DSC Arminia Bielefeld -

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So., 17.02.2019 13:30 Uhr

DSC Arminia Bielefeld(0)
1. FC Magdeburg (2)

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Überflieger zurück im Abstiegskampf

Nicht nur bei Arminia ist man an Höhen und Tiefen gewöhnt. Auch der 1. FC Magdeburg kennt sich damit bestens aus. Nun ist der 1.FCM wieder da, wo er nach eigenem Ermessen hingehört: In der Zweiten Bundesliga.

Allzu lange ist es noch nicht her, gerade einmal etwas mehr als sechseinhalb Jahre. Damals – es war ein Tag im Mai – stieg der Europapokalsieger der Pokalsieger von 1974 nach einem 1:1-Unentschieden gegen die zweite Mannschaft von Hannover 96 als Tabellenletzter sportlich aus der Fußball-Regionalliga ab. Einzig die Regionalliga-Reform verhinderte damals den Gang der Magdeburger in die fußballerische Diaspora.

Es war ein Tag mit Signalwirkung für den größten Fußballverein aus Sachsen-Anhalt. In der Folge setzten die Elbstädter zu einem echten Höhenflug an, der sie aus der Viertklassigkeit bis in die Zweite Bundesliga katapultierte. Unter Erfolgstrainer Jens Härtel stabilisierten sich die Blau-Weißen und konnten sich 2015 in zwei nervenaufreibenden Regionalliga-Relegationsspielen gegen die Kickers Offenbach den Aufstieg in die Dritte Liga sichern. Der plötzliche Siegeszug entfachte das lange verloren geglaubte Fußballfieber in Magdeburg neu, besonders lange aufhalten wollte sich der 1.FCM in der dritten Liga aber nicht. Bereits in der vergangenen Spielzeit machten die Blau-Weißen den Aufstieg ins Fußball-Unterhaus perfekt.

Einer, der wie kaum ein anderer für die sportliche Renaissance der Landeshauptstädter steht, ist Torjäger Christian Beck. Seit Januar 2013 steht “Mr. Magdeburg” in Diensten des FCM und erzielte dabei in 223 Spielen 115 Treffer. Zusammen mit Außenverteidiger Nils Butzen ist er der dienstälteste Profi bei den Ottostädtern. Dass sich der 1.FCM längst wieder in die Herzen der Fans gespielt hat, ist nicht zu übersehen. Im Schnitt pilgern über 21.500 Zuschauer in die heimische MDCC-Arena. Damit belegen die Magdeburger den fünften Platz im Zuschauerranking der zweiten Bundesliga. Mit sportlichem Erfolg haben die Blau-Weißen ihre Anhänger in dieser Spielzeit allerdings nur selten verwöhnen können. Nach dem Drittliga-Meistertitel im Sommer ist der dreifache DDR-Meister zurück auf dem Boden der Tatsachen im rauen Bundesligageschäft gelandet – und der heißt Abstiegskampf. Mit nur einem Sieg aus den ersten zwölf Spielen und einer 2:3-Niederlage gegen Jahn Regensburg war für Coach Jens Härtel das Kapitel 1.FCM im November 2018 nach über vier Jahren beendet. Für ihn übernahm der bundesligaerfahrene Michael Oenning, der zuvor in Ungarn unter Vertrag gestanden hatte. Unter dem neuen Trainer agierten die Mitteldeutschen zunächst in einem offensiveren 3-4-1-2-System, zuletzt ließ Oenning ein 4-3-1-2-System spielen. Oenning will den Fußball der Magdeburger weniger ausrechenbar machen, einen Dreier gab es unter seiner Regie vor der Winterpause noch nicht. Doch mit sieben Punkten aus drei Spielen gelang ein ausgezeichneter Start in das Fußballjahr 2019.

Damit der Liga-Fahrstuhl nach nur elf Hinrundenpunkten nicht direkt wieder nach unten fährt, haben die Elbstädter in der Winterpause personell kräftig nachgelegt. Mit Steven Lewerenz (Holstein Kiel) wechselt ein echter Offensiv-Allrounder nach Magdeburg, Timo Perthel verstärkt das Team auf der Außenbahn. Königstransfer ist allerdings der England-Legionär Jan Kirchhoff (Bolton Wanderers, AFC Sunderland) der auch schon das Trikot von Rekordmeister Bayern München trug. Er soll den Blau-Weißen dringend benötigte defensive Stabilität verleihen. Bereits 35 Gegentore kassierte der 1. FCM in der Hinrunde. Deutlich zu viel, um am Ende der Saison wieder einmal einen Grund zum Feiern zu haben. Der würde in diesem Jahr allerdings Klassenerhalt heißen.

Magdeburger Drahtseilakte

Es war eine einzige Aktion, die Karl Wallenda im Juli 1970 auf einen Schlag berühmt machte. Frei von jeder Sicherung überquerte die Magdeburger Zirkuslegende damals 200 Meter freischwingend über dem Boden die Talsohle eines Höhenzuges in den Appalachen. Auch Arminias Gegner, der 1.FC Magdeburg, macht bei seinem ersten Gastspiel in der Zweiten Bundesliga einen echten Balanceakt durch. Dem Aufeinandertreffen mit den formstarken Mitteldeutschen am Sonntag blickten Cheftrainer Uwe Neuhaus und Nils Seufert auf der heutigen Pressekonferenz aber optimistisch entgegen.

Kein Wunder, denn die Brust ist momentan ziemlich breit bei den Arminen. Seit über 40 Jahren, genauer gesagt seit der Spielzeit 1977/78, startete keine Mannschaft der Schwarz-Weiß-Blauen besser in das neue Jahr als das DSC-Team anno 2019. Der 3:0-Sieg in Regensburg bedeutete für die Arminia perfekte neun Punkte aus den ersten drei Spielen. Trainer Neuhaus warnt allerdings vor zu viel Euphorie: “Das Spiel in Regensburg war sehr gut, allerdings muss man auch bedenken, dass wir die Tore immer genau zum richtigen Zeitpunkt gemacht haben. Das wird nicht in jedem Spiel so sein”, betonte er.

Nachdem der Coach in den Tagen vor dem Duell in Regensburg noch leichte Defizite beim Trainingseifer seiner Mannschaft erkannt haben wollte, zeigte sich der Übungsleiter mit der abgelaufenen Woche hochzufrieden: “Die Mannschaft arbeitet hochkonzentriert. Wir beschäftigen uns intensiv mit dem nächsten Gegner, da ist kein Spannungsabfall erlaubt”, sagte Neuhaus. Dass sich die Partie gegen den formstarken und defensiver agierenden 1. FCM grundlegend anders gestalten dürfte als die Partie in der Oberpfalz, da waren sich Neuhaus und Nils Seufert einig: “Sie haben sich stabilisiert und sind gut aus der Winterpause gekommen. Die Magdeburger sind eminent gefährlich, aber wir wollen dennoch unser Spiel durchsetzen. Dafür brauchen wir aber viel Geduld”, konstatierte Neuhaus. Seufert pflichtete ihm bei: “Wir müssen die Grundtugenden auf den Platz bringen. Sie werden versuchen gut in die Zweikämpfe zu kommen und dann schnell umzuschalten. Wir werden aber das richtige Rezept dafür haben. Es kommt auf die Mentalität an”, sagte Seufert.

Und wo wir gerade beim Thema Mentalität wären: Dem gebürtigen Magdeburger Wallenda könnte man sicherlich viele Charaktereigenschaften zusprechen – zum Beispiel eine gehörige Portion Mut und auch ein bisschen Wahnsinn – in puncto Mentalität machte ihm aber keiner etwas vor. Denn in Wirklichkeit ist seine waghalsige Überquerung der amerikanischen Schlucht nur die halbe Wahrheit. Wallenda wäre nicht Wallenda gewesen, wenn er auf diesen Ritt auf der Rasierklinge nicht noch eine spektakulärere Aktion hätte folgen lassen. Und so ließ er es sich nicht nehmen, seinen Ausflug in luftiger Höhe live per Mikrofon zu kommentieren oder auf halber Strecke einen Kopfstand auf dem Drahtseil durchzuführen. Richtig gehört, ein Kopfstand 200 Meter über dem Abgrund. Auch sonst war der einstige Zirkusakrobat eher der Mann fürs Spektakuläre. So bezwang er einst das Drahtseil mit einem Fahrrad, oder transportierte zusammen mit seinen Mitstreitern, den “Flying Wallendas”, ein auf einem Stuhl sitzendes Mädchen auf dem Seil über den Abgrund.

Eine passende Metapher also für den bisherigen Saisonverlauf des FCM. Der Aufsteiger bezahlte in der Hinrunde in einigen Spielen Lehrgeld, hat den Abgrund – also die Abstiegsränge – aber nun in einem echten Drahtseilakt aus defensiver Geschlossenheit und starker Chancenverwertung erstmal hinter sich gelassen. Keine einfache Aufgabe für Fabian Klos und Co., gegen die gut strukturierten Gäste zu Torerfolgen zu kommen. Aufgrund seiner zuletzt herausragenden Leistungen gab es für die Bielefelder Stürmer-Ikone aber dennoch ein Sonderlob vom Cheftrainer: “Fabian ist ein extrem aufnahmebereiter Spieler, der auch viel für die Mannschaft arbeitet. Er hat Qualitäten, die nicht viele Stürmer in dieser Liga haben”, lobte Neuhaus. Ein Stunt in schwindelerregender Höhe gehört sicher nicht dazu. 171 Torbeteiligungen in 279 Spielen für Arminia sollten aber definitiv Kunststück genug sein, um auch am Sonntag in der SchücoArena für einen Torerfolg in Frage zu kommen.

Dabei nicht unterstützen können wird ihn neben den Langzeitverletzten Nils Quaschner, Christopher Nöthe, Sören Brandy auch Cedric Brunner, der am Sonntag krankheitsbedingt ausfallen wird. Für ihn wird aller Voraussicht nach Jonathan Clauss die Rechtsverteidigerposition einnehmen.

 

Berichterstattung DSC – Magdeburg

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen den 1.FC Magdeburg.

Wer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Sonntag um 13:30 Uhr das Spiel gegen den 1.FC Magdeburg live in der SchücoArena zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus der SchücoArena.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, “Alle Spiele, alle Tore”, nach Spielende (Sonntag)
  • Sky Sport News, “Die 2. Bundesliga”, 19:30 bis 20:45 Uhr (Sonntag)
  • Sport1, “Die 2. Bundesliga”, 19:30 bis 20:45 Uhr (Sonntag)
  • RTL Nitro, “100 % Bundesliga”, 22:15 bis 00:00 Uhr (Montag)

FCM bremst Arminias Höhenflug

Eigentlich war alles angerichtet für einen perfekten Fußballnachmittag. Annährend 20.000 Zuschauer, bestes Wetter und drei Siege im Rücken – viele bessere Voraussetzungen für ein echtes Arminia-Fußballfest konnte es nicht geben. Doch daraus wurde nichts. Schon nach einer halben Stunde flog DSC-Kapitän Julian Börner fälschlicherweise wegen einer Notbremse mit Rot vom Platz. Danach nahmen die Dinge ihren Lauf und Arminia unterlag dem 1. FC Magdeburg mit 1:3 (0:2).

DSC-Cheftrainer Uwe Neuhaus nahm im Vergleich zum fulminanten 3:0-Sieg in Regensburg insgesamt drei Änderungen in der Startaufstellung vor. Der wiedergenesene Kapitän Julian Börner nahm den Platz von Innenverteidiger-Kollege Stephan Salger ein. Für den erkrankten Cédric Brunner rutschte der Franzose Jonathan Clauss in die Mannschaft, anstelle von Nils Seufert agierte Patrick Weihrauch im Mittelfeld.

Vor 19.568 Zuschauern erwischte zunächst Arminia den besseren Start. Gerade einmal eineinhalb Minuten waren absolviert, als sich Florian Hartherz nach einer Yabo-Flanke von der Strafraumkante ein Herz nahm. Sein Versuch landete jedoch noch weit über dem Gäste-Gehäuse. Kurz darauf folgte dann die erste Riesenchance der Gäste. Philipp Türpitz zog nach einem schönen Solo in der Arminia-Hälfte, bedrängt von Julian Börner, aus 15 Metern ab, seinem Schuss stand allerdings die Latte im Weg. Ganz großes Glück für die Gastgeber, denen danach offensiv nicht viel gelingen wollte. In Minute 19 waren es wieder die Gäste, die für Gefahr sorgten. Nach einem Ballverlust von Brian Behrendt drang erneut der agile Philip Türpitz in den Strafraum ein. Sein Schüsschen landete aber in den Armen vom Stefan Ortega Moreno. 20 Minuten vor der Pause hatte die Südtribüne dann doch das erste Mal den Torschrei auf den Lippen. Andreas Voglsammer drang über die linke Angriffsseite in den Strafraum ein, scheiterte aber am stark reagierenden FCM-Keeper Giorgi Loria, der mit der ausgestreckten Hand zur Stelle war.

Jetzt ging es Schlag auf Schlag: Erneut verlor Brian Behrendt den Ball im Aufbau gegen Philip Türpitz und konnte diesen im Anschluss nur mit einm Foul kurz vor dem Strafraum stoppen. Der Innenverteidiger sah den gelben Karton, der FCM-Freistoß zischte knapp am Arminia-Gehäuse vorbei. In der 31. Minute folgte dann die wohl spielentscheidende Szene: Türpitz setzte Lohkemper 20 Meter vor dem Tor in Szene, doch der FCM-Angreifer wurde unsanft von Julian Börner gestoppt. Schiedrichter Sascha Stegemann zückte die rote Karte für Börner. Eine Fehlentscheidung, denn Türpitz stand bei seinem Zuspiel zuvor knappe zwei Meter im Abseits. Uwe Neuhaus reagierte sofort und wechselte mit Stephan Salger für Patrick Weihrauch einen neuen Innenverteidiger ein. Und es kam noch bitterer für die Blauen. Den Freistoß aus zentraler Position versenkte Timo Perthel im kurzen Eck von Ortega Moreno – 1:0 für die Elbstädter. Vier Minuten vor der Pause lag die Kugel wieder im Arminia-Netz, Dennis Erdmann hatte allerdings aus Abseitsposition eingeköpft. Reinhold Yabo hatte nach einer Ecke anschließend die beste Chance der Blauen auf dem Fuß, schoss in Rücklage aber über das Tor. Der FCM blieb am Drücker und kam unmittelbar vor der Pause zum zweiten Treffer. Der DSC spielte an Mittellinie leichtfertig auf Abseits. Felix Lohkemper rannte 45 Meter alleine auf Stefan Ortega Moreno zu und schob souverän zum 0:2 ein – die eiskalte Dusche für die Ostwestfalen zum Halbzeitpfiff.

Die erste Chance nach der Pause gehörte wieder den Arminen. Im Anschluss an ein Magdeburger Handspiel vor dem eigenen Strafraum trat Andreas Voglsammer den fälligen Freistoß. Keeper Loria konnte den mittig geschossenen Versuch aber entschärfen. Der DSC präsentierte sich in der zweiten Hälfte präsenter als in Durchgang eins, Torchancen blieben aber eine echte Mangelware. Bis, ja bis zur 68. Minute. Nach einem klugen Ball von Edmundsson liefen die Arminen in Überzahl auf das Gäste-Tor zu. Florian Hartherz flankte den Ball flach in die Mitte, wo Fabian Klos genau richtig stand und den Ball entgegen der Laufrichtung von Torwart Loria ins Netz beförderte. Nur noch 1:2! Der Anschuss setzte bei den Blauen nochmal neue Kräfte frei, gefährlich wurden in den letzten Minuten aber nur noch die Gäste. Bei einem 14-Meter-Schuss von Christian Beck stand allerdings noch ein Abwehrbein im Weg (80.). Sechs Minuten vor dem Ende fiel dann aber die Entscheidung. Und erneut stand Schiedsrichter Stegemann im Fokus. Einen Gäste-Konter unterband Stephan Salger im Strafraum mit einem Foul. Philip Türpitz lief zum Strafstoß an und verwandelte zum 1:3 – die Entscheidung und der Schlusspunkt einer DSC-Partie, die man sich ganz anders vorgestellt hatte. Doch viel Zeit zum Luftholen bleibt für die Blauen nicht. Bereits am kommenden Freitag geht es für die Bielefelder zu Union Berlin an die Alte Försterei.

Auf ArminiaClubTV gibt es die Pressekonferenz der beiden Cheftrainer zum Spiel:

Stimmen zum Spiel

Heute haben uns etwas die Basics gefehlt. Der Kopf wollte, aber der Körper war nicht ganz auf der Höhe. Trotzdem kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen, wir haben alles gegeben. Mit zehn Mann ist es immer schwer. Magdeburg stand kompakt und tief und hat viel mit langen Bällen gearbeitet. Wir waren nochmal dran und hätten gerne das 2:2 erzielt, mit dem 1:3 war das Spiel dann vorbei. Magdeburg hat heute in den entscheidenden Momenten zugeschlagen.

Jonathan Clauss

Die Mannschaft ist gut ins Spiel gekommen, ab der roten Karte und dem direkten Gegentor war es für uns dann schwierig. Wir können es nicht mehr ändern, haben im Spiel alles versucht und zum Ende alles nach vorne geschmissen. Taktisch haben wir die Dinge, die von uns gefordert waren, nicht so auf die Kette bekommen, dafür war zu erkennen, dass unsere Mentalität passt. Nächste Woche geht’s weiter und dann werden wir einmal mehr alles reinschmeißen.

Tom Schütz

Wir haben vieles nicht richtig gemacht. Die rote Karte war klar Abseits. Nach der Halbzeit haben wir nochmal alles versucht, mit dem 1:3 war das Spiel dann aber entschieden. Es tut weh, aber Freitag haben wir die nächste Chance. Wir  werden aufarbeiten, was uns gefehlt hat und das beim nächsten Mal umsetzen. Magdeburg hat es gut gemacht und ist früh angelaufen. Wir haben keine Lösungen gefunden. Es ist schade, aber wir sind auf dem richtigen Weg und werden uns da nicht runterziehen lassen.

Brian Behrendt

Es war das erwartet schwere, intensive und spannende Spiel. Natürlich bin ich zufrieden, weil wir mit drei Punkten nach Hause fahren. Andererseits bin ich in meiner Analyse etwas vorsichtig, weil ich mir die kniffligen Situationen erst noch anschauen muss. Es war ein mutiger Auftritt meiner Mannschaft und mit zehn Punkten aus den vergangenen vier Spielen können wir sehr zufrieden sein. Wir wussten, dass es ein langer Ritt würde – auch nach der roten Karte und dem 2:0. Das Tor für Arminia kam eigentlich zu früh, am Ende hat die Kraft des DSC dann aber nachgelassen und wir konnten mit dem 3:1 den Deckel draufmachen und uns für den Aufwand belohnen. Ich bin froh, denn hier gewinnt nicht jede Mannschaft.

Michael Oenning

Ich bin enttäuscht, keine Frage. In der Anfangsphase haben wir viel Druck erzeugt, haben aber in vielen Zweikämpfen schlecht ausgesehen. Daraus resultierte dann wohl auch die spielentscheidende Szene. Beim Platzverweis stehen zwei Spieler von Magdeburg klar im Abseits, das ist natürlich bitter. Dass anschließend noch ein Tor fällt, ist doppelt bitter. In der Halbzeit haben wir uns gesammelt und die Marschroute für die zweite Halbzeit besprochen. Wir wollten bei der tiefstehenden Sonne viel mit langen Bällen agieren und haben es geschafft, ordentlich Druck zu erzeugen. Die Mannschaft hat sich gewehrt und man kann von ihr nicht erwarten, jedes Spiel zu dominieren.

Uwe Neuhaus

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Clauss, Behrendt, Börner, Hartherz – Yabo (82. Schütz), Prietl, Weihrauch (33. Salger) – Edmundsson, Klos, Voglsammer.

1.FC Magdeburg:
Loria – Bülter, Müller, Erdmann, Perthel (76. Niemeyer) – Kirchhoff – Preißinger, Laprevotte – Türpitz (87. Butzen) – Lohkemper (58. Costly), Beck.

Tore:
0:1 (33.) Perthel, 0:2 (45.) Lohkemper, 1:2 (69.) Klos, 1:3 (85., Foulelfmeter) Türpitz.

Gelbe Karten:
Behrendt, Klos/Costly

Rote Karte:
Börner (31.) wegen einer Notbremse

Zuschauer:
19.568