DSC Arminia Bielefeld -

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Fr., 06.12.2019 18:30 Uhr

DSC Arminia Bielefeld
Karlsruher SC

DSC Arminia Bielefeld2:2Karlsruher SC

Abpfiff

0:1
25. Marc Lorenz

38. Damian Roßbach

42. Christoph Kobald

1:1
81. Fabian Klos

1:2
90.+1 Marvin Wanitzek

2:2
90.+3 Joan Simun Edmundsson

67. Marco Thiede

89. Joan Simun Edmundsson

59. Cebio Soukou für Nils Seufert

79. Lukas Fröde für Anton Fink

79. Joan Simun Edmundsson für Manuel Prietl

90.+4 Marvin Pourie für Philipp Hofmann

Tore

25. 0:1 Marc Lorenz

81. 1:1 Fabian Klos

90.+1 1:2 Marvin Wanitzek

90.+3 2:2 Joan Simun Edmundsson

Karten

38. Damian Roßbach

42. Christoph Kobald

67. Marco Thiede

89. Joan Simun Edmundsson

Auswechselungen

59. Cebio Soukou
Nils Seufert

79. Lukas Fröde
Anton Fink

79. Joan Simun Edmundsson
Manuel Prietl

90.+4 Marvin Pourie
Philipp Hofmann

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

Nach allen Regeln der (Fußball-)Kunst

In einem Fußballspiel sind drei Punkte zu vergeben. Dies ist dem International Football Association Board (IFAB) zu verdanken, denn das Gremium mit Sitz in Zürich legt jede Regel im Weltfußball fest. Das IFAB feiert am Freitag, den 06. Dezember, seinen 137. Geburtstag. An diesem Tag (18:30 Uhr) hat der DSC Arminia Bielefeld in der SchücoArena unter Flutlicht den Karlsruher SC zu Gast.

Als sich am 06. Dezember 1882 Vertreter der vier “Ur-Fußballverbände” England, Schottland, Wales und Irland trafen, um Regeln für ein gemeinsames Turnier ihrer Nationalmannschaften zu beschließen, richteten sie eine erste Version des IFAB ein. Zu diesem Zeitpunkt waren der DSC Arminia Bielefeld und der Karlsruher SC noch nicht gegründet. Der KSC, hervorgegangen aus den Vereinen FC Phönix (Deutscher Meister 1909) und VfB Mühlburg, nahm am 16. Oktober 1952 den Spielbetrieb auf. Nach vielen Jahren der Bundesligazugehörigkeit fanden sich die Badener in der Saison 2017/18 erstmals in der 3. Liga wieder. Nachdem im ersten Jahr Drittklassigkeit der Wiederaufstieg knapp verpasst wurde, gelang es zur laufenden Saison wieder ins Unterhaus aufzusteigen.

Der KSC hielt dabei den Kader der Aufstiegssaison weitestgehend zusammen und konnte ihn gezielt verstärken. So wurde Philipp Hofmann von Eintracht Braunschweig verpflichtet, der mit neun Toren und drei Vorlagen Top-Scorer der Karlsruher ist. Die besten Torschützen der vergangenen Saison – Marvin Pourié (22 Tore) und Anton Fink (15 Tore) – kommen in dieser Spielzeit bisher noch nicht so erfolgreich zum Zug, deuteten in einigen Spielen ihren Torinstinkt aber durchaus an (Pourié zwei Tore, Fink drei Tore).

Verzichten muss der Karlsruher Aufstiegstrainer Alois Schwartz am Freitag auf Justin Möbius, der allerdings in dieser Saison noch keine Minute auf dem Platz stand. Ob sich Mittelstürmer Marco Djuricin, mit 300.000 Euro Ablöse der Rekordeinkauf des Sommers, nach seinem Bänderriss im Sprunggelenk im Aufgebot der Karlsruher wiederfindet, steht noch nicht fest. Aber auch ohne den Österreicher Djuricin profitiert der KSC in der laufenden Saison am stärksten von einer Regel, die schon vor der Gründung des IFAB eingeführt wurde: Dem Eckball. Aus den 1872 ins Regelwerk aufgenommenen Standards resultierten bereits zehn Tore für die Karlsruher. Sie sind ein Grund dafür, dass der Aufsteiger mit 19 Punkten auf einem soliden zehnten Platz in der Tabelle steht.

Eine weitere Stärke der aktuellen Saison ist auf eine Regeländerung zurückzuführen, die aus dem Jahre 1897 datiert. In diesem Jahr wurde festgelegt, dass die Spieldauer eines Fußballspiels 90 Minuten beträgt. Gut für den KSC, denn 35 Prozent ihrer bisherigen Saisontreffer fielen in der Schlussviertelstunde. Zwar gewannen die Badener in der laufenden Ligasaison nur viermal, schafften es aber zwischen dem sechsten und 13. Spieltag ungeschlagen zu bleiben – dabei spielten sie sage und schreibe sieben Mal in Folge Unentschieden (Zweitligarekord).

Wir haben Brian Behrendt auf #ArminiaClubTV vor #DSCKSC ins Verhör geschickt:

Ein Gegner mit Ninja-Fähigkeiten

Ein Ninja ist ein besonders ausgebildeter Kämpfer des vorindustriellen Japans, der sich dadurch auszeichnet, dass er quasi unbemerkt auftaucht und zuschlägt. Am Donnerstag, dem 05. Dezember, dem internationalen Tag der Ninja, fand das Pressegespräch vor dem Heimspiel gegen den Karlsruher SC  statt. Trainer Uwe Neuhaus wies dem Kontrahenten aus Baden dabei Fähigkeiten der japanischen Kämpfer zu.

“Wir müssen hellwach sein und uns nie auf der sicheren Seite wähnen. Gerade wenn man das Gefühl hat, den Gegner im Griff zu haben – Karlsruhe ist immer über Standards gefährlich.” Mit diesen Worten beschrieb Uwe Neuhaus den Kontrahenten aus Baden. Die Fähigkeit, wie ein Ninja aus jeder Situation gefährlich werden zu können, sieht auch DSC-Akteur Fabian Kunze als unangenehm an: “Die Spielanlage der Karlsruher ähnelt der von Sandhausen oder Darmstadt. Sie spielen viel über lange Bälle.” Der gebürtige Bielefelder gab indes gleich die Marschroute vor, wie ein Sieg in der SchücoArena gelingen könne: “Wir müssen gut stehen und die Räume absichern. Zudem wird es wichtig sein, wie wir das Spiel mit dem Ball gestalten. Gelingt uns dies, haben wir gute Chancen, das Spiel zu gewinnen.”

Angesprochen auf die vermeintliche Heimschwäche machte Uwe Neuhaus deutlich, dass jeder aus der Mannschaft bestrebt sei, die Bilanz aufzubessern: “Alle wissen, dass wir zu Hause nicht so gut gepunktet haben wie auswärts. Das Wichtigste ist, die Arbeit zu erledigen – das machen die Junges, egal ob bei Heim- oder Auswärtsspielen. Die Mannschaft funktioniert und wird alles dafür geben, den Heimsieg einzufahren.”

Dass die aktuelle sportliche Situation trotz der verbesserungswürdigen Heimbilanz nicht selbstverständlich sei, stellte Fabian Kunze klar: “Es gibt für andere Teams nichts Schöneres als beim Tabellenführer zu spielen.” Nachlässigkeiten in der Mannschaft kann der 21-Jährige in der Mannschaft nicht erkennen: “Wir geben jede Woche Vollgas.” Keiner mache einen Schritt weniger. Neuhaus konnte Ähnliches beobachten: “Jeder freut sich, dass wir Erster sind – das kann auch beflügeln. Die Mannschaft ist mit Selbstvertrauen ausgestattet, verliert die Basics aber nicht aus den Augen. Keiner zieht sein Füßchen zurück.”

Beim Duell am Freitag nicht im Aufgebot des DSC stehen Brian Behrendt (Aufbautraining), Nils Quaschner (Reha nach Knie-OP), Reinhold Yabo (Außenbandprobleme) und Sven Schipplock (muskuläre Probleme). Sie werden von der Tribüne aus verfolgen, wie sich ihre Mannschaftskollegen den Karlsruher “Ninjas” entgegenstellen.

Die komplette #DSCKSC-PK gibt’s jetzt auf ArminiaClubTV für euch:

Berichterstattung  DSC –Karlsruher SC

Schmeißt das Flutlicht an, Heimspiel in der SchücoArena! Am Freitagabend empfangen wir starke Gäste vom Karlsruher SC (18:30 Uhr). Wir freuen uns einmal mehr, dass sich bereits viele Bielefelder und Ostwestfalen ihre Karte für das letzte Heimspiel 2019 gesichert haben und hoffen, gemeinsam mit euch einmal mehr die 20.000er-Marke zu knacken! Ihr seid verhindert, wollt das Duell gegen den KSC aber trotzdem verfolgen? Kein Problem:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus der SchücoArena.
  • Sky zeigt das Spiel live.
  • Die Highlights der Partie werden ca. eine Stunde nach Schlusspfiff auf DAZN verfügbar sein.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie gegen den KSC:

  • RTL Nitro, “100 % Bundesliga”, Montag, 22:15 bis 00:00 Uhr

“Nein!”, “Doch!”, “Oh!”

Der Dialog mit den Textzeilen “Nein!” – “Doch!” – “Oh!” gehört zu den kultigsten Momenten, den der Komödienfilm in der Geschichte je hervorgebracht hat. Der Dialog wird von den Schauspielern Louis de Funés und Bernard Biller in dem Film “Camouflage – Hasch mich, ich bin der Mörder” gesprochen, welcher 1971 erschien. Mit dieser Passage lässt sich das 2:2-Unentschieden des DSC Arminia Bielefeld gegen den Karlsruher SC in der SchücoArena gut beschreiben.

Das Spiel begann mit langen Ballbesitzphasen auf Seiten des DSC, torgefährlich wurde es jedoch nicht. Erst in der 17. Minute hatte Marcel Hartel die erste Chance der Partie. Sein Schuss ging jedoch einen Meter am Tor vorbei. Drei Minuten später war es erneut Hartel, dessen abgefälschter Schuss sich auf das Tornetz senkte. Eine Minute später kam Andreas Voglsammer zum Abschluss, doch auch er konnte den Ball nicht im Karlsruher Gehäuse unterbringen.

In der 25. Minute erzielte der KSC durch Ex-Armine Marc Lorenz mehr oder weniger aus dem Nichts das 1:0 für die Gäste. Hofmann legte den Ball auf Lorenz ab, der das Kunstleder mit einem sehenswerten Schuss im Winkel unterbrachte. Die Arminen ließen sich von dem Rückstand jedoch nicht lange beeindrucken und spielten weiter mutig nach vorne. Aus dem Ballbesitzspiel des DSC kam Andreas Voglsammer in der 34., 35. und 45. Minute zu guten Möglichkeiten, doch es sollte (noch) nicht sein – immer war ein Karlsruher Bein dazwischen oder der Abschluss zu ungenau, sodass die Karlsruher mit der Führung in die Pause gingen.

Die zweite Hälfte begann wie eigentlich wie der erste Abschnitt ablief – viel Ballbesitz der Bielefelder, aber wenig Torchancen auf beiden Seiten. Die erste gute Chance im zweiten Durchgang hatte Voglsammer in der 74. Minute. Sein wuchtiger Kopfball traf nur das Außennetz. Es sollte ein Art Initiatlzündung sein, denn spätestens da war der spielbestimmende DSC wieder voll in der Partie. Zwei Minuten nach dem Kopfball Voglsammers war es Hartel, der aus 16 Metern freistehend zum Abschluss kam. Der Schuss des spielstarken Mittelfeldspielers war allerdings zu unplatziert, sodass KSC-Keeper Benjamin Uphoff den Ball sicher fangen konnte. Die letzten zehn Minuten waren wurden dann richtig turbulent.

In der 81. Minute entschied Schiedsrichter Martin Petersen nach einem Foul an Amos Pieper auf Elfmeter. Kapitän Fabian Klos legte sich den Ball zurecht und traf souverän zum 1:1. Nach dem Ausgleich spielte der DSC weiter mutig nach vorne, mit dem Publikum der SchücoArena im Rücken wollte die Mannschaft mehr als einen Punkt. Doch es waren die Karlsruher, die nach einem Fehler der Bielefelder in der ersten Minute der Nachspielzeit durch Wanitzek zur erneuten Führung trafen – “Nein!”

Die Arminen gaben nicht auf und warfen noch einmal alles nach vorne. Der eingewechselte Soukou passte den Ball zum ebenfalls eingewechselten Edmundsson, der nicht lange fackelte und das Spielgerät mit einem tollen Linksschuss im KSC-Tor unterbrachte –”Doch!” – ein Großteil der 20.426 Zuschauer waren außer Haus. Der DSC belohnte sich also doch noch für eine couragierte und spielstarke Leistung.

Kurz darauf war Schluss, sodass eine intensive Partie mit 2:2 endete. Durch die zeitgleiche Niederlage des Hamburger SV (0:1 gegen den 1. FC Heidenheim) steht neben dem Behaupten der Tabellenführung auch die Herbstmeisterschaft fest – “Oh”!

Auf ArminiaClubTV gibt’s noch die Pressekonferenz zu #DSCKSC:

Stimmen zum Spiel

Es war eine sehr schwierige Woche für mich, da mein Großvater vor wenigen Tagen verstorben ist. Ich war in Gedanken natürlich sehr viel bei ihm. Umso schöner ist es, dass ich heute einen so wichtigen Treffer erzielt habe. Wir haben einmal mehr bewiesen, welche Moral in uns steckt. Wir haben heute mehr Chancen als in Darmstadt kreiert, waren aber nicht ganz so effektiv – das war natürlich frustrierend, aber am Ende freuen wir uns über den Punkt. Die Stimmung und die Mentalität im Team ist super. Ich bin ja noch nicht so lange hier, aber wir geben nie auf. Wir waren öfter schon in Rückstand in dieser Saison und haben trotzdem meistens Punkte geholt.

Jóan Símun Edmundsson

Wir haben ein gutes Spiel gemacht, der Last Minute-Treffer hätte uns beinahe um den Lohn gebracht. Ich dachte kurz, dass es das nun gewesen wäre. Von daher bin ich umso glücklicher, dass wir uns mit dem Treffer von ‘Eddy’ noch einen Punkt sichern konnten. Unsere Mentalität ist super, wir freuen uns natürlich über Platz eins, aber es ist noch eine lange Saison.

Jonathan Clauss

Das Wort Herbstmeister hört sich natürlich gut an, schöner wären heute aber die drei Punkte gewesen. Der Gegentor war ein Schlag, aber wir haben es geschafft, sofort ‘umzuswitchen’ und uns noch zu belohnen. Wir haben unser Ding durchgezogen, trotz allem hätten wir gerne gewonnen. Jetzt wollen wir noch zwei Spiele gut bestreiten, alles reinhauen und gucken, was dabei herumkommt. Man hat heute wieder gesehen, dass uns ein Rückstand nicht aus der Bahn wirft.

Amos Pieper

Es waren viele Emotionen im Spiel. Die Partie hat wohl allen Spaß gemacht. Karlsruhe hat es sehr gut gemacht, sie mussten aber auch viel investieren. Dadurch wurden in der zweiten Hälfte die  Räume größer. Wir hatten mehrere gute Chancen, die wir nicht verwertet haben. Irgendwann mussten wir Druck aufbauen, ohne die Defensive dabei zu vernachlässigen – das haben wir gut gemacht. Die Mannschaft ist nicht kaputt zu kriegen. Sie versucht es bis zur letzten Sekunde. Das ist sehr wertvoll und hat uns schon einige Punkte gerettet. Ich bedanke mich bei allen Zuschauern. Im neuen Jahr wollen wir unsere Heimbilanz besser gestalten. Es macht Spaß auf die Tabelle zu gucken. Wir genießen die Situation. Das Wichtigste aber ist, weiterhin die Arbeit zu erledigen.

Uwe Neuhaus

Wir haben ein schönes Spiel gesehen. Für so eine Dramatik am Schluss kommen die Leute ins Stadion. Mein Team schießt ein Tor und mit der Führung gehen wir in die Halbzeit. Arminia hat einen guten Ball gespielt, aber wir haben sie immer geblockt. Ich glaube, dass Arminia kein Tor geschossen hätte, wenn es nicht den Elfmeter gegeben hätte. Danach geht es logischerweise in die andere Richtung. Dann machen wir das 2:1 und müssen eigentlich als Sieger vom Platz gehen. Vor dem Spiel hätte ich ein Unentschieden unterschrieben.

Alois Schwartz

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Brunner, Pieper, Nilsson, Hartherz – Seufert (59. Soukou), Prietl (79. Edmundsson), Hartel – Voglsammer, Klos, Clauss.

Karlsruher SC:
Uphoff – Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach – Stiefler, Kobald, Wanitzek, Lorenz – Fink (79. Fröde), Hofmann (90. Pourié).

Tore:
0:1 (25.) Lorenz, 1:1 (81./Foulelfmeter) Klos, 1:2 (90.+1) Wanitzek, 2:2 (90.+3) Edmundsson.

Gelbe Karten:
Roßbach, Kobald, Thiede, Kreuzer (Sportdirektor)

Zuschauer:
20.426