DSC Arminia Bielefeld -

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Mo., 15.02.2021 20:30 Uhr

FC Bayern München
DSC Arminia Bielefeld

FC Bayern München3:3DSC Arminia Bielefeld

Abpfiff

0:1
9. Michel Vlap

0:2
37. Amos Pieper

41. Christian Gebauer für Ritsu Doan

1:2
48. Robert Lewandowski

1:3
49. Christian Gebauer

2:3
57. Corentin Tolisso

3:3
69. Alphonso Davies

78. Corentin Tolisso

80. Fabian Kunze

58. Joshua Kimmich für Bouna Sarr

62. Nils Seufert für Andreas Voglsammer

62. Sergio Córdova für Michel Vlap

89. Mike van der Hoorn für Fabian Klos

Tore

9. 0:1 Michel Vlap

37. 0:2 Amos Pieper

48. 1:2 Robert Lewandowski

49. 1:3 Christian Gebauer

57. 2:3 Corentin Tolisso

69. 3:3 Alphonso Davies

Karten

78. Corentin Tolisso

80. Fabian Kunze

Auswechselungen

41. Christian Gebauer
Ritsu Doan

58. Joshua Kimmich
Bouna Sarr

62. Nils Seufert
Andreas Voglsammer

62. Sergio Córdova
Michel Vlap

89. Mike van der Hoorn
Fabian Klos

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

Alles andere als ein Schnappschuss

Das Duell des Rekordmeisters mit dem DSC gab es bereits in der Hinrunde; mit 4:1 mussten die Arminen sich dabei geschlagen geben – immerhin: Ritsu Doan konnte Manuel Neuer überwinden. Eine Erinnerung, die in vielen Bildern festgehalten werden konnte. Vor gut 180 Jahren war die Sache mit den Fotos noch gar nicht so einfach – bis zwei Münchenern die Aufnahme ihres Lebens gelang.

Der französische Maler Louis Daguerre gilt als Pionier der Fotografie. Nach langem Tüfteln und Ausprobieren stellte er im Sommer 1839 die nach ihm benannte Daguerreotypie vor, welches das erste, vielseitig anwendbare Fotografie-Verfahren darstellte. Mit seiner Erfindung ist Daguerre allerdings nicht der alleinige Vorreiter: Bereits im Herbst 1838 schafften es die Münchener Wissenschaftler Carl August von Steinheil und Franz Ritter von Kobell, das erste Foto in Deutschland zu schießen. Das Motiv, wie könnte es in Bayerns Hauptstadt anders sein: Die Frauenkirche, das wohl bekannteste Wahrzeichen Münchens.

Ein wahrscheinlich genauso bekanntes Aushängeschild der Stadt stellt sicherlich der FC Bayern München dar. Der Rekordmeister präsentiert sich derzeit als gewohnt souverän, und konnte die jüngsten fünf Bundesliga-Partien gewinnen. Gegen Freiburg (2:1), Augsburg (1:0), Schalke (4:0), Hoffenheim (4:1) sowie Hertha BSC (1:0) wurde die rot-weiße Elf ihrer Favoritenrolle stets gerecht. Einen herben Rückschlag mussten die Bayern allerdings am 13. Januar verkraften, gegen Holstein Kiel schied man in der zweiten Runde des DFB-Pokals aus – das erste Mal seit 20 Jahren gelang dem Rekordmeister nicht der Einzug ins Achtelfinale.

In Sachen Bundesliga stehen die Münchener – neben der Tabelle – in einer Vielzahl von Ranglisten an der Spitze. Seien es die Torschüsse (335), Tore (58), Flanken aus dem Spiel (310) oder der Ballbesitz (im Schnitt 60%): Die Elf von Cheftrainer Hansi Flick rangiert auf Platz eins. Topscorer Robert Lewandowski erzielte nach 20 Spieltagen bereits 24 Treffer und brach damit schon jetzt sämtliche Rekorde.

Kein Rekord, dafür aber eine Premiere, gelang den beiden Münchener Wissenschaftlern, die damals die Frauenkirche vor die Linse bekamen – ganz ohne Linse! Zum Erfolg geführt hatte eine Plastikdose mit Loch, welches mit einem kleinen Stück Fotopapier versehen wurde. Dann galt es, das Konstrukt auf das Wunschmotiv zu richten und zu warten. Vor rund 180 Jahren kam dabei nach einigen Tagen eine nur etwa vier Zentimeter kleine, aber klar erkennbare Aufnahme der Frauenkirche heraus, welche heute im Deutschen Museum bestaunt werden kann.

Ob der DSC am kommenden Montag (15.02., 20:30 Uhr) dem Rekordmeister Paroli bieten und den ein oder anderen Punkt einfahren kann, steht noch in den Sternen. Eines ist jedoch gewiss: Die Partie werden wir alle dank zahlreicher Fotos in lebhafter Erinnerung behalten können.

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“Den Glauben an Punkte auf den Platz bringen”

Zum achten Mal tritt Uwe Neuhaus in seiner Trainerlaufbahn in der Allianz Arena an, zum ersten Mal heißt der Gegner dabei FC Bayern München. Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel beantwortete der Trainer die wichtigsten Fragen zum Topspiel beim Weltpokalsieger.

Wenn die Mannschaft am Montag um 20:30 Uhr zum Anstoß in der bayrischen Landeshauptstadt bereit steht, hat Uwe Neuhaus die Qual der Wahl bereits getroffen: Alle Akteure im DSC-Kader sind fit und einsatzbereit, es gilt ein glückliches Händchen zu beweisen. Wie gewohnt ließ sich unser Cheftrainer nicht in die Karten blicken, verriet aber so viel: “Unsere beiden Neuzugänge (Okugawa und Vlap, Anm. d. Red.) werden definitiv im Kader stehen.”

Uwe Neuhaus über…

…die hohe Belastung des FC Bayern in den vergangenen Tagen: “Dass sie im Moment viele Spiele haben, weiß jeder und ich habe schon oft gehört “wenn nicht jetzt, wann dann”; aber ich sage: Es ist egal, wer da bei Bayern spielt. Natürlich geben Müller oder Gnabry nochmal das eine besondere Prozentpunkt extra, aber die Favoritenrolle ist klar verteilt.”

…die Trainingsbedingungen in dieser Woche: “Anfang der Woche war es mit dem Training sehr schwierig, wir haben vor allem Kraft- und Athletiktraining gemacht. Zuletzt war ein Platz an der Friedrich-Hagemann-Straße aber wieder bespielbar. Vier Tage als Vorbereitung auf das Bundesliga-Spiel sollten genügen, das darf keine Ausrede für uns sein.”

…den Respekt der Mannschaft vor dem Weltpokalsieger: “Respekt, das Thema hatten wir bereits in der Hinserie. Es gehört auch zum Lernprozess, das aus den Köpfen zu bekommen und befreit aufzutreten. Dass man Bayern schlagen oder einen Punkt holen kann, weiß jeder. Es gilt den Glauben daran auf den Platz zu bekommen.”

Wie Uwe Neuhaus seine Mannschaft ausrichten möchte und was er vom FC Bayern erwartet, erfahrt im ganzen Video der Pressekonferenz:

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Unsere Partie gegen den Weltpokalsieger live verfolgen!

Hier zeigen wir euch die Möglichkeiten auf, wie ihr unser Spiel beim FC Bayern München hautnah verfolgen könnt!

  • Der Streamdienst DAZN zeigt das Spiel live. Nach der Partie könnt ihr die Höhepunkte des Spiels auch nochmal bei RTL Nitro sehen!
  • Radio Bielefeld (98,3) ist in Person von Ulrich Zwetz vor Ort und berichtet mehrmals live aus der SchücoArena. Auch auf Amazon könnt ihr die Partie live hören.
  • Das komplette Spiel wird wie immer vom vereinseigenen Livestream live aus der Allianz Arena übertragen. Die Reportage von Thorben Niermann vom Arminia Supporters Club (ASC) könnt ihr über die Homepage des ASC verfolgen.
  • “Liga Live” von WDR 2 (93,2) ist auch vor Ort und berichtet live aus der Allianz Arena

Was für ein Spiel!

Dass am Montagabend im Münchner Stadion sechs Tore fallen könnten, hatten viele Experten auf dem Zettel – aber garantiert nicht mit dieser Verteilung! Auf Grund einer sehr starken spielerischen und kämpferischen Leistung gewann der DSC Arminia Bielefeld zum Abschluss des 21. Spieltages mit dem 3:3 (2:0)-Unentschieden beim Sextuple-Sieger FC Bayern einen wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga.

Klub-Weltmeister, Champions League-Sieger, UEFA Super Cup-Sieger, Deutscher Meister, DFB-Pokalsieger und DFL-Supercup-Sieger: diese sechs Titel hatte der FCB innerhalb eines Kalenderjahres gewonnen – doch wenige Tage nach der triumphalen Rückkehr der Serientäter aus dem heißen Katar stellte unsere Mannschaft den Bayern ein Bein auf dem Weg zur x-ten Meisterschaft in Folge.

Michel Vlap (9.), Amos Pieper (37.) und Christian Gebauer (49.) trafen für unsere Farben zu den zwischenzeitlichen 2:0- und 3:1-Führung. Für alle drei waren es die Premieren-Treffer im DSC-Trikot und somit auch in der Bundesliga. Dass der Vorsprung trotz dieser ausgezeichneten Arminia-Leistung leider nicht zum nicht gänzlich unverdienten Sieg reichte, lag an der Qualität der Gastgeber und den Toren von Robert Lewandowski (48.), Corentin Tolisso (57.) und Alphonse Davies (70.).

Uwe Neuhaus hatte zwei personelle Änderungen in der Startformation vorgenommen: zum einen Neuzugang Michel Vlap (für Marcel Hartel), zum anderen Andreas Voglsammer (für Reinhold Yabo), der besondere „Neuzugang“. Der Linksaußen stand zum ersten Mal seit dem 31. Januar 2020 in der Arminia-Anfangself – damals beim 0:0 in Aue zog sich „Vogi“ einen folgenreichen Mittelfußbruch zu. Nach einigen Rückschlägen und bisher drei Bundesliga-Kurzeinsätzen stürmte der 29-Jährige links in der offensiven Dreierkette neben Vlap und Ritsu Doan. Dahinter agierten Manuel Prietl, erstmals wieder auf dem Platz nach überstandener Verletzung, mit Fabian Kunze auf der Doppelsechs.

Die Bayern hatten in ihrer Startelf auf Klub WM-Finaltorschütze Benjamin Pavard und Joshua Kimmich verzichtet; außerdem fehlten u.a. Thomas Müller (COVID-Erkrankung), Leon Goretzka und Serge Gnabry (beide verletzt).

Trotzdem – und wenig verwunderlich – begann der deutsche Titel-Nimmersatt die Partie selbstbewusst. Eric Maxim Choup-Motings erster Schuss aus 20 Metern war für Stefan Ortega Moreno bei immer stärker einsetzenden Schneefalls kein Problem (4.).

Das Weiß, was sich auf das bis kurz vor dem Anpfiff noch saftige Grün immer mehr legte, erschwerte beiden Teams das Aufbauspiel. Doch der DSC machte das Beste daraus – nämlich das 1:0! Nach einem Einwurf von Cedric Brunner landete die zunächst abgewehrte Kugel bei Manuel Prietl, der sie herrlich auf Michel Vlap durchsteckte – und der niederländische Neuzugang blieb eiskalt im Münchner Schneegestöber vor Manuel Neuer und traf zur Führung für unsere Elf (9.).

Nach 12 Minuten musste die Partie unterbrochen werden für den ersten Wechsel – der weiße Ball machte Platz für seine bunte Variante, zudem wurden mit Schneeschiebern die Platzlinien vom Schnee befreit. Nach drei Minuten Stillstand ging es weiter.

Und Arminia machte mutig und selbstbewusst weiter, kam in dieser Phase mit den Bedingungen deutlich besser zurecht als die Hausherren und kombinierte mit kurzen Pässen sicher und sehenswert aus der eigenen Hälfte heraus.

Die Gastgeber taten sich sehr schwer. Eine Flanke von Leroy Sane (22.), dessen Vater Souleymane in den 1990ern mit Uwe Neuhaus für Wattenscheid in der Bundesliga gespielt hatte, fischte Ortega Moreno ebenso problemlos wie einen flachen Fernschuss von Kingsley Coman (24.).

Der Schnee wurde weniger und die Münchner erhöhten den Druck. Sane drang über Außen in den DSC-Strafraum, aber Amos Pieper klärte in höchster Not (27.). Eine klare Torchance für den Titelhamster gab es in den ersten 30 Minuten jedoch nicht.

Erstmals gefährlich wurde es nach 32 Minuten, als Choupo-Moting, gut und fair bearbeitet vom bärenstarken Cedric Brunner, aus halblinker Position in Richtung Arminia-Fünfer stürmte, die Kugel aber nicht aufs Tor brachte. Kurz danach verpasste Sane nach einem Stellungsfehler in der DSC-Defensive aus wenigen Metern eine gute Gelegenheit (34.). Sekunden danach tauchte wieder der deutsche Nationalspieler, stark eingesetzt von Robert Lewandowski, frei vor Arminias Nummer 1 auf. Ortega Moreno parierte super per Fußabwehr – Sane stand aber sowieso im Abseits.

Und plötzlich rappelte es zum zweiten Mal im Bayern-Kasten! Eine Vlap-Ecke köpfte Amos Pieper zum 2:0 in die Maschen (37.)! Wahnsinn! Beim Torjubel schlug sich der Verteidiger etwas fassungslos die Arme vors Gesicht – damit hatte wohl kaum einer gerechnet…

Dicker Wermutstropfen für Arminia in der ersten Hälfte: Ritsu Doan musste nach 41 Minuten verletzt runter, für ihn kam Christian Gebauer. Nach fünfminütiger Nachspielzeit ging es mit der 2:0-Führung nach einer exzellenten Leistung unserer Mannschaft in die Kabinen.

In der Pause wurde der Platz komplett abgezogen und war damit wieder saftig grün. Und die Bayern waren wütend. Mit viel Tempo ging es Richtung DSC-Kasten. Nachdem Sane noch mit einem satten Flachschuss aus 16 Metern den Pfosten getroffen hatte, haute Lewandowski das Spielgerät wenige Sekunden später zum 1:2-Anschlusstreffer in die Maschen (48.).

Und Arminia? Antwortete sofort mit dem 3:1! Der kraftvolle Voglsammer (wie haben wir ihn vermisst!), herrlich von Prietl auf die Reise geschickt, setzte sich astrein gegen Bouna Sarr durch und passte perfekt in die Mitte, wo „Joker“ Gebauer aus kurzer Distanz den Ball über die Linie drückte (49.). Einfach nur genial!

Bayern machte weiter Druck und kam zum erneuten Anschluss. Sane konnte zu unbedrängt in den Arminia-Strafraum flanken, wo Tolisso zu ungedeckt aus wenigen Metern einköpfte – nur noch 2:3 (57.).

Und Arminia? Antwortete wieder mit einer guten Gelegenheit. Voglsammer düpierte den eingewechselten Joshua Kimmich auf dem linken Flügel, doch dessen Zuspiel auf Vlap erreichte den Niederländer nicht, weil dieser ausrutschte (58.). Schade!

München weiter im Vorwärtsgang – und Ortega Moreno boxte einen Coman-Schuss über die Latte (60.). Es war eine rassige Partie, mit der in dieser Form niemand gerechnet hatte.

Und dann die Riesenchance auf den vierten Treffer. Nach einer herausragenden Balleroberung von Manuel Prietel setzte Kunze den kurz zuvor eingetauschten Sergio Cordova in Szene, doch der allein vor Neuer auftauchende Angreifer trat dann über den Ball (65.).

So trieben die Bayern das Tempo weiter voran. Und kamen zum Ausgleich. Sane setzte sich rechts wieder durch, dessen Hereingabe klärte Arminia vor die Füße von Davies, der die Kugel aus 15 Metern zum 3:3-Ausgleich ins Netz schweißte – unhaltbar (70.).

Der DSC schwamm jetzt und Lewandowski hatte kurz danach sogar die Bayern-Führung auf dem Fuß, als er sich im Arminia-Strafraum gegen mehrere Gegenspieler durchsetzte und knapp vergab (71.).

Fast im direkten Gegenzug jubelte Arminia zum vierten Mal, nachdem Fabian Klos auf Cordova zurückgelegt hatte und dieser versenkte. Doch Klos soll zuvor im Abseits gestanden haben. Eine bittere Zentimeter-Entscheidung gegen den DSC durch den VAR (72.) – ob die auf der anderen Seite auch so ausgefallen wäre?

Es blieb ein außergewöhnliches Spiel dank Arminias famoser Leistung auf Augenhöhe mit dem Rekordmeister. In der Schlussphase wollten beide Mannschaften den Siegtreffer. Keinem gelang er mehr. Klos verhinderte nach einem Lewandowski-Kopfball kurz vor der Torlinie (86.) ein unglückliches Ende, das unsere Mannschaft wahrlich nicht verdient gehabt hätte. Vielmehr konnten alle Arminen stolz sein, wie sich der Deutsche Sportclub gegen das Münchner Multimillionen-Ensemble (829 Millionen Marktwert auf transfermarkt.de) präsentierte: stur, hartnäckig, kämpferisch. Und irgendwie richtig geil.

Stimmen zum Spiel

Das ist super! Wann immer du einen Punkt gegen Bayern München holen kannst, unterschreibst du das natürlich sofort. Als ich den Ball von Manuel Prietl vor dem 1:0 bekommen habe, wusste ich: Das Tor ist direkt hinter mir. Also habe ich mich einfach nur gedreht und abgezogen. Ich denke, wir können echt glücklich mit dem Punkt sein. Dass wir zweimal mit zwei Toren geführt haben, hat natürlich Lust auf mehr gemacht und wir wussten, da geht vielleicht was, aber es ist eben immer noch der FC Bayern München – die beste Mannschaft der Welt. Aber wir sind trotzdem sehr stolz! Ich habe eine gute Rolle im Team eingenommen und mag das System. Ich versuche immer, Tore zu machen und Vorlagen zu geben – dass es heute geklappt hat, ist natürlich toll. Das Spiel heute wird uns viel Selbstvertrauen für die kommenden Spiele geben, ich denke, dass ich gut schlafen werde.

Michel Vlap

Es war ein harter Kampf, wir haben alles reingeworfen und alles probiert. Man darf nicht vergessen, dass wir gegen die beste Mannschaft der Welt gespielt haben, zum Schluss haben wir es gut verteidigt und nicht viel zugelassen. Wir sind auf jeden Fall froh über den Punkt. Die Bedingungen der ersten Halbzeit kenne ich ja von zuhause, schließlich komme ich aus dem Tiroler Land und bin Schnee gewohnt – es war also fast ein Heimspiel (lacht). In der ersten Halbzeit haben wir wenige Fehler gemacht, die Ansage zur Pause war einfach, genauso weiter zu machen. Das Tor zu schießen war natürlich ein geiles, unbeschreibliches Gefühl, das dauert bestimmt noch zwei, drei Tage, bis ich das realisiert habe. Dieses Spiel gibt uns viel Selbstvertrauen. Ich wusste immer, dass wir in der Mannschaft sehr viel Qualität haben. Jetzt kommen andere, starke Gegner, aber auch auf diese werden wir uns gut einstellen und alles reinhauen, was geht.

Christian Gebauer

Wir haben uns von Anfang an vorgenommen, mutig zu spielen. Nicht nur nach dem Motto: ‘Wir haben ja sowieso nichts zu verlieren’, sondern, wie man es von uns auch aus dem vergangenen Jahr kannte. Zunächst haben wir es sehr, sehr gut gemacht, natürlich wollten wir es in der zweiten Halbzeit genauso machen – das haben wir uns in der Kabine vorgenommen. Die erste Viertelstunde nach Wiederanpfiff war dann etwas viel, aber wir wären verrückt, wenn wir uns über den einen Punkt nicht freuen würden. Wir hatten heute teilweise Stafetten drin, die wir schon lange nicht mehr hatten und da können wir absolut zufrieden sein. Dass ich das Tor mache – mein Erstes für Arminia – ist unglaublich, ein unbeschreibliches Gefühl. Wir müssen es schaffen, auch hinsichtlich der kommenden, großen Gegner die Ehrfurcht abzulegen, das ist uns heute schon gut gelungen. Auch gegen Top-Mannschaften ist etwas möglich, die Punkte können wir sehr gut gebrauchen.

Amos Pieper

Natürlich sind wir zufrieden mit dem Punkt. Der Spielverlauf war sehr positiv für uns. In der ersten Halbzeit hatten wir eine gute Ordnung und waren bemüht, Nadelstiche zu setzen. So haben wir zur Pause 2:0 geführt. Nach dem 2:1 haben wir die perfekte Antwort gefunden. Dann hat man schon die Hoffnung. Die Qualität der Bayern ist bekannt, sie haben dann nochmal einen Gang höher geschaltet. Wir haben alles getan, um es über die Zeit zu bringen, aber der Druck wurde immer größer.

Uwe Neuhaus

In der ersten Halbzeit kam einiges zusammen. Wir haben nicht gut verteidigt. Bielefeld hat es gut gemacht und aus zwei Chancen zwei Tore gemacht. Dazu kam, dass der Platz für unser Spiel nicht optimal war. Bielefeld hat gezeigt, dass sie Fußball spielen können. Das hat mir gut gefallen. Wir haben einige Spieler zu ersetzen, aber die Mentalität in der zweiten Halbzeit war sensationell. Es ist wichtig, den Glauben zu haben, dass man das Spiel nach 0:2 noch biegen kann. Nach der langen Reise und den Spielen so zurückzukommen, sehe ich sehr positiv. Unter dem Strich müssen und können wir mit dem Punkt zufrieden sein.

Hansi Flick (Cheftrainer FC Bayern München)

FC Bayern München:
Neuer (C) – Sarr (58. Kimmich), Süle, Hernandez, Davies – Alaba, Tolisso – Sané, Choupo-Moting, Coman – Lewandowski.

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Brunner, Pieper, Nilsson, Laursen – Kunze, Prietl – Doan (41. Gebauer), Vlap (62. Córdova), Voglsammer (62. Seufert) – Klos (C) (89. van der Hoorn).

Tore:
0:1 (9.) Vlap, 0:2 (37.) Pieper, 1:2 (48.) Lewandowski, 1:3 (49.) Gebauer, 2:3 (57.) Tolisso, 3:3 (69.) Davies.

Gelbe Karten:
Tolisso/Kunze