DSC Arminia Bielefeld -

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So., 09.12.2018 13:30 Uhr

DSC Arminia Bielefeld(0)
SV Sandhausen (0)

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Abstiegskampf in der Kurpfalz

Trotz Trainer- und Torwartwechsel läuft es noch nicht wirklich rund für den SV Sandhausen. Nach der sorgenlosen vergangenen Saison ist in diesem Jahr Abstiegskampf angesagt.

In der vergangenen Saison gelang dem SV Sandhausen ein echtes Kuriosum. Der erste Blick auf die Tabelle lässt ein unspektakuläres Jahr vermuten: Platz 11 und 43 Punkte in der Endabrechnung sind Zeugnis einer für den kleinen kurpfälzischen Verein ordentlichen, aber nicht wirklich geschichtsträchtigen Spielzeit. Interessant ist allerdings das Torverhältnis von 35:33. Damit brachte der SVS das Kunststück zustande, sowohl die schwächste Offensive (gemeinsam mit dem FC St. Pauli und Erzgebirge Aue) als auch die beste Defensive der Liga zu stellen. Was für den neutralen Zuschauer das eine oder andere zähe Spiel zur Folge hatte – erinnert sei beispielsweise an das 0:0 in der SchücoArena am letzten Spieltag – bedeutete für Sandhausen eine weitere Spielzeit frei von ernsthaften Abstiegssorgen.

Momentan sieht die Lage dagegen eher trist aus in der kleinen Gemeinde südlich von Heidelberg. Was die meisten Experten Jahr für Jahr prophezeien, scheint in dieser Spielzeit Realität zu werden: Der SVS steht unten drin und muss sich im Abstiegskampf beweisen. Nach nur einem Sieg aus den ersten neun Spielen wurde Erfolgstrainer Kenan Kocak entlassen. Für ihn übernahm der vom Drittligisten Fortuna Köln verpflichtete Uwe Koschinat das Kommando. Während der alte Trainer häufig zwischen mehreren Systemen wechselte und beispielsweise die Defensivreihe sowohl als Dreier- als auch als Vierer- oder gar Fünferkette auflaufen ließ, setzt Koschinat nun mit einem klassischen 4-4-2-System auf Kontinuität. Zu den Leistungsträgern zählen – gemessen an der bisherigen Spielzeit – der aus Freiburg ausgeliehene Stürmer Fabian Schleusener, Mittelfeldchef Denis Linsmayer sowie die Außenverteidiger Leart Paqarada und Philipp Klingmann. Der bis dato gesetzte Innenverteidiger Tim Kister erlitt Ende Oktober einen Mittelfußbruch und fällt ebenso aus wie bisher auch sein Verteidigerkollege Tim Knipping, der in dieser Saison aufgrund einer komplizierten Beinverletzung noch gar nicht auf dem Platz stand. Auf der Torhüterposition wurde bereits mehrfach zwischen Niklas Lomb (kam von Bayer Leverkusen) und dem zwischenzeitlich ebenfalls verletzten Marcel Schuhen getauscht. Zuletzt erhielt der arrivierte Schuhen wieder den Vorzug.

Von gesundheitlichen Problemen gebeutelt, läuft es für Sandhausen seit dem Sommer auch sportlich nicht mehr rund. Die Offensivschwäche konnte trotz des treffsicheren Sturmduos Schleusener-Wooten nicht behoben werden. Defensiv dagegen fängt der SVS im Schnitt deutlich mehr Gegentore als noch in der vergangenen Saison. Und auch der direkte Vergleich mit dem DSC dient nicht als Mutmacher. Von bisher zwölf Aufeinandertreffen konnte Arminia sechs für sich entscheiden. Je drei Duelle endeten Remis bzw. mit einem Sieg für Sandhausen.

“Mutig sein und vorne angreifen”

Zwei Tage vor dem Heimspiel gegen den SV Sandhausen am Sonntag (13:30 Uhr) trafen sich die Medienvertreter mit Trainer Jeff Saibene zur obligatorischen Pressekonferenz. Auch Brian Behrendt stand den Journalisten Rede und Antwort.

Thematisiert wurde zunächst das 2:2-Unentschieden in Paderborn am vergangenen Spieltag, bei dem Arminia nach ansprechender Leistung erst in der Schlussminute den Ausgleich hinnehmen musste. “Da hat die Mannschaft ein gutes Bild abgegeben, es hat vieles gepasst beim letzten Spiel”, zeigte sich Jeff Saibene auch eine Woche nach dem Nachbarschaftsduell noch angetan vom Auftritt seines Teams, gab aber auch zu: “Unmittelbar nach dem Schlusspfiff waren wir natürlich enttäuscht, die zwei Standard-Gegentore haben weh getan.” Ähnlich schätzte auch Brian Behrendt die Lage ein: “So ein spätes Gegentor zu bekommen, war unnötig. Aber insgesamt hat das Positive überwogen.”

Einig waren sich Trainer und Spieler ebenfalls darin, die offensive Spielweise im Nachbarschaftsduell auch für das Spiel gegen Sandhausen beizubehalten. “Wir wollen wieder mutig sein und vorne angreifen”, gab Saibene die Marschroute für Sonntag aus, der Behrendt gerne folgte: “In Paderborn haben wir wieder die DNA gesehen, die Saibene mit nach Bielefeld gebracht hat – vorne attackieren und mutig spielen.” Zu ebendieser DNA zählt auch das 4-4-2-System, auf das sich der Trainer für die Partie gegen die Kurpfälzer bereits festgelegt hat. Ob dieselbe Startelf wie in Paderborn auflaufen wird, wollte der Luxemburger aber noch nicht verraten. “Auf der einen oder anderen Position bestehen noch Fragezeichen – da gibt es mehrere Alternativen.” Mögliche Kandidaten sind wieder Cedric Brunner, der seine Gelbsperre abgesessen hat, und der wiedergenesene Kapitän Julian Börner. Weiterhin nicht für den Kader in Frage kommen dagegen Jóan Símun Edmundsson, Roberto Massimo, Sven Schipplock, Nils Seufert und Nils Quaschner, die sich aber allesamt wieder im Aufbautraining befinden.

Über den zurzeit auf dem vorletzten Tabellenplatz stehenden Gegner wusste Saibene ebenfalls zu berichten: “Sandhausen befindet sich aktuell in einer schwierigen Phase. Aber sie haben eine unangenehm zu bespielende Truppe.” Als warnendes Beispiel führte er den 4:0-Sieg der Sandhäuser gegen den FC Ingolstadt am zehnten Spieltag auf, als Neu-Trainer Uwe Koschinat sein Debüt gab. Seitdem blieb der SVS allerdings in sechs Partien sieglos. Wenn es nach Brian Behrendt geht, soll das auch am Sonntag so bleiben: “Wir wollen nicht deren Aufbaugegner sein, sondern stattdessen den Schwung aus dem Paderborn-Spiel mitnehmen und unbedingt gewinnen.” Dann, rechnete der Innenverteidiger vor, würde man den Abstand zu Sandhausen auf sieben Punkte ausbauen – “das wäre ein gutes Polster.”

Weitere Aussagen von Saibene und Behrendt gibt es auch im Arminia-Podcast von Radio Bielefeld.

Auf ArminiaClubTV äußert sich zudem Stefan Ortega Moreno zum Spiel:

Berichterstattung DSC – Sandhausen

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen den SV Sandhausen.

Wer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Sonntag um 13:30 Uhr das Spiel gegen den SV Sandhausen live in der SchücoArena zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus der SchücoArena.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, “Alle Spiele, alle Tore”, nach Spielende (Sonntag)
  • Sky Sport News, “Die 2. Bundesliga”, 19:30 bis 20:45 Uhr (Sonntag)
  • Sport1, “Die 2. Bundesliga”, 19:30 bis 20:45 Uhr (Sonntag)
  • RTL Nitro, “100 % Bundesliga”, 22:15 bis 00:00 Uhr (Montag)

Arminia und SVS teilen sich die Punkte

Arminia spielt im Heimspiel gegen den SV Sandhausen 1:1-Unentschieden. Voglsammer gleicht die Gästeführung durch Schleusener spät aus.

Trainer Jeff Saibene schickte zum Heimspiel gegen den SV Sandhausen die gleiche Elf auf den Rasen der SchücoArena, die sich am vergangenen Spieltag in Paderborn ein 2:2 erkämpft hatte. Manuel Prietl nahm erneut den Platz neben Brian Behrendt in der Innenverteidigung ein. Fabian Klos führte Arminia in Abwesenheit des für dieses Spiel aus disziplinarischen Gründen nicht nominierten Julian Börner als Kapitän auf den Rasen.

Pünktlich um 13:30 Uhr pfiff Schiedsrichter Michael Bacher die Begegnung bei kalten Temperaturen an. Arminia versuchte von der ersten Minute an den Offensivgang einzulegen. Nach einer schönen Kombination über mehrere Stationen holte Jonathan Clauss in der vierten Spielminute einen ersten Eckball von der rechten Seite raus. Die Hereingabe von Tom Schütz segelte jedoch an Freund und Feind vorbei, auch Fabian Klos erreichte die daran anschließende Flanke von Florian Hartherz nicht ganz. In der Folgezeit zeigte sich der DSC weiter engagiert und durchaus kombinationssicher im Mittelfeld, fand allerdings zunächst keine Lücke in der dichtgestaffelten Sandhäuser Abwehr. Die Gäste wagten sich erst nach rund einer Viertelstunde das erste Mal in Arminias Hälfte, bekamen aber nichts Gefährliches zustande. In der 19. Minute eroberte Staude mit einem starken Einsatz den Ball an der linken Eckfahne, zog in Richtung Strafraum und wurde kurz vor der Linie rüde zu Fall gebracht. Nach einer gelben Karte für Gegenspieler Klingmann und einer kurzen Behandlungpause ging es für Arminias Eigengewächs weiter. Den fälligen Freistoß drosch Schütz direkt in Richtung SVS-Keeper Marcel Schuhen, doch der Ball wurde bereits vorher aus der Gefahrenzone geköpft. Kurz darauf blieb Andreas Voglsammer nach einem Luftzweikampf an der Strafraumgrenze liegen, aber Schiedsrichter Bacher ließ weiterspielen. Auch für Voglsammer ging es nach kurzer Behandlung auf dem Rasen weiter.

Abschlüsse blieben auf beiden Seiten weiterhin Mangelware. Immerhin erarbeite sich die Mannschaft von Jeff Saibene den einen oder anderen Eckball. Wirklich gefährlich wurde es jedoch nicht. Nach einem hohen Ball auf die rechte Seite versuchte es Weihrauch in der 27. Minute mit einer direkten Hereingabe in die Mitte, traf die Kugel jedoch nicht richtig, sodass sich diese letztlich ungefährlich über Schuhens Kasten senkte. Kurz darauf flog eine abgefälschte Hartherz-Flanke unkontrolliert durch den Sechzehner, allerdings auch an den lauernden DSC-Angreifern vorbei. Nach gut einer halben Stunde probierte es Hartherz mal selbst. Sein Distanzschuss flog aber deutlich über das Gehäuse. Das nächste Mal wurde es brenzlig, als Clauss aus dem Halbfeld punktgenau auf den langen Pfosten flankte. Dort wartete Voglsammer, doch unter Bedrängnis brachte er den Kopfball nicht auf das Tor von Schuhen. Wie aus dem Nichts kamen in der 41. Minute die Gäste zu ihrer ersten guten Gelegenheit. Philipp Förster setzte sich auf der linken Angriffsseite durch und flankte scharf und flach in die Mitte, wo Clauss in letzter Sekunde zur ersten Sandhäuser Ecke klärte – diese brachte nichts ein. Zwei Minuten später war der agile Clauss wieder in der Offensive auffällig. Der Franzose setzte sich mit einer starken Einzelleistung auf der Außenseite durch und flankte punktgenau auf den Kopf von Schütz, der den Ball jedoch nicht richtig traf und so die Chance auf den erlösenden Führungstreffer vergab. Diese bot sich auch Keanu Staude in der Nachspielzeit: Nachdem Weihrauch klug in den Rückraum zurücklegte, kam Arminias Nummer 32 frei zum Schuss, verzog allerdings deutlich. Somit ging es trotz deutlicher Feldvorteile für die Ostwestfalen ohne Tore in die Pause.

Der zweite Abschnitt begann mit einem Schock: Keine 60 Sekunden waren gespielt, da fand Philipp Klingmann mit einer Flanke durch Arminias Viererkette hindurch Fabian Schleusener, der frei vor dem Tor cool blieb und den Ball an Stefan Ortega Moreno vorbei zum 0:1 in die Maschen schoss – der Haken dabei: Schleusener befand sich beim Zuspiel klar im Abseits. Auf der Gegenseite wurde Voglsammer nur kurze Zeit später, frei vor Gästekeeper Schuhen stehend, wegen einer Abseitsposition zurückgepfiffen. In der 53. Minute bot sich Torschütze Schleusener die große Chance auf den zweiten Treffer, doch er scheiterte aus halbrechter Position am Außenpfosten. Nachdem sich der DSC vom Schock des frühen Gegentreffers erholt hatte, setzte er zu Gegenattacke an. In der 54. Minute kam Voglsammer nach einer Hereingabe von der rechten Seite an den Ball, traf das Spielgerät jedoch nicht richtig. Keine zwei Minuten später bot sich dann die Riesenchance auf den Ausgleich. Ein Eckball von der rechten Seite erreichte Fabian Klos, der den Ball zu Manuel Prietl köpfte. Dessen harten Kopfball aus kurzer Distanz parierte Schuhen glänzend – nach Meinung einiger Arminen allerdings erst hinter der Linie. Der Schiedsrichter entschied jedoch auf “kein Tor”. Die nächste schwarz-weiß-blaue Großchance leitete Patrick Weihrauch mit einem feinen Solo durch die Sandhäuser Abwehr ein. Im Strafraum angekommen, legte er auf Klos ab, dessen platzierten Rechtsschuss aus 16 Metern Schuhen erneut glänzend parierte.

Nach gut einer Stunde wechselte Saibene das erste Mal und brachte posittionsgetreu Anderson Lucoqui für Florian Hartherz. Anschließend befreite sich Sandhausen ein wenig vom Bielefelder Druck und kam in der 65. und 66. Minute zu guten Gelegenheiten, das Ergebnis auf 2:0 auszubauen. Zunächst kam Schleusener gegen den herausstürzenden Ortega Moreno einen Schritt zu spät, dann schoss Sandhausens Angreifer freistehend etwa zwei Meter am Pfosten vorbei. Das sollte es jedoch erstmal wieder gewesen sein mit den Offensivbemühungen des SVS. Eine mit Effet geschlagene Clauss-Flanke an den zweiten Pfosten, die Schütz nur knapp verpasste, meldete Arminia zurück im Spiel an. Den nächsten Abschluss gab es in der 74. Minute zu verzeichnen, nachdem Lucoqui nach einem dynamischen Antritt regelwidrig gelegt wurde. Standardspezialist Tom Schütz nahm sich der Sache an und zirkelte den Ball über die Mauer hinweg in Richtung linkes Eck, wo Schuhen zum wiederholten Male parat stand und klären konnte.

Für die Schlussviertelstunde wurde es noch einmal Offensiver bei den Hausherren: Saibene brachte mit Prince Osei Owusu einen frischen Stürmer für Patrick Weihrauch. Arminia warf nun alles nach vorne und wurde in der 79. Minute endlich für den Aufwand belohnt: Fabian Klos trieb den Ball in zentraler Position in Richtung des Sandhäuser Tores und legte, am Strafraum angekommen, quer auf Schütz. Dessen Schuss konnte Schuhen noch stark parieren, gegen den Nachschuss des mitgelaufenen Voglsammers war dann aber auch der so starke SVS-Schlussmann machtlos – 1:1! Nur eine Minute später hatte Keanu Staude sogar die Führung auf dem Fuß. Der Linksaußen kam an der Seitenlinie an den Ball, zog unwiderstehlich nach innen, zielte dann aber beim Abschluss zu hoch. Es sollte die letzte gute Gelegenheit für die Gastgeber sein. Auf der Gegenseite musste Ortega Moreno kurz vor Schluss noch einmal Kopf und Kragen riskieren, als der eingewechselte Karim Guédé frei vor Arminias Schlussmann auftauchte, diesen aber nicht überwinden konnte. Weitere Chancen boten sich in einer von Hektik geprägten Schlussphase keinem der beiden Teams mehr. Somit blieb es bei der Punkteteilung. Am kommenden Freitag geht es für die Saibene-Elf an die Ostsee zu Holstein Kiel, Anstoß im hohen Norden ist um 18:30 Uhr.

Auf ArminiaClubTV gibt es noch die Pressekonferenz zum Spiel gegen den SV Sandhausen:

 

Stimmen zum Spiel

Wir wollten noch eine Schippe drauf legen im Vergleich zur letzten Woche, richtig gelungen ist uns das aber erst nach der 50. Minute. Es ist bitter, dass wir durch eine Abseitsfehlentscheidung in Rückstand geraten sind. Nach dem Tor sind wir dann aber aufgewacht und hatten einige gute Chancen und haben gut Druck aufgebaut. In der ersten Halbzeit kam von beiden Mannschaften nichts Zwingendes, das haben wir dann in der zweiten Hälfte besser gemacht. Taktisch war vor dem Spiel klar, dass wir nicht so draufgehen können wie wir das vergangene Woche in Paderborn noch gemacht haben.

Max Christiansen

Die erste Halbzeit war defensiv sehr gut von uns, wir haben nichts zugelassen, allerdings hat es uns nach vorne etwas an Kreativität gefehlt. In der zweiten Halbzeit haben wir dann vieles vermissen lassen und können uns bei “Tego” bedanken, dass Sandhausen nicht den zweiten Treffer schießt. Beide wollten hinten keinen Fehler machen. Wir hätten den Biss und die Leidenschaft mit in die zweite Hälfte nehmen müssen. Dann kriegen wir direkt mit dem Anpfiff des zweiten Abschnitts das 0:1, spielen lange nicht gut und machen dann noch den Ausgleich. Die Moral stimmt.

Andreas Voglsammer

Das fühlt sich heute nicht gut an. In der ersten Halbzeit haben wir Sandhausen vom eigenen Tor weggehalten. Für den zweiten Abschnitt haben wir uns viel vorgenommen, kriegen dann aber direkt das Gegentor und damit einen Schlag in die Fresse. Wir haben dann zwar noch den Ausgleich gemacht, aber letztlich ist das natürlich trotzdem zu wenig, weil wir dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten. Es ist eine schwere Situation zurzeit, aber wir dürfen nicht den Kopf in den Sand stecken.

Brian Behrendt

Es ist ein sehr enttäuschendes Resultat heute. Wir hatten das Spiel im Griff und waren überlegen. Nach dem Tor haben wir 15 Minuten das Vertrauen in unsere Fähigkeiten verloren, aber dann die Moral wiedergefunden. Wir werden momentan häufig bestraft, wie zum Beispiel durch das klare Abseitstor beim 1:1. Die Moral passte aber auch heute wieder, darauf können wir aufbauen.

Jeff Saibene

Wir haben ein sehr rassiges und kampfbetontes Spiel gesehen. In der ersten Halbzeit haben wir viele Ballverluste gehabt und Arminia konnte dementsprechend Druck aufbauen. In der zweiten Halbzeit hatten wir einen Start nach Maß – auch wenn das Tor irregulär war. Wir haben unterm Strich den verdienten Ausgleich kassiert, mit dem 1:1 können wir aber gut leben. Es ist ein Punkt für die Moral und deshalb blicke ich optimistisch in unsere beiden letzten Heimspiele in diesem Jahr.

Uwe Koschinat

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Clauss, Behrendt, Prietl, Hartherz (62. Lucoqui) – Weihrauch (75. Owusu), Schütz, Christiansen, Staude – Klos (90.+2 Brandy), Voglsammer.

SV Sandhausen:
Schuhen – Verlaat, Karl, Zhirov – Klingmann (79. Zenga), Kulovits, Förster, Taffertshofer, Paqarada – Schleusener (71. Guédé), Wooten.

Tore:
0:1 (46.) Schleusener, 1:1 (79.) Voglsammer.

Gelbe Karten:
Prietl, Owusu/Klingmann, Zenga, Vollmann

Zuschauer:
14.091