FC St. Pauli – DSC Arminia Bielefeld | DSC Arminia Bielefeld
 

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So., 06.05.2018 15:30 Uhr

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St. Pauli im Abstiegskampf

Obwohl der FC St. Pauli am Wochenende durch einen 3:0-Heimsieg gegen die Kleeblätter aus Fürth die “magische” 40 Punkte-Marke geknackt hat, müssen die Kiez-Kicker weiter um den Klassenerhalt bangen.

Zurzeit befinden sich die Hamburger auf Platz 13 der Tabelle mit zwei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz (Greuther Fürth) und drei Punkten Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz (SV Darmstadt, Platz 17). Mit Bielefeld (Platz vier) und Duisburg (Platz sieben) könnte das Restprogramm der Mannschaft von Markus Kauczinksi jedoch durchaus leichter sein. Der 48-jährige übernahm die Mannschaft im Dezember des vergangenen Jahres, ausgerechnet nach der 0:5-Hinspielpleite in der SchücoArena. Eben in diesem Hinspiel konnte die Mannschaft von Jeff Saibene eine ihrer besten Saisonleistungen abrufen und dadurch das Spiel so deutlich gewinnen. Nach einem vielversprechenden Amtsantritt Kauczinskis, mit vier Siegen aus acht Spielen, folgte zuletzt jedoch eine Phase mit sieben sieglosen Spielen in Folge (drei Unentschieden & vier Niederlagen). Mit dem 3:0-Heimsieg am vergangenen Spieltag gegen den direkten Abstiegskonkurrenten Greuther Fürth konnte dieser Negativlauf beendet werden.

Das Problem der Kiez-Kicker ist in dieser Saison vor allem die harmlose Offensive. Mit nur 34 Treffern stellen sie zusammen mit Greuther Fürth die schlechteste Offensive der zweiten Liga. Auch einen Spieler, der durch besonderes viele Tore auffällt, sucht man im Kader des FC St. Pauli vergeblich. Aktuell teilen sich sechs Spieler mit jeweils vier Treffern die vereinsinterne Torjägerkrone. Zudem werden gegen die Ostwestfalen mit Cenk Tosun und Sami Allagui zwei Offensivakteure rotgesperrt fehlen. Außerdem fallen mit Marc Hornschuh (Bandscheibenvorfall), Clemens Schoppenhauer (Schulterverletzung), Christopher Buchtmann (Muskelfaserriss) und Riyo Miyaichi (Kreuzbandriss) vier weitere Akteure verletzungsbedingt aus.

Das der Abstiegskampf in der zweiten Liga in dieser Saison wohl erst am letzten Spieltag entschieden wird, weiß auch Markus Kauczinski und gibt dementsprechend die Marschroute für die letzten beiden Spiele vor: “Wir lassen uns nicht auf Rechnereien ein, denn wir haben noch zwei Spiele, in denen wir es in der eigenen Hand haben. Es geht so lange, wie es geht. Und so lange geben wir Vollgas.”

Mit “riesiger Vorfreude” nach St. Pauli

Vor dem letzten Auswärtsspiel der Saison am Sonntag in St. Pauli trafen sich Cheftrainer Jeff Saibene und Rekordtorschütze Fabian Klos mit den Bielefelder Pressevertretern.

Am vorletzten Spieltag wird Arminia weiterhin auf die drei verletzten Nils Quaschner (Reha nach Knie-OP), Brian Behrend (Innenbandriss) und Julian Börner (Faserriss in der Wade) verzichten müssen. Der zuletzt gelbgesperrte Florian Dick wird jedoch wieder zur Verfügung stehen.

Die Ostwestfalen konnten durch den 3:2-Heimsieg gegen Kaiserslautern auf Platz vier der Tabelle springen. Durch den Sieg der Kieler in Ingolstadt sind die Hoffnungen auf den dritten Platz (fünf Punkte Rückstand) nur noch sehr gering. Jeff Saibene blickt dieser Situation aber entspannt entgegen: “Wir als Mannschaft und Trainerteam genießen unsere Situation zum Ende der Saison und wissen es sehr zu schätzen, nicht mehr zittern zu müssen. Kiel hat in Düsseldorf eine schwere Aufgabe, da ich davon ausgehe, dass die Fortuna zu Hause Meister werden will, aber wir müssen erstmal unsere Aufgabe erfüllen.” Auch Stürmer Fabian Klos freut sich über die komfortable Ausgangssituation vor dem Saisonfinale: “Vor einem Jahr standen wir kurz vor dem Abgrund, deshalb ist Platz vier natürlich überragend. Die Saison ist so oder so überragend. Da lasse ich mir nichts kaputt reden, egal, wie es ausgeht.” Ein Motivationsproblem in der Mannschaft sieht er nicht: “Für so ein Spiel gegen St. Pauli müssen wir keinen motivieren, die Vorfreude ist riesig. Das sind Spiele, auf die man sich die ganze Saison freut. Es gibt doch nichts schöneres als vor 30.000 Zuschauern gegen einen Gegner, der gewinnen muss, gemeinsam als Mannschaft zu bestehen. Es wird also nicht passieren, dass wir das Spiel zu locker angehen.”

Arminia Trainer Saibene erwartet einen Gegner, der “alles reinwerfen” wird und der wahrscheinlich “über den Kampf” ins Spiel finden möchte. “Sie haben sich eingeschworen, für sie geht es natürlich noch richtig um was. Das hat man gegen Fürth gesehen, da hatte der Gegner keinen Stich.” Dass es für die Kiez-Kicker tatsächlich um sehr wichtige Punkte geht, zeigt ein Blick auf die Tabelle: “Nur” drei Punkte trennen sie vom direkten Abstiegsplatz. Der Bielefelder Trainer unterstreicht jedoch, dass seine Mannschaft vorbereitet ins Spiel gehen wird: “Wir sind absolut gut vorbereitet und werden den Kampf annehmen.”

Personell ließ Jeff Saibene schon durchblicken, dass es zur Zeit wenig Gründe gibt etwas zu verändern. Demnach scheint lediglich die Rechtsverteidigerposition durch die Rückkehr von Florian Dick noch offen: “Can Özkan hat es aus meiner Sicht gut gemacht musste dann aber leider aufgrund von Wadenproblemen ausgewechselt werden. Patrick Weihrauch hat es danach auch gut gemacht, aber natürlich wissen wir auch, was wir an Florian Dick haben”, ließ der DSC-Trainer sich noch alle Optionen für Sonntag offen.

Weitere Aussagen von Saibene und Fabian Klos gibt es auch im Arminia-Podcast bei Radio Bielefeld.

Auf ArminiaClubTV äußert sich zudem u.a. Co-Trainer Carsten Rump zum kommenden Spiel:

Berichterstattung St. Pauli – DSC

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen den FC St. Pauli.

Wer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Sonntag um 15:30 Uhr das Spiel gegen den FC St. Pauli live im Millerntor-Stadion zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus dem Millerntor-Stadion.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, “Alle Spiele, alle Tore”, nach Spielende (Sonntag)
  • Sky Sport News, “Die 2. Bundesliga”, 19:30 bis 21:15 Uhr (Sonntag)
  • Sport1, “Die 2. Bundesliga”, 19:30 bis 21:15 Uhr (Sonntag)
  • RTL Nitro, “100 % Bundesliga”, 22:15 bis 00:10 Uhr (Montag)

Arminia unterliegt am Millerntor

In einem kampfbetonten Spiel im Millerntor-Stadion hat Arminia deutlich mehr Spielanteile, nach 90 Minuten setzt sich der FC St. Pauli jedoch mit 1:0 (1:0) durch.

Cheftrainer Jeff Saibene veränderte seine Startelf im Vergleich zum Heimsieg gegen den 1. FC Kaiserslautern auf einer Position: Der gegen Kaiserslautern gelbgesperrte Florian Dick ersetzte rechts hinten in der Viererkette Can Özkan. Die Gastgeber starteten fulminant und hatten bereits in der ersten Minute durch einen Fernschuss die erste Gelegenheit, doch Torhüter Stefan Ortega Moreno war zur Stelle. Auch die zweite Szene des Spiels gehörte den Hamburgern: Nach einem Fehlpass von Ortega Moreno konnte Stephan Salger seinen Gegenspieler nur noch mit einem Foul stoppen – doch der Freistoß von Neudecker aus aussichtsreicher Position ging deutlich über das Tor. Schon zu diesem Zeitpunkt merkte man den abstiegsbedrohten Kiez-Kickern an, dass sie sich viel vorgenommen hatten. Danach fand der DSC nun besser ins Spiel und ließ den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen, vorerst jedoch ohne nennenswerte Torraumszenen. Auch St. Pauli gelang es in der Folge kaum noch gefährliche Aktionen nach vorne zu starten.

In der 26. Minute der erste gefährlichere Abschluss der Ostwestfalen. Konstantin Kerschbaumer spielte schön in den Strafraum zu Andreas Voglsammer, der Linksschuss des Stürmers konnte jedoch gerade noch von Christopher Avevor geblockt werden. Die Antwort der Gastgeber ließ nicht lange auf sich warten. In der 27. Minute setzte sich Diamantakos stark auf links durch und spielte einmal quer durch den Bielefelder Strafraum zu Kalla, dessen Schuss rechts am Tor vorbei ging. In der 37. Minute dann die bis dahin beste Chance des Spiels: Nach einem Eckball von Richard Neudecker kam Christopher Avevor zum Kopfball, doch wieder war Stefan Ortega Moreno da und fing den Ball sicher. Das 1:0 für St. Pauli fiel dann in der 39. Spielminute: Yiyoung Park setzte sich links im Strafraum schön durch und schob den Ball in die kurze Ecke zur Führung. Im direkten Gegenangriff kamVoglsammer im Strafraum der Gastgeber zu Fall, der Schiedsrichter ließ aber weiterspielen – eine diskussionswürdige Entscheidung. Danach kam es zu keinen weiteren gefährlichen Szenen auf beiden Seiten und so ging es mit einem 0:1 aus Sicht der Arminen in die Halbzeit.

Beide Mannschaften kamen ohne personelle Veränderungen aus der Kabine. Arminia hatte weiterhin deutlich mehr Spielanteile, kam aber zunächst nicht zu gefährlichen Chancen. In der 58. Minute wechselte Jeff Saibene dann doppelt: Konstantin Kerschbaumer und Roberto Massimo verließen das Feld und wurden durch Christoph Hemlein und Patrick Weihrauch ersetzt. Nach einer Ecke von Tom Schütz dann der erste nennenswerte Abschluss der Ostwestfalen in Halbzeit zwei. Der Kopfball von Henri Weigelt ging jedoch über das Tor von Robin Himmelmann. Insgesamt fehlte aber auf beiden Seiten die letzte Konsequenz im Angriff, weshalb es zu wenig gefährlichen Szenen vor den Toren kam. Dies änderte sich in der 70. Minute: Nach einem schönen langen Ball von Henri Weigelt, legte Fabian Klos klug auf Sturmpartner Andreas Voglsammer ab, dessen Flachschuss vom Torwart St. Paulis per Fuß abgewehrt werden konnte. In der 74. Minute dann der nächste Abschluss des DSC. Nach einer Ungenauigkeit im Aufbauspiel der Hamburger zog Manuel Prietl aus der zweiten Reihe ab – sein Schuss verfehlte das Tor nur knapp.

Die erste gefährliche Aktion der Gastgeber im zweiten Durchgang ließ bis zur 75. Minute auf sich warten. Der Norwerger Möller Daehli setzte sich im Bielefelder Strafraum gegen Stephan Salger durch, sein Schuss war allerdings leichte Beute für Ortega Moreno. Zehn Minuten vor Schluss warf der Bielefelder Trainer dann alles nach vorne und brachte Geburtstagskind Sören Brandy für Florian Dick. Der Rest des Spiels ist jedoch schnell erzählt: Arminia warf nochmal alles nach vorne, während sich die Kiez-Kicker tief in die eigene Hälfte zurückzogen. Diesen Abwehrriegel zu knacken gelang der Saibene-Elf nicht, wodurch sie sich im letzten Auswärtsspiel der Saison mit 0:1 geschlagen geben musste. Der FC St. Pauli machte durch diesen Sieg den Klassenerhalt perfekt.

Stimmen zum Spiel

Der einzige Unterschied zwischen beiden Mannschaften war heute das Tor zum 1:0. Für St. Pauli ging es heute um alles, aber wir haben dagegen gehalten. Leider fehlten uns aber die klaren Torchancen. Die Niederlage war etwas unglücklich, dennoch haben wir eine gute Saison gespielt. Die Pfiffe gegen mich haben mich angespornt. Es macht einfach Spaß hier bei so einer Atmosphäre zu spielen.

Florian Hartherz

Wir haben uns heute vor allem im Vergleich zu den letzten Spielen schwer getan Torchancen zu erspielen. Es war eher ein Unentschieden-Spiel, aber St. Pauli hatte diesen einen goldenen Moment. Trotzdem ist der vierte Platz immer noch sensationell für uns und den wollen wir nächste Woche natürlich verteidigen. Jeder Armine kann stolz darauf sein, was wir diese Saison geleistet haben.

Fabian Klos

St. Pauli hat viel mit langen Bällen agiert und dann gut auf die zweiten Bälle spekuliert. Wir haben nie aufgegeben, aber wir waren auch nicht klar und zwingend vor dem Tor. An so Tagen wie heute brauchst du auch mal Glück, aber das hatten wir heute nicht. Wir sind jetzt enttäuscht, aber am letzten Spieltag gegen Sandhausen wollen wir die Saison vernünftig beenden.

Tom Schütz

St. Pauli hat um das Überleben gekämpft und ist der verdiente Sieger. Wir waren offensiv zu ungefährlich und haben unsere wenigen Chancen nicht genutzt. Wir sollten aber nicht zu enttäuscht sein, wir spielen eine super Saison und wollen am letzten Spieltag den vierten Platz klar machen.

Manuel Prietl

Gratulation an den FC St. Pauli. Wir kennen diese Momente der Erleichterung. Durch die beiden Siege haben sie es verdient die Klasse zu halten. Wir haben heute kein gutes Spiel gezeigt. Zwar hatten wir viel Ballbesitz, aber haben zu viele Fehlpässe gespielt und waren zu ungefährlich vorne drin. Unser großes Ziel ist es jetzt zu Hause mit unseren Fans, bei möglichst vollem Haus, den vierten Platz zu verteidigen – das wäre sensationell.

Jeff Saibene

Es war eine lange und harte Saison, die wir jetzt gut zum Ende gebracht haben. Es gab viele Widrigkeiten, viele Verletzte und auch viele Versäumnisse unsererseits, dennoch haben wir es geschafft – die beiden Heimspiele waren ausschlaggebend. Heute wussten wir, dass Arminia gut am Ball ist und haben auf die Umschaltmomente gewartet. Wir mussten viel verteidigen und hatten auch etwas Glück bei der Chance von Voglsammer. Ab der 85. Minute hatte ich aber ein sehr gutes Gefühl, da wir kaum noch Räume gegeben haben. Jetzt herrscht einfach bei uns allen eine große Erleichterung. Am Ende waren viele Kleinigkeiten ausschlaggebend.

Markus Kauczinski

FC St. Pauli:
Himmelmann – Koglin (85. Zehir), Sobiech, Avevor, Dudziak – Park, Flum – Kalla (68. Sobota), Möller Daehli, Neudecker – Diamantakos (90. Bouhaddouz).

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Dick (80. Brandy), Weigelt, Salger, Hartherz – Massimo (58. Hemlein), Prietl, Schütz, Kerschbaumer (58. Weihrauch) – Voglsammer, Klos.

Tor:
1:0 (39.) Park.

Gelbe Karten:
-/Salger

Zuschauer:
29.546