Eintracht Braunschweig – DSC Arminia Bielefeld | DSC Arminia Bielefeld
 

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Fr., 20.04.2018 18:30 Uhr

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Abstiegskampf statt Aufstiegshoffnung

Scheiterte man in der letzten Saison nur knapp in der Relegation um den Bundesligaufstieg am VfL Wolfsburg, müssen die Braunschweiger dieses Jahr sogar um den Klassenerhalt zittern.

Zwar belegt man mit 38 Punkten aktuell Rang 11 in der Tabelle, hat jedoch, in der enorm engen Zweitligasaison, nur einen Punkt Vorsprung auf den derzeitigen Tabellensechzehnten FC St. Pauli. In einem abwechslungsreichen Hinspiel in der SchücoArena trennten sich beide Mannschaften im November vergangenen Jahres mit 2:2, wobei Arminia erst in der letzten Minute der Ausgleich durch Leandro Putaro gelang. In diesem Spiel zeigte der DSC eine tolle erste Halbzeit und führte durch einen Freistoßtreffer von Tom Schütz verdient mit 1:0, verlor jedoch nach der Halbzeitpause etwas den Faden und konnte sich am Ende über einen knappen, aber nicht unverdienten Punktgewinn freuen.

In den letzten drei Spielen gegen Bochum (0:2), Dresden (1:1) und Darmstadt (1:1) holten die Löwen “nur” zwei Punkte und vor allem das schwere Restprogramm der Braunschweiger (Bielefeld, Nürnberg, Ingolstadt und Kiel), macht den Kampf um den Klassenerhalt nicht gerade leichter. Insgesamt lässt sich sagen, dass der BTSV diese Saison einfach zu oft Unentschieden gespielt hat – 14 Unentschieden sind Ligaspitze. Außerdem schaffte es die Eintracht im bisherigen Saisonverlauf noch nicht, zwei Siege in Folge einzufahren. Ein Grund für die zuletzt drei sieglosen Spiele ist mit Sicherheit auch, dass Top-Torjäger Suleiman Abdullahi (7 Tore) in diesen Spielen nicht erfolgreich war und der zweitbeste Torschütze im vereinsinternen Ranking, Christoffer Nyman (5 Treffer) diese Spiele aufgrund einer Muskelverletzung verpasste. Ob er für das Spiel am Samstag gegen Bielefeld wieder einsatzbereit ist, steht noch nicht fest. Außerdem fraglich sind: Ken Reichel und Steve Breitkreuz (Knieprobleme). Mit Sicherheit ausfallen wird jedoch weiterhin Abwehrspieler Joseph Baffo (Kreuzbandriss).

Im Kampf um den Klassenerhalt zählt für die Braunschweiger Eintracht aktuell also jeder Punkt, weshalb auch das Spiel gegen die Arminia von großer Bedeutung für sie sein wird. Dementsprechend beschwört der Braunschweiger Mittelfeldspieler Mirko Boland den Teamgeist seiner Mannschaft: “Es geht um unsere Eintracht, da müssen wir gucken, dass wir das alle zusammen schaffen und punkten.”

“Wir müssen die Gier behalten”

Vor dem Auswärtsspiel in Braunschweig (Freitag, 18:30 Uhr) nahmen sich Cheftrainer Jeff Saibene und Innenverteidiger Henri Weigelt Zeit, um die Fragen der Pressevertreter zu beantworten.

Personell muss Arminia weiterhin auf Nils Quaschner (Reha nach Knie-OP) und Brian Behrendt verzichten (Innenbandriss). Nach dem Sieg im Heimspiel gegen Aue befindet sich der DSC mit sechs Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz – bei noch vier zu spielenden Spielen – in einer wesentlich besseren Situation als in der vergangenen Spielzeit. Der Gegner aus Braunschweig hingegen muss noch wesentlich mehr um den Ligaverbleib zittern, weiß auch Bielefeld-Trainer Jeff Saibene: “Sie haben das Messer am Hals, ähnlich wie wir in der letzten Saison. Braunschweig wird motiviert sein und alles dransetzen gegen uns zu gewinnen.” Dementsprechend erwartet Saibene auch einen “sehr robusten Gegner” am Freitag. Dass seine Mannschaft bedingt durch die komfortable Ausgangssituation nachlässig wird, glaubt der DSC-Coach hingegen nicht: “Wir werden alles dafür tun, um noch so viele Punkte wie möglich zu holen. Dazu müssen wir die Gier behalten, aber da habe ich bei der Mannschaft keine Bedenken.”

Auch für Abwehrspieler Henri Weigelt ist die Saison noch nicht gelaufen: “Wir wollen natürlich möglichst jedes Spiel gewinnen und dann am Ende gucken, was noch für uns möglich ist.” Dass die Mannschaft nicht mehr so unter Druck steht wie letzte Saison, sieht der 20-Jährige auch als Vorteil: “Die Atmosphäre in der Mannschaft ist lockerer als letzte Saison, wir haben nicht mehr diesen Druck und wollen auch dadurch noch die Punkte holen.” Für ihn persönlich sei das Spiel gegen die Eintracht aus Braunschweig durchaus “ein besonderes Spiel”, verriet Weigelt. Schließlich kam er im Hinspiel gegen die Löwen zu seinem ersten Startelfeinsatz in der zweiten Liga. Seitdem, auch aufgrund seiner Startelfeinsätze in den letzten beiden Spielen, fühle er sich “immer mehr angekommen” in der Mannschaft und der zweiten Liga, ist aber auch bescheiden genug zu wissen, dass er sich durchaus noch steigern kann: “Ich fühle mich wohl, aber kann natürlich noch viele Sachen besser machen. Ich möchte jetzt einfach möglichst viele Spiele absolvieren und weiter Erfahrung sammeln.”

Dass die Bielefelder bei eigenen Erfolgen und etwas Glück durchaus auch nochmal oben mitspielen können und dementsprechend hochmotiviert ins Spiel gegen den BTSV gehen werden, verdeutlicht Jeff Saibene nochmal: “Wir wollen uns nicht hinterher den Vorwurf machen lassen, dass wir nicht alles probiert haben.” Deshalb wird es in den letzten Spielen der Saison wahrscheinlich auch zu keinen Experimenten bei der Aufstellung kommen: “Ich bringe die jungen Spieler nicht, weil es die Situation gerade vielleicht zulässt, sondern ich bringe sie, weil ich von ihnen überzeugt bin und sie uns weiterbringen können”, erklärte Saibene.

Ohnehin gebe es aufgrund der guten letzten Spiele “derzeit keinen Grund etwas zu ändern”, lobte der Trainer die jüngsten Auftritte seiner Mannschaft. “Wir spielen schon die ganze Rückrunde extrem konstant und auf einem guten Level. Das möchten wir in den letzten Spielen nochmal bestätigen”, äußert Jeff Saibene das Ziel für die letzten Spiele dieser Saison.

Weitere Aussagen von Saibene und Henri Weigelt gibt es auch im Arminia-Podcast bei Radio Bielefeld.

Auf ArminiaClubTV äußert sich zudem Fabian Klos zum kommenden Spiel:

Berichterstattung Braunschweig – DSC

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen Eintracht Braunschweig.

Wer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Freitag um 18:30 Uhr das Spiel bei Eintracht Braunschweig live im Eintracht-Stadion zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus dem Eintracht-Stadion.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, “Alle Spiele, alle Tore”, nach Spielende (Freitag)
  • Sky Sport News, “Die 2. Bundesliga”, 22:30 bis 23:30 Uhr (Freitag)
  • RTL Nitro, “100 % Bundesliga”, 22:15 bis 00:10 Uhr (Montag)

Umkämpftes 0:0 in Braunschweig

In einem packenden Freitagabendspiel trennte sich Arminia auswärts 0:0 von Eintracht Braunschweig – trotz 19:10 Torschüssen für den DSC.

Beim Auswärtsspiel in Braunschweig musste Cheftrainer Jeff Saibene verletzungsbedingt eine Änderung vornehmen: Kapitän Julian Börner fiel mit einer Wadenverletzung aus und wurde in der Innenverteidigung von Stephan Salger ersetzt. Ansonsten vertraute der Luxemburger exakt derselben Mannschaft wie beim 2:0-Heimerfolg gegen Erzgebirge Aue. In der fünften Minute kamen die Gastgeber zur ersten Möglichkeit des Spiels: Nach einem langen Ball von Ken Reichel lief Philipp Hoffmann aufs Tor von Stefan Ortega Moreno zu, die zurückeilenden DSC-Verteidiger verhinderten jedoch einen gefährlichen Abschluss. Die erste große Möglichkeit dann durch eine Ecke der Braunschweiger: Jan Hochscheidt brachte den Ball auf den ersten Pfosten, wo Frederik Tingager frei zum Kopfball kam – Ortega Moreno war jedoch rechtzeitig zur Stelle und parierte stark zur Ecke. In der neunten Minute die nächste große Chance für den BTSV: Wieder nach einem langen Ball, der unglücklich per Kopf von Tom Schütz verlängert wurde, tauchte Suleiman Abdullahi frei vor dem Bielefelder Tor auf, doch Ortega Moreno zeigte seine Stärken im Eins-gegen-Eins und war erneut der Sieger. Arminia kam dann in der zwölften Minute zum ersten gefährlichen Abschluss. Mittelfeldspieler Roberto Massimo fasste sich ein Herz und zog aus 25 Metern ab – der Ball ging jedoch knapp links am Tor vorbei.

Die nächste Chance dann für Arminias frischgebackenen Rekordtorschützen Fabian Klos: Nach einem Abspielfehler der Eintracht Abwehr tauchte Bielefelds Nummer 9 frei im Strafraum auf – sein Heber wurde jedoch noch von einem Abwehrspieler per Kopf zur Ecke gelenkt. Es war ein durchaus munterer Beginn beider Mannschaften. Kurz nach der Chance von Fabian Klos sammelten sich beide Defensivreihen etwas und weitere gute Gelegenheiten blieben vorerst aus. Erst in der 31. Minute die nächste Möglichkeit für die Gäste: Nach einem schönen Freistoß von Tom Schütz stieg erneut Fabian Klos am höchsten, doch sein Kopfball ging ganz knapp am Tor vorbei. In der Folge verflachte das Spiel etwas – beide Teams ließen die letzte Genauigkeit im Angriff vermissen. Doch dann gab es in der zweiminütigen Nachspielzeit nochmal Freistoß für die Ostwestfalen: Erneut flankte Tom Schütz auf Fabian Klos und dessen Kopfball landete auch im Tor – das Schiedsrichtergespann entschied auf Abseits, was wohl haarscharf in Ordnung ging. Deshalb ging es nach einer rasanten Anfangsphase und einer intensiven ersten Halbzeit mit 0:0 in die Kabine.

Beide Mannschaften kamen unverändert aus der Halbzeitpause. Wieder brauchten die Braunschweiger nicht lange, um ins Spiel zu finden. Nach einer Unsicherheit von Henri Weigelt in der 46. Minute war es wieder Suleiman Abdullahi, der von links Richtung Bielefelder Tor zog, in Ortega Moreno jedoch wieder seinen Meister fand. Die Arminia kam dann in der 54. Minute das erste Mal gefährlich vor das Tor von Jasmin Fejzic: Nach einer schönen Kombination über Fabian Klos und Andreas Voglsammer erlief sich selbiger den Ball und versuchte aus spitzen Winkel per Heber zum Erfolg zu kommen, der Ball verfehlte jedoch das Tor der Gastgeber. Der nächste Abschluss der Ostwestfalen in der 60. Minute: Konstantin Kerschbaumer kam nach Zuspiel von Fabian Klos am Sechszehner zum Schuss, doch der Braunschweiger Torwart lenkte den Ball zur Ecke, die jedoch nichts einbrachte. Direkt im Anschluss an diese Szene brachte Jeff Saibene Keanu Staude für Roberto Massimo.

Das Spiel ging, wie auch in Halbzeit eins, rauf und runter – mit dem Unterschied, dass Arminia in der zweiten Halbzeit das bessere Team war. Die Braunschweiger mussten gute 20 Minuten auf ihren nächsten gefährlichen Abschluss warten. In der 68. Minute war es dann Georg Teigl, der den Bielefelder Schlussmann mit einem Schuss aus ca. zwölf Metern prüfte – doch Ortega Moreno konnte erneut parieren. Den zweiten Wechsel vollzog Saibene dann in der 75. Minute: Patrick Weihrauch kam für Konstantin Kerschbaumer ins Spiel. Die Ostwestfalen hatten nun immer mehr Spielanteile und die Gastgeber lauerten auf Konter. In der 81. Minute dann fast das 1:0 für Arminia: Tom Schütz versuchte es mit einem herrlichen Freistoß aus 20 Metern, doch der Ball landete am Lattenkreuz. Das Spielgeschehen spielte sich jetzt ausschließlich in der Hälfte des Gastgebers ab. Große Torchancen gelangen den Bielefeldern in der Schlussphase und den drei Minuten Nachspielzeit jedoch nicht mehr und so endete das Spiel mit 0:0.

 

Stimmen zum Spiel

In der ersten Halbzeit müssen wir uns bei unserem sehr guten Torwart bedanken. In der zweiten Halbzeit haben wir dann mehr versucht als unser Gegner, aber hatten auch ein bisschen Pech. Für uns ist das 0:0 ein richtig gutes Ergebnis, wir sind wieder ohne Gegentor geblieben. Natürlich ist es schade, dass wir nicht gewonnen haben, aber wenn man auf unsere gesamte Punkteausbeute schaut, können wir stolz sein. Nach einer sehr problematischen Saison ist das nicht selbstverständlich.

Fabian Klos

Wir wollten natürlich gewinnen, aber am Ende können wir mit dem Punkt leben. Braunschweig hat nicht wirklich versucht zu spielen, sondern sehr viele lange Bälle gespielt. Stefan Ortega Moreno hat heute natürlich auch super gehalten. In der zweiten Halbzeit waren wir dann am Drücker und haben alles gegeben, aber uns leider nicht belohnt. Jetzt müsste es aber schon mit dem Teufel zugehen, wenn wir nicht in der Liga bleiben.

Tom Schütz

Es war ein schönes Freitagabendspiel mit massig Torchancen. Im Großen und Ganzen ist das Ergebnis sicherlich gerecht. Wir haben wieder nicht verloren und wieder zu Null gespielt, das ist wichtig. Für mich ist es natürlich schön sich auszuzeichnen, aber am Ende zählt das Gesamtergebnis und das hat gestimmt.

Stefan Ortega Moreno

Wir hatten uns auf emotinales spiel vorbereitet, weil Braunschweig wegen der Tabellensituation unter Druck steht. Wir haben den Kampf sehr gut angenommen, es war ein Spiel auf Augenhöhe, extrem spannend und mit vielen Torcahncen auf beiden Seiten. Unter dem Strich bin ich zufrieden mit dem Punkt, wir haben wieder bewiesen, dass wir auswärts schwer zu schlagen sind. Die jungen Spieler haben wieder gezeigt, dass sie konkurrenzfähig sind. Ich bin sehr stolz auf mein Team. Wir möchten in den drei verbleibenden Spielen noch so viele Punkte wie möglich holen.

Jeff Saibene

Ich bin auch stolz auf meine Mannschaft. Mir war wichtig, dass wir das Gefühl vermitteln, alles zu geben, das ist uns gelungen. In der ersten Halbzeit haben wir vier klare Torchancen nicht genutzt und hatten Pech mit Fehlentscheidungen, das müssen wir so hinnehmen. Insgesamt war es ein intensives Spiel, auch in der zweiten Halbzeit haben wir eine gute Chance nicht genutzt. Wir haben insgesamt zu viele Unentschieden gesammelt, weil wir die Tore nicht machen. Bielefeld ist ein Top-Team, da wollten wir nicht den offenen Schlagabtausch suchen. Wenn wir so weiterspielen, ist mir nicht bange.

Torsten Lieberknecht

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Dick, Weigelt, Salger, Hartherz – Massimo (60. Staude), Prietl, Schütz, Kerschbaumer (75. Weihrauch) – Voglsammer (90. Hemlein), Klos.

Eintracht Braunschweig:
Fejzic – Becker, Tingager, Valsvik, Reichel – Hochscheidt, Moll, Boland, Abdullahi (90. Biada) – Teigl, Hofmann (71. Kumbela).

Tore:
Fehlanzeige

Gelbe Karten:
Becker/Dick

Zuschauer:
22.285