DSC Arminia Bielefeld -

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Sa., 19.09.2020 15:30 Uhr

Eintracht Frankfurt
DSC Arminia Bielefeld

Eintracht Frankfurt1:1DSC Arminia Bielefeld

Abpfiff

7. Nathan de Medina

33. Bas Dost

13. Cedric Brunner für Nathan de Medina

Steven Zuber für Danny da Costa

Aymen Barkok für Dominik Kohr

0:1
51. Cebio Soukou

1:1
62. André Silva

55. Aymen Barkok

70. Cedric Brunner

72. Christian Gebauer für Ritsu Doan

73. Jacob Laursen für Anderson Lucoqui

73. Fabian Kunze für Cebio Soukou

77. Stefan Ilsanker für Sebastian Rode

81. Sven Schipplock für Sergio Córdova

88. Timothy Chandler für Daichi Kamada

Tore

51. 0:1 Cebio Soukou

62. 1:1 André Silva

Karten

7. Nathan de Medina

33. Bas Dost

55. Aymen Barkok

70. Cedric Brunner

Auswechselungen

13. Cedric Brunner
Nathan de Medina

Steven Zuber
Danny da Costa

Aymen Barkok
Dominik Kohr

72. Christian Gebauer
Ritsu Doan

73. Jacob Laursen
Anderson Lucoqui

73. Fabian Kunze
Cebio Soukou

77. Stefan Ilsanker
Sebastian Rode

81. Sven Schipplock
Sergio Córdova

88. Timothy Chandler
Daichi Kamada

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

Knapp 6 Millionen Minuten oder einfach “Endlich wieder Halbvier”

Nun ist es also soweit! Der DSC Arminia Bielefeld tritt nach elf Jahren erstmals wieder zu einem Pflichtspiel in der Fußball-Bundesliga an. Am Samstag trifft die Neuhaus-Elf um 15:30 Uhr – zur besten Anstoßzeit also – im Deutsche Bank Park auf Eintracht Frankfurt. Und wird dort gleich zu Beginn der Mission Klassenerhalt stark gefordert.

Wenn am Samstag das Duell zwischen der Eintracht und Arminia angepfiffen wird, hat das Warten der Anhänger und Freunde des DSC ein Ende. Nach 4.137 Tagen, 99.200 Stunden oder knapp 6 Millionen Minuten bestreitet die Neuhaus-Elf wieder ein Pflichtspiel in Deutschlands höchster Spielklasse. Mit dem Gegner aus Frankfurt erwartet die Schwarz-Weiß-Blauen gleich zu Beginn der Saison ein harter Brocken.

In den vergangenen drei Jahren schloss die Eintracht die Saison immer in der oberen Hälfte der Tabelle ab (17/18, Platz 8; 18/19, Platz 7; 19/20, Platz 9) und schrieb auch fernab der Bundesliga (inter)nationale Schlagzeilen. 2018 gewann die SGE – damals noch unter Leitung von Niko Kovac – den DFB-Pokal, nachdem man im Finale den “großen” FC Bayern verdientermaßen mit 3:1 schlug. Dies hatte die Teilnahme an der Europa League in der kommenden Saison zur Folge, bei der die Frankfurter einigermaßen unerwartet bis zum Halbfinale vorpreschten und sich dort nach zwei packenden Spielen inkl. Elfmeterschießen dem späteren Europa-League Sieger FC Chelsea geschlagen geben mussten.

Auf dem Weg ins Halbfinale spielte die Eintracht frischen Offensivfußball und kegelte Fußballgrößen wie Schachtar Donezk, Inter Mailand oder Benfica Lissabon aus dem Wettbewerb. In der nun beginnenden Saison spielt die Eintracht erstmals seit zwei Jahren nicht international, startete mit einem 2:1-Auswärtssieg in der ersten DFB-Pokalrunde bei Drittligist 1860 München aber erfolgreich und scheint für die mittlerweile neunte Bundesligasaison in Folge gewappnet.

Zum Saisonauftakt gegen den DSC muss Adi Hütter lediglich auf den im Aufbautraining befindlichen Jetro Willems sowie Evan Ndicka verzichten, der aufgrund von Problemen am Syndesmoseband wohl mehrere Wochen ausfällt – allzu viel Gedanken muss sich der Österreicher, der seit Sommer 2018 die Geschicke am Seitenrand der Frankfurter leitet, aber nicht machen, stehen ihm mit Filip Kostic, Martin Hinteregger, André Silva oder auch Daichi Kamada internationale Top-Spieler zur Verfügung.

Zur Verfügung stehen den Frankfurtern am Samstag wohl auch wieder bis zu 6.500 Zuschauer, die die SGE lautstark unterstützen. Die Hessen erhielten in der vergangenen Woche vom zuständigen Gesundheitsamt die entsprechende Genehmigung für die Partie am 19. September in der heimischen Arena, die seit diesen Sommer Deutsche Bank Park heißt. In diesem besagten Park wird der DSC Arminia Bielefeld also nach einer gefühlten kleinen Ewigkeit (oder auch 357.436.800 Sekunden) wieder Bundesliga spielen.

“Ein Spiel dauert 90 Minuten”, sagte einst der ehemalige deutsche Bundestrainer Sepp Herberger. Es werden intensive und schöne 90 Minuten nach knapp 6.000.000 Minuten des Wartens – “endlich wieder Halbvier”…

Samstag. 15.30 Uhr. Bundesliga!

Samstag. 15.30 Uhr. Warum dieser Zeitpunkt für viele Menschen so wichtig ist, das verstehen nur Fußballfans. Wenn die traditionsreichste Bundesliga-Zeit geschlagen hat, dann herrscht Ausnahmezustand an Deutschlands Radios und TV-Bildschirmen. Ob Konferenz auf SKY Sport oder bei WDR 2 – “König Fußball” regiert. Und mittendrin ist wieder der DSC Arminia Bielefeld, der nach elf Jahren Abstinenz mit dem Spiel bei Eintracht Frankfurt an diesem Samstag, 19. September, um 15.30 Uhr der Bundesliga ein Stück Fußballkultur zurückgibt.

Dass die Arminia-Rückkehr in Hessen ohne DSC-Fans über die Bühne gehen wird, ist ein dicker Wermutstropfen. Trotzdem freut sich Bielefelds Aufstiegs-Trainer Uwe Neuhaus auf die neue Erstliga-Spielzeit: “Die Freude ist da. Der Saisonauftakt ist immer prickelnd.”

Im Frankfurter Stadion erwartet den DSC eine international erfahrene Mannschaft mit Stars wie Kevin Trapp, Filip Kostic, Bas Dost oder der eben erst fest vom AC Mailand verpflichtete portugiesische Nationalstürmer und UEFA Nations League-Sieger André Silva. “Das ist eine gestandene Truppe, aber wir müssen uns nicht kleinreden. Wir haben auch Qualitäten”, geht Arminia Bielefels Mittelfeld-Motor Manuel Prietl selbstbewusst in die erste Bundesliga-Partie seiner Karriere.

Während der Österreicher mit Eintracht-Trainer Adi Hütter und Martin Hinteregger, Stefan Ilsanker sowie Jungprofi Lukas Fahrnberger in Frankfurt gleich auf vier Landsleute treffen kann, muss der DSC Arminia beim Saisonstart beim DFB-Pokalsieger von 2019 auf die verletzten Andreas Voglsammer und Sebastian Müller verzichten.

Das komplette Video zur Spieltags-Pressekonferenz mit Uwe Neuhaus, Manuel Prietl und Samir Arabi gibt es hier zu sehen:

Spieltach, so könnt ihr das Spiel verfolgen!

Wie kann ich das erste Bundesliga-Spiel Arminias seit elf Jahren so nah wie möglich verfolgen? Wir haben ein paar Antworten auf diese sehr berechtigte Frage!

  • Sky zeigt das Spiel live. Ihr könnt euch entweder für die Einzelpartie (Sky Sport Bundesliga 8) oder die berühmte Konferenz (Sky Sport Bundesliga 1) entscheiden. Über Sky Go oder das Sky Ticket (auch verfügbar über die OneFootball-App) seid ihr ebenfalls live dabei! Nach der Partie könnt ihr die Höhepunkte des Spiels auch nochmal in “Alle Spiele, alle Tore!” anschauen
  • Eine Zusammenfassung der Partie gibt es in der ARD Sportschau ab 18:30 Uhr! Zudem zeigt das aktuelle Sportstudio im ZDF ab 22:30 die Höhepunkte des Duells am Main. Besonderes Schmankerl: Geschäftsführer Sport Samir Arabi ist am Samstagabend live zu Gast im aktuellen Sportstudio und wird sich dort mit Moderatorin Dunya Hayali über den DSC unterhalten
  • Radio Bielefeld (98,3) ist in Person von Ulrich Zwetz vor Ort und berichtet mehrmals live aus dem Deutsche Bank Park in Frankfurt. Auch auf Amazon könnt ihr die Partie live hören.
  • Des Weiteren könnt ihr dem Spiel über den ASC-Livestream live beiwohnen.
  • “Liga Live” von WDR 2 (93,2) ist auch vor Ort und berichtet in der Konferenz live von den Spielen der West-Bundesligisten

Punktlandung in Frankfurt, 1:1!

Im Schatten des viertgrößten europäischen Flughafens zeigt der DSC Arminia Bielefeld beim Gastspiel in Frankfurt eine starke Leistung und belohnt sich mit einem Punkt. Cebio Soukou trifft im Deutsche Bank Park, ehe André Silva für die SG Eintracht Frankfurt ausgleichen kann.

Um 15:30 Uhr hatte das Warten ein Ende. Spätestens als Schiedsrichter Benjamin Brand die Partie vor 6.500 Zuschauen anpfiff, war es Gewissheit: Der DSC Arminia Bielefeld spielt wieder in der Bundesliga. Während im Hintergrund immer wieder große Flugzeuge in den Frankfurter stiegen, entwickelte sich in Arminias erstem Bundesligaspiel nach elf Jahren eine interessante Partie.

Nach anfänglichem Abtasten und leichter Nervosität auf Seiten des DSC, hatte die Eintracht in der 17. Minute die erste Gelegenheit eines intensiven Spiels. Bas Dost kam nach einer von insgesamt zwölf Frankfurter Ecken zum Kopfball, doch Stefan Ortega Moreno konnte die Kugel des Niederländers sicher aufnehmen.

Wie es bei spielstarken Frankfurtern gehen kann, zeigte der Zweitligameister in der 24. Minute. Nach altbekanntem Schema und mit Mut spielte der DSC von hinten flach heraus. Neuzugang Ritsu Doan ließ einen Frankfurter im Mittelfeld mit einer tollen Finte alt aussehen und erspielte sich und dem DSC damit viel Platz. Am Ende eines stark vorgetragenen Angriffs erspielte sich die Neuhaus-Elf eine Ecke, die über Umwege am Pfosten landete.

Dass es aber auch ganz schnell in die andere Richtung gehen kann, erfuhr Arminia kurze Zeit später. Ortega Moreno passte flach ins Mittelfeld, wo der DSC von Frankfurt gestört wurde und den Ball nicht festmachen konnte. Dies hatte zur Folge, dass der Portugiese André Silva wenige Augenblicke später frei vor “Tego” auftauchte und diesen zu gleich zwei Glanztaten zwang (32.). Da auf beiden Seiten offensiv danach nichts mehr passierte, ging es torlos in die Katakomben.

Nicht einmal drei Minuten waren gespielt, da hatten die 6.500 Zuschauer, die ordentlich Lärm machten, den Torschrei bereits auf den Lippen. Martin Hinteregger stieg nach einer Eckball des starken Filip Kostic am höchsten und köpfte die Kugel an die Latte. Der Ball trumpfte auf die Linie, ehe “Tego” sich ihn holte, sodass Arminia diese Situation schadlos überstand.

Kurze Zeit später machte sich Cebio Soukou, dessen Name im Beninischen “Adler” heißt, nach einem feinen Pass in die Tiefe von Sergio Córdova auf und davon. Kurz vor SGE-Torwart Kevin Trapp entschied sich Soukou für einen gefühllvollen Lupfer, der zum 1:0 für den DSC in den Maschen landete. Arminias erster Bundesligatreffer seit über 4.000 Tagen – erzielt vom Adler bei den Adlern.

Die Hausherren antworteten mit wütenden Angriffen, doch da sich der DSC mit allem, was er hatte, reinschmiss, konnte nahezu alles verteidigen. In der 62. Minute allerdings konnten die Frankfurter den nicht unverdienten Ausgleich erzielen. Kostic tankte sich auf links durch und fand mit seiner abgefälschten Flanke Dost am ersten Pfosten, der auf Silva verlängerte – der Portugiese hatte keine Mühe, aus wenigen Metern zum Ausgleich einzuköpfen.

In der Folge entwickelte sich ein offenes Spiel, das beide Mannschaften gewinnen wollten, doch es blieb beim leistungsgerechten 1:1. Für den DSC geht es am kommenden Samstag mit dem Heimspiel gegen den 1. FC Köln (15:30 Uhr) weiter.

Stimmen zum Spiel

Ein schönes Gefühl, hier einen Punkt zu holen. Es war schön wieder vor Zuschauern zu spielen. Dafür spielt man Fußball, denn es ist ein Emotionssport. Eigentlich war sogar mehr drin, denn die Chancen hatten wir, aber Frankfurt ja auch.

Zu Beginn hatten wir noch etwas Respekt und waren nervös, aber mit der Zeit haben wir uns gefangen. Wir haben ordentlich Chancen kreiert und es ist schade, dass wir nicht den ‘Lucky Punch’ setzen konnten, aber auf der anderen Seite hätte auch Frankfurt noch gewinnen können.

Den Unterschied zur zweiten Liga hat man schon gemerkt, es war alles ein Tick intensiver, die Spieler sind technisch versierter, Fehler darf man sich nicht erlauben. Jetzt freuen wir uns auf Köln.

Anderson Lucoqui

Ich bin sehr froh und glücklich mit dem Ergebnis. Die Woche – mit Essen eingeschlossen – war nicht einfach, deswegen tut der Punkt gut. Wir haben unser Resultat in Frankfurt und gucken jetzt nach vorne.

Frankfurt hatte natürlich viele Chancen, aber auch wir hatten unsere Gelegenheiten. Wenn wir in Zukunft noch etwas zielstrebiger spielen, wobei wir das schon gut gemacht haben, kann auch mehr entstehen. Die Einstellung war richtig gut.

Die Geräuschkulisse bringt ordentlich Energie. Die 6.500 Zuschauer haben ordentlich Lärm gemacht, dafür spielen wir Fußball. Nun freue ich mich auf das erste Heimspiel in der SchücoArena.

Mike van der Hoorn

Es war sehr spannend, mein erstes Bundesligaspiel zu spielen. Es war ein hartes Spiel, aber wir haben gut abgeliefert und uns mit dem Punkt belohnt. Klar hätten wir gerne drei Punkte geholt, aber man darf nicht vergessen, dass Frankfurt auch gute Chancen hatte, von daher ist alles in Ordnung.

Ritsu Doan

Frankfurt war die reifere Mannschaft, da brauchen wir nicht drüber zu reden. Wir haben versucht, Kompaktheit und Disziplin auf den Platz zu bringen. Leider haben wir es versäumt, die großen Räume zu nutzen. Am Ende war der Ausgleich verdient, da beide versucht haben, das Spiel für sich zu entscheiden.

Wir hatten ein bescheidenes Pokalspiel uns vorgenommen, als Mannschaft aufzutreten und uns so zu präsentieren, dass wir stolz den Heimweg antreten können. Klar bin ich zufrieden, aber man darf nicht vergessen, dass wir auch Fehler gemacht haben.

Der größte Unterschied zwischen Bundesliga und zweiter Liga ist die Qualität der Spieler, da muss man 90 Minuten lang die taktische Disziplin wahren. Spiele wie heute  hatten wir letztes Jahr auch, die haben wir damals aber gewonnen – heute eben nicht, da die Eintracht eine hohe Qualität hatte

Uwe Neuhaus

Arminia hat das am Ende gut verteidigt, von daher ist es eine verdiente Punkteteilung.

Adi Hütter

SG Eintracht Frankfurt:
Trapp – Abraham (C), Hasebe, Hinteregger – da Costa (46. Zuber), Kohr (46. Barkok), Rode (76. Ilsanker), Kostic – Kamada (88. Chandler) – Dost, Silva.

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – de Medina (13. Brunner), Pieper, van der Hoorn, Lucoqui (73. Laursen) – Prietl, Hartel, Doan (73. Kunze) – Soukou (73. Gebauer), Klos (C), Cordova.

Tore:
0:1 (51.) Soukou, 1:1 (62.) Silva.

Gelbe Karten:
Dost, Barkok/de Medina, Brunner.

Zuschauer:
circa 6.500