DSC Arminia Bielefeld -

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Fr., 27.09.2019 18:30 Uhr

DSC Arminia Bielefeld
VfB Stuttgart

DSC Arminia Bielefeld0:1VfB Stuttgart

Abpfiff

14. Holger Badstuber

27. Fabian Klos

0:1
90.+1 Hamadi Al Ghaddioui

61. Fabian Klos

76. Manuel Prietl

67. Tom Schütz für Joan Simun Edmundsson

68. Mario Gómez für Daniel Didavi

73. Borna Sosa für Emiliano Insúa

82. Jonathan Clauss für Cedric Brunner

90.+1 Stephan Salger für Marcel Hartel

90.+2 Roberto Massimo für Orel Mangala

Tore

90.+1 0:1 Hamadi Al Ghaddioui

Karten

14. Holger Badstuber

27. Fabian Klos

61. Fabian Klos

76. Manuel Prietl

Auswechselungen

67. Tom Schütz
Joan Simun Edmundsson

68. Mario Gómez
Daniel Didavi

73. Borna Sosa
Emiliano Insúa

82. Jonathan Clauss
Cedric Brunner

90.+1 Stephan Salger
Marcel Hartel

90.+2 Roberto Massimo
Orel Mangala

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

Saustarke Schwaben

Schwein gehabt! Mit dem beliebten Borstenvieh, das gerne auch als Glücksschwein genommen wird, kennt man sich in Stuttgart bestens aus. Findet der Besucher in der Schwabenmetropole doch das größte Schweinemuseum der Welt. Mehr als 50.000 Exponate zum tierischen Thema sind dort zu sehen. Im positiven Sinne richtig die Sau rauslassen, wollen in dieser Saison auch die Kicker des VfB Stuttgart. Der Bundesliga-Absteiger ist der Top-Favorit auf den Aufstieg in die deutsche Eliteliga.

Als ungeschlagener Spitzenreiter kommt der VfB Stuttgart an diesem Freitag, 27. September, (18:30 Uhr) in die SchücoArena. Fünf Siege und zwei Unentschieden sind die tierisch starke Bilanz des Tabellenführers, der mit seiner Star-Truppe und einem Spieleretat von 40 Millionen Euro die sofortige Rückkehr in die Bundesliga anstrebt. Die hatte der VfB nach dem Relegations-Aus gegen Union Berlin – mit dem heutigen Arminen Marcel Hartel jeweils in der Startelf der Hauptstädter – verlassen müssen.

Der Start in die aktuelle Spielzeit – die vierte Zweitliga-Saison in der ruhmreichen Vereinsgeschichte des fünfmaligen Deutschen Meisters – ist auf jeden Fall geglückt. Die Schwaben gewannen ihre Heimspiele gegen Hannover, St. Pauli und Bochum jeweils mit 2:1. Jüngst folgte der vierte Streich in den eigenen vier Wänden mit dem 2:0 gegen Fürth. Einfach saugut!

In der Fremde ging es nicht ganz so reibungslos im Schweinsgalopp durch die Stadien. Immerhin stehen aber auch hier zwei Unentschieden (2:2 in Heidenheim und 0:0 in Aue) sowie zuletzt der 3:2-Sieg in Regensburg auf dem Konto. Hinzu kam in der 1. DFB-Pokalrunde beim F.C. Hansa Rostock der 1:0-Erfolg, der dem VfB in Runde zwei eine Auswärtspartie beim Aufstiegs-Rivalen HSV bescherte.

Der neue Trainer Tim Walter, zuvor erfolgreich mit Holstein Kiel (18/19 als Tabellensechster) an der Seitenlinie tätig und 2017 Deutscher B-Junioren-Meister mit der U17 des FC Bayern München, sorgt mit seinem rasanten Offensivstil auch in Stuttgart für positive Schlagzeilen. Und das mit einer fast komplett neu zusammengestellten Mannschaft.

Nach dem Bundesliga-Abstieg verließen den Verein, der in der deutschen Fußball-Geschichte u. a. mit den “Jungen Wilden” um Kevin Kuranyi, Alex Hleb oder Timo Hildebrandt und dem „Magischen Dreieck“ mit Fredi Bobic, Giovane Elber und Krassimir Balakov unvergessliche Kapitel geschrieben hatte, weit mehr als ein Dutzend Akteure. Darunter Weltmeister Benjamin Pavard (Bayern) oder VfB-Ikone Christian Gentner (Union).

Neu im Team aus der sechstgrößten Stadt Deutschlands sind daher 17 Spieler, u. a. der Ex-Armine Roberto Massimo, dessen Leihe durch den VfB in diesem Sommer vorzeitig beendet worden war. Auf seinen ersten Zweitliga-Einsatz im Trikot der Schwaben wartet der Flügelflitzer allerdings noch. Wie saustark die Stuttgarter Möglichkeiten auf dem Transfermarkt waren, zeigte ein anderer Transfer: Für acht Millionen Euro Ablöse kam Stürmer Silas Wamangituka vom französischen Zweitligisten FC Paris.

So dürfte es nur eine Frage nach dem “Wann” und nicht nach dem “Ob” sein, wenn man über den Aufstieg des VfB Stuttgart spricht. Mit Sicherheit wird die Walter-Elf in dieser Saison noch einige Mal dafür sorgen, dass die Gegner am Ende sagen: Ich glaub, mein Schwein pfeift!

Im DSC-Verhör bezieht Joakim “Jocke” Nilsson auf ArminiaClubTV Stellung zur kommenden Partie gegen den VfB:

Wer hat das richtige Rezept?

Das macht Appetit! Ausgerechnet am Geburtstag von US-Rocker Meat Loaf (auf Deutsch: Fleischklops) empfängt der DSC Arminia Bielefeld mit dem VfB Stuttgart die wohl größte Portion des aktuellen Zweitliga-Speiseplans. Der Bundesliga-Absteiger ist an diesem Freitag, 27. September, (18:30 Uhr) in der SchücoArena zu Gast – im Duell zwischen dem Tabellendritten und dem Spitzenreiter ist alles vorbereitet für einen echten Fußball-Festschmaus.

Die Zutaten liegen auf dem Tisch: Die einzigen beiden in dieser Saison noch ungeschlagenen Mannschaften treffen aufeinander, beide Teams überzeugten bisher mit einer treffsicheren Offensive. “Man kann vielleicht einen offenen Schlagabtausch erwarten”, so Arminia-Cheftrainer Uwe Neuhaus.

Doch wer hat das richtige Rezept, das am Ende den Unterschied zwischen Wohlgeschmack oder Bauchweh macht? Uwe Neuhaus ist überzeugt: “Es ist wichtig, dass man das gute Gefühl richtig kanalisiert und trotzdem die Lockerheit nicht verliert. Die Mannschaft hatte in den letzten Wochen ein ganz gutes Gleichgewicht zwischen Konzentration und trotzdem Spaß und Lockerheit gefunden.”

Zu dieser Zutat soll nach dem 5:2-Erfolg beim SV Wehen noch ein gestrichener Teelöffel mit Verbesserungen hinzukommen. “Wir sind gut drauf, auch wenn in Wiesbaden nicht alles perfekt lief, gerade in der Defensive”, so der Arminia-Trainer: “Es wird darauf ankommen, dass wir diese Fehler nicht wiederholen. Wir müssen in der Defensive wesentlich gründlicher arbeiten. Das ist Fakt. Schaffen wir das, kann uns die Überraschung gelingen. Die Chancen stehen fifty-fifty.”

Die Vorfreude auf den sportlichen Flutlicht-Feiertagsbraten in der SchücoArena ist auch bei DSC-Mittelfeldmotor Marcel Hartel riesig. “Das wird ein sehr, sehr heißes und spannendes Spiel mit viel Qualität auf dem Platz. Die Mannschaft, die klarer im Kopf ist und ihre Möglichkeiten nutzt, gewinnt. Ich hoffe, dass wir die Mannschaft sein werden, die die drei Punkte holt. Wir spielen zuhause, haben die Fans im Rücken und sind sehr zuversichtlich.” Es ist also alles angerichtet.

Verzichten muss der DSC Arminia gegen den VfB allerdings auf folgende “Zutaten”: Alex Perez, Patrick Weihrauch, Nils Seufert, Sven Schipplock und Nils Quaschner (alle im Aufbautraining). Ein Fragezeichen steht noch hinter der Einsatzfähigkeit von Reinhold Yabo, der zuletzt auf Grund muskulärer Probleme in Hannover (2:0) und Wiesbaden gefehlt hatte.

Auf ArminiaClubTV haben wir die PK vor #DSCVFB für euch:

Berichterstattung DSC – VfB Stuttgart

Spitzenspiel! Es treffen sich die bisher einzig ungeschlagenen Mannschaften der zweiten Liga – der Dritte empfängt den Tabellenführer! Klar ist, dass die SchücoArena pickepacke voll sein wird.

Wer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Freitagabend um 18:30 Uhr das Spiel gegen den VfB Stuttgart live in der SchücoArena zu verfolgen, dem seien an dieser Stelle folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus der SchücoArena.
  • Sky zeigt das Spiel live.
  • Die Highlights der Partie werden ca. eine Stunde nach Schlusspfiff auf DAZN verfügbar sein.
  • Auf Amazon könnt ihr die Partie live hören!

Zuerst kein Glück, dann kam Al Ghaddioui

Eine alte Weisheit, die auch im Fußballjargon immer wieder Verwendung findet, beschreibt den Spielverlauf des DSC in der Heimpartie gegen den VfB Stuttgart perfekt – zuerst kein Glück, dann kam Pech dazu. Ein Lattentreffer, ein mehr als unglücklicher Platzverweis und ein Last-Minute-Tor besiegeln eine knappe 0:1-Heimniederlage Arminias. 26.124 Zuschauer sehen ein intensives Spiel, indem Al Ghaddioui in der Nachspielzeit den entscheidenden Treffer erzielt.

Die erste große Chance des Spiels besaß Orel Mangala in der 10. Minute nach schlauem Querpass von Santiago Ascacibar, doch den Schuss des Belgiers konnte Stefan Ortega Moreno aus zehn Metern parieren. Kräftig durchatmen konnten die Bielefelder in der 19. Minute als Santiago Ascacibar einen Kopfball nach Mangala-Flanke einen My übers Tor setzte. Glück hatte der DSC dann auch eine Zeigerumdrehung später (20.) – aufgrund einer Abseitsstellung Al Ghaddiouis blieb das erst geahndete Foul von Amos Pieper an Stuttgarts Stürmer ohne Konsequenzen. Stuttgart machte weiter Druck und besaß in der 24. Minute eine weitere gute Möglichkeit, doch Ortega Moreno zeigte bei einem Schuss Philipp Försters sein ganzes Können.

Einen großen Knall vernahm das schwarz-weiß-blaue Rund in der 38. Minute als Florian Hartherz einen Schuss aus gut und gerne 20 Metern an die Latte knallte. Die dickste Gelegenheit hatte Arminia in seiner stärksten Phase, kurz vor der Halbzeit. Klos bewies enormes Durchsetzungsvermögen und spitzelte einen Ball zu Soukou, der nicht lange fackelte und den Ball in die Mitte brachte, wo der durchgestartete Klos den Ball aus kurzer Distanz aufs Tor köpfte. Nur eine Glanztat Kobels verhinderte den Einschlag. Glück für den VfB, Pech für Arminia.

Die zweite Halbzeit startete ohne personelle Wechsel. Es blieb zunächst weiter intensiv, jedoch ohne nennenswerte Angriffe. In der 61. Minute bewies Schiedsrichter Gerach dann wenig Fingerspitzengefühl. Der bereits verwarnte Klos sah nach einem Foul beim Kopfballduell die zweite gelbe Karte und musste vorzeitig duschen – mehr als bitter für den auch in diesem Spiel starken Kapitän. Trainer Uwe Neuhaus reagierte und brachte Tom Schütz für Joan Simun Edmundsson. Der eingewechselte ehemalige deutsche Nationalspieler Mario Gomez erzielte in der 76. Minute den Führungstreffer, doch der Treffer fand aufgrund einer Abseitsstellung keine Anerkennung. Arminia im VAR-Glück.

In der 82. Minute nahm Uwe Neuhaus den zweiten Wechsel vor. Jonathan Clauss kam für Cedric Brunner in die Partie. Der DSC zeigte Kämpferherz und hätte in der 83. Minute beinahe die Führung erzielt, doch ein Kopfball Piepers landete auf, statt im Netz. Nach intensiven 90 Minuten deutete alles auf ein hartumkämpftes Remis hin. Dann kam die Nachspielzeit – der auffällige Förster konnte sich mit letzter Kraft nochmal in den Sechzehner des DSC durchtanken und bediente den mitgelaufenen Al Ghaddioui. Dieser musste nur seinen Fuß hinhalten und der Ball zappelte im Netz, 0:1. Dabei blieb’s.

Trotz einer starken wie kämpferisch tadellosen Leistung musste der DSC am Ende in eine 0:1-Niederlage gegen den Tabellenführer aus Stuttgart einwilligen. Weiter geht’s für Arminia am Montag, den 07. Oktober mit dem Auswärtsspiel beim VfL Osnabrück (20:30 Uhr).

Stimmen zum Spiel

Wir haben stark gefightet und daher ist es extrem bitter, dass wir das Spiel so kurz vor Schluss noch verloren zu haben. Wir haben uns über das Spiel hinweg besser reinspielen können und haben uns auch defensiv in alles reingeworfen. Nach der gelb-roten Karte haben wir – bis auf eine Situation – weiter gut verteidigt und unsere Chancen gehabt. Insgesamt haben wir uns wirklich gut geschlagen, daher ist das Ergebnis enttäuschend.

Andreas Voglsammer

Viel bitterer geht es nicht. Beim Gegentor müssen wir natürlich anders stehen und verteidigen. Wir haben aber viel reingehauen und einiges geboten. Eigentlich passte heute alles. Die Fans und die Stimmung waren grandios. Morgen blicken wir wieder nach vorne.

Amos Pieper

Bei der entscheidenden Szene mit Fabi hätte ich auf keine gelbe Karte gegeben. Er musste viel einstecken in den ersten Zweikämpfen. Da gab es zwei Situationen, in denen es für den VfB keine gelbe Karte gab. Am Ende machen wir dann einen entscheidenden Stellungsfehler, den Stuttgart mit seiner Qualität ausgenutzt hat. Es tut weh. Heute sind ein paar Serien gebrochen. Wir können aber stolz auf die Mannschaft sein. Jetzt schütteln wir uns einmal und dann geht es in Osnabrück weiter.

Uwe Neuhaus

Es war ein unangenehmes Spiel. Wir haben die Partie in den ersten 25 Minuten gut gestaltet. Dann hätte Bielefeld ein Tor schießen können. Ein Kompliment an den DSC. Hier werden noch einige Mannschaften Federn lassen.

Tim Walter

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Brunner (82. Clauss), Pieper, Nilsson, Hartherz – Hartel (90. Salger), Prietl, Edmundsson (66. Schütz) – Soukou, Klos (C), Voglsammer.

VfB Stuttgart:
Kobel – Stenzel, Kempf, Badstuber, Insua (73. Sosa) – Mangala (90. Massimo), Karazor, Ascacibar – Förster – Al Ghaddioui, Didavi (68. Gomez).

Tor:
0:1 (90.), Al Ghaddioui

Gelbe Karten:
Klos, Prietl/Badstuber

Gelb-Rote Karte:
Klos (wdh. Foulspiel, 61.)

Zuschauer:
26.124