gegen den Ersten oder den Letzten spielt – wir sind auf alles vorbereitet!”

Weitere Aussagen von Saibene und Tom Schütz gibt es auch im Arminia-Podcast bei Radio Bielefeld.

Auf ArminiaClubTV äußert sich zudem Florian Hartherz zum kommenden Spiel:

Berichterstattung Kaiserslautern – DSC

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen den 1.FC Kaiserslautern.

Wer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Freitag um 18:30 Uhr das Spiel gegen den 1.FC Kaiserslautern live in der SchücoArena zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus der SchücoArena.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, “Alle Spiele, alle Tore”, nach Spielende (Freitag)
  • Sky Sport News, “Die 2. Bundesliga”, 22:30 bis 23:30 Uhr (Freitag)
  • RTL Nitro, “100 % Bundesliga”, 22:15 bis 00:10 Uhr (Montag)

DSC gewinnt irre Aufholjagd mit 3:2

In einem atemberaubenden Fußballspiel besiegte Arminia den 1.FC Kaiserslautern am Freitagabend vor einem begeisterten Publikum in der SchücoArena nach 0:2-Rückstand noch mit 3:2.

Gegen den FCK setzte Cheftrainer Jeff Saibene fast auf dieselbe Startelf, die in Braunschweig einen Punkt geholt hatte. Lediglich der gelbgesperrte Florian Dick wurde durch Can Özkan auf der rechten Abwehrseite ersetzt – für Özkan bedeutete dies sein Startelfdebüt bei einem Pflichtspiel der Profis. Arminias Fans auf der Südtribüne beeindruckten kurz vor dem Anpfiff das Publikum mit einer imposanten Choreografie. In einer etwas verhaltenen Anfangsphase, in der die Gäste leichte Vorteile hatten, tasteten sich beide Mannschaften ab und beide konnten keine nennenswerten Chancen verzeichnen. Den ersten Abschluss der Arminen verzeichnete dann Fabian Klos: Im Anschluss an einen Einwurf brachte Tom Schütz den Ball per Kopf in den Sechszehner, doch die direkte Abnahme von Klos landete über dem Tor von Marius Müller.

Danach kamen die Ostwestfalen besser ins Spiel und fanden oft den Weg bis zum Strafraum der Gäste, die es jedoch schafften gefährliche Abschlüsse zu verhindern oder zu blocken. Der nächste gute Abschluss folgte dann durch Roberto Massimo: Der jüngste Akteur auf dem Platz ließ seinen Gegenspieler stehen und zog in den Strafraum, sein Linksschuss ging aber rechts am Tor vorbei. Nun war Arminia endgültig im Spiel und schaffte es durch frühes Gegenpressing immer wieder den Ball bereits früh in der gegnerischen Hälfte zu erobern. Der nächste Abschluss dann in der 24. Minute: Konstantin Kerschbaumer schickte Florian Hartherz steil, der Bielefelder Linksverteidiger zog ab, doch auch sein Schuss verfehlte das Tor. Die Riesenchance zur Führung folgte dann in der 30. Minute durch Konstantin Kerschbaumer. Nach schöner Ablage von Fabian Klos tauchte der Österreicher frei vor dem Tor der Pfälzer auf, doch auch sein Schuss verfehlte das Tor deutlich. Und auch ein schöner Freistoß von Tom Schütz in der 32. Minute verfehlte das Lauterer-Tor nur um Haaresbreite.

In der 37. Minute dann aus dem Nichts die 1:0-Führung für Kaiserslautern durch Sebastian Andersson. Nach einem Angriff über die linke Seite brachte Osawe den Ball in den Strafraum zu Mwene, der direkt den Abschluss suchte, den Ball jedoch nicht voll traf, wodurch dieser genau Sebastian Andersson vor die Füße viel – dieser musste aus kurzer Distanz nur noch seinen Fuß hinhalten. Besonders bitter für die Gastgeber: Dem Treffer ging ein Foul an Roberto Massimo im Mittelfeld voraus, welches Schiedsrichter Guido Winkmann jedoch nicht abpfiff. In der Folge kamen die Gäste etwas besser ins Spiel, ohne jedoch nochmal gefährlich vor das Tor von Stefan Ortega Moreno zu kommen und so ging es mit einem etwas schmeichlhaften 1:0 für den FCK in die Halbzeit. Arminia fehlte einfach die letzte Genauigkeit im Abschluss, was die Lauterner eiskalt bestraften.

In der Halbzeit musste Debütant Can Özkan in der Kabine bleiben, er wurde durch Patrick Weihrauch ersetzt. Die erste nennenswerte Aktion der zweiten Halbzeit für den DSC in der 53. Minute: Nach einer Hereingabe von Roberto Massimo von der rechten Seite kam Forian Hartherz zum Schuss, konnte jedoch geblockt werden. Fast im direkten Gegenzug das 2:0 für die Gäste aus Kaiserslautern. Wieder war es Osawe, der sich auf der linken Seite durchsetzte und am zweiten Pfosten erneut Sebastian Andersson fand – der Schwede stand vollkommen frei und brauchte wieder nur den Fuß hinzuhalten.

Arminia war sofort um eine schnelle Antwort bemüht. Nach einem schönen Angriff über Kerschbaumer und Klos kam erneut Kerschbaumer im Strafraum an den Ball, doch sein Linksschuss verfehlte wieder das Tor. In der 61. Minute dann ein schöner Konter der Bielefelder. Andreas Voglsammer bediente Fabian Klos, der Rekordstürmer ließ noch einen Verteidiger im Strafraum aussteigen und zog ab – sein Ball wurde jedoch von Benjamin Kessel mit der Hand von der Linie gekratzt – die logische Folge: Rote Karte für Kessel und Elfmeter für Arminia. Vom Punkt blieb Fabian Klos eiskalt und verwandelte trocken in die Mitte zum 1:2. Der Treffer bedeutete gleichzeitig, dass Fabian Klos nun alleiniger Rekordtorschütze der Ostwestfalen ist. Nun drückten die Gastgeber auf den Ausgleich und die Gäste lauerten auf Konter. Jeff Saibene vollzog dann in der 68. Minute seinen zweiten Wechsel und brachte Keanu Staude für Konstantin Kerschbaumer.

Der Ausgleich ließ dann auch nicht lange auf sich warten: Der eingewechselte Patrick Weihrauch  brachte eine herrliche Flanke von rechts genau auf den Kopf von Andreas Voglsammer, welcher den Ball wuchtig über die Linie köpfte – 2:2 in der 70. Minute. Der DSC wollte nun unbedingt den Sieg und drückte die Roten Teufel, angefeuert von über 20.000 Bielefeldern, tief in die eigene Hälfte. In der 74. Minute dann ein wildes Hin und Her im Lauterer Strafraum, der Ball landete letzten Endes jedoch in den Armen von Marius Müller. Danach schafften es die Pfälzer erstmal für Entlastung zu sorgen, ohne jedoch gefährlich zu werden. Bielefelds Trainer Saibene warf nun alles nach vorne und brachte inder 83. Minute den offensiven Leandro Putaro für den defensiven Tom Schütz.

Kurz nach seiner Einwechslung wurde Putaro dann schön von Andreas Voglsammer auf rechts freigespielt, seine Hereingabe verfehlte jedoch Freund & Feind, ein Abschluss wäre vielleicht die bessere Option gewesen. Weiterhin spielte nur die Heimmannschaft nach vorne und dass, obwohl die Gäste aus Lautern unbedingt einen Sieg brauchten, um weiterhin die theoretische Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. In der 89. Minute wurde es dann doch nochmal brenzlig für Arminia: Ein Freistoß der Gäste landete auf dem Kopf von Doppeltorschütze Andersson und von da am Außenpfosten des Bielefelder Tors.

In der dreiminütigen Nachspielzeit entwickelte sich quasi ein Spiel ohne Abwehrreihen. Beide Mannschaften warfen alles nach vorne, um doch noch zu treffen. Die größte Bielefelder Chance auf den Siegtreffer hatte Keanu Staude, der mit rechts abzog, doch in Marius Müller seinen Meister fand. Im direkten Gegenzug scheiterten die Gäste zweimal an Ortega Moreno, der diese Chancen wahnsinnig stark vereitelte. Im letzten Angriff der Partie dann doch noch das Siegtor für Arminia: Nach feiner Vorarbeit von Keanu Staude kam der Ball im Strafraum zu Fabian Klos, der alleine vor Marius Müller cool blieb und den Ball zum 3:2 über die Linie bugsierte. Danach pfiff Guido Winkmann das Spiel nicht mehr an. Aufgrund der starken zweiten Halbzeit gewann Bielefeld zwar knapp, aber verdient mit 3:2 und konnte sich anschließend laustark feiern lassen.

ArminiaClubTV zeigt die Pressekonferenz nach dem Spiel:

Stimmen zum Spiel

Es ist schwer Worte zu finden nach so einem Spiel. Wir haben uns den Klassenerhalt hart erarbeitet und können jetzt auf den dritten Platz schauen – da greifen die Emotionen einfach über! Wir haben eine Weltklasse-Moral bewiesen in diesem Spiel. Die Fans haben unsere guten Leitungen gesehen und uns heute mit einer geilen Choreo unglaublich unterstützt. Ich hatte Gänsehaut! Wir haben dem Gegner die Tore geschenkt und hatten selbst viele Chancen, um mehr Tore zu machen. Zum Schluss haben wir unsere Qualitäten gezeigt und werden uns nun auf das Spiel gegen St. Pauli konzentrieren.

Florian Hartherz

So ein Spiel wie in den letzten zehn Minuten habe ich noch nicht erlebt- das war unfassbar. Wir hätten das Tor schon viel eher machen müssen, das war wieder typisch für Arminia. Zudem können wir uns heute auch bei einem großartigen Keeper bedanken, der zum Schluss nochmal richtig stark gehalten hat. Für dieses Wochenende haben wir unsere Aufgabe erfüllt. Wichtig waren nicht nur die drei Punkte, sondern vor allem mit welchem Willen und welcher Moral wir zum Schluss noch das Tor machen wollten. Das einzige was man uns heute vorwerfen kann, ist wohl die Chancenverwertung. Ansonsten haben wir unsere Qualitäten vor allem zum Schluss gezeigt und viele gute Chancen herausgespielt. Für Lautern tut es mir leid. Ich weiß zu gut, wie man sich in so einer Situation fühlt. Ich wünsche ihnen alles Gute und hoffe, dass so eine Traditionsmannschaft schnell wieder in die zweite Liga aufsteigt.

Fabian Klos

Die letzten Minuten waren für mich fast unerträglich. Wenn man sieht, was wir für Chancen liegen gelassen haben – unglaublich. Als Torwart muss man immer wach sein, vor allem in so einer Phase wie in den letzten Minuten. Es freut mich natürlich, dass ich da noch zweimal gut halten konnte und der Mannschaft damit helfen konnte. In den nächsten Spielen können wir nur unsere Hausaufgaben machen, auf alles andere haben wir keinen Einfluss, aber wenn wir noch sechs Punkte holen, dann kann es noch was werden mit dem dritten Platz. Das wäre dann das i-Tüpfelchen auf eine unerwartet gute Saison!

Stefan Ortega Moreno

Ich habe ein lachendes Auge für unsere Leistung und das Resultat, aber natürlich auch ein weinendes Auge für Kaiserslautern. Wir sind heute gut ins Spiel gekommen, aber Kaiserslautern hat seine Chancen effizient genutzt. Nach der roten Karte haben wir natürlich alles auf eine Karte gesetzt. Ortega hat uns zweimal im Spiel gehalten und diese Euphorie und Leidenschaft bis in die letzte Minute zeichnet uns eben aus. Zwei Minuten vor Schluss habe ich noch gesagt: Das geht nie im Leben Unentschieden aus – und wir hatten dann Glück, dass Kaiserslautern nicht vorher das 3:2 gemacht hat. Jetzt wollen wir unsere letzten beiden Spiele gewinnen, mehr können wir nicht tun.

Jeff Saibene

Das ist natürlich eine ganz bittere Stunde für den Verein und die Region. Ich kann nur die letzten drei Monate beurteilen: Nach den Leistungen im Training und auf dem Platz ist es unglaublich, dass wir absteigen. Heute haben wir ein gutes Spiel gezeigt, gerade für die Zuschauer war es sehr attraktiv. Nach dem 2:2 mussten wir volles Risiko gehen: Kurz vor dem 3:2 hatten wir ja auch noch die Chance auf den Siegtreffer.

Michael Frontzeck

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Özkan (46. Weihrauch), Weigelt, Salger, Hartherz – Massimo, Prietl, Schütz (83. Putaro), Kerschbaumer (68. Staude) – Voglsammer, Klos.

1.FC Kaiserslautern:
Müller – Kessel, Callsen-Bracker, Vucur, Abu Hanna (81. Altintop) – Mwene, Moritz, Seufert (81. Spalvis), Jenssen – Osawe, Andersson.

Tore:
0:1 (37.) Andersson, 0:2 (54.) Andersson, 1:2 (62., Handelfmeter) Klos, 2:2 (70.) Voglsammer, 3:2 (90.+3) Klos.

Gelbe Karten:
Salger/Mwene

Rote Karte:
Kessel (60.) wegen Handspiels

Zuschauer:
21.404