DSC Arminia Bielefeld -

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Sa., 21.12.2019 13:00 Uhr

FC St. Pauli
DSC Arminia Bielefeld

FC St. Pauli3:0DSC Arminia Bielefeld

Abpfiff

1:0
3. Henk Veerman

2:0
25. Henk Veerman

3:0
54. Viktor Gyökeres

60. Luca Zander

51. Philipp Ziereis für Daniel Buballa

62. Cebio Soukou für Jonathan Clauss

62. Reinhold Yabo für Joan Simun Edmundsson

65. Johannes Flum für Christopher Buchtmann

82. Alex Perez für Marcel Hartel

86. Boris Tashchy für Henk Veerman

Tore

3. 1:0 Henk Veerman

25. 2:0 Henk Veerman

54. 3:0 Viktor Gyökeres

Karten

60. Luca Zander

Auswechselungen

51. Philipp Ziereis
Daniel Buballa

62. Cebio Soukou
Jonathan Clauss

62. Reinhold Yabo
Joan Simun Edmundsson

65. Johannes Flum
Christopher Buchtmann

82. Alex Perez
Marcel Hartel

86. Boris Tashchy
Henk Veerman

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

Da ist Musik drin

Der FC St. Pauli spielt als einer der wenigen Vereine der 1. und 2. Bundesliga vor jedem Heimspiel die Hymne des Gastvereins ab. Seit den 1990er-Jahren ist dieser Willkommensgruß an die Gästefans im Millerntor-Stadion üblich. Am zwölften Spieltag der laufenden Saison unterlief den Kiezkickern jedoch ein Malheur. Anstelle des Karlsuher Songs “KSC Olé Olé” lief die Vereinshymne aus Kaiserlautern – “Der FCK ist wieder da”. Wollen wir hoffen, dass der FCSP am Samstag (Anstoß 13 Uhr) die richtige Platte raussucht.

Der FC St. Pauli wurde vor kurzem in einer Umfrage der TU Braunschweig zum drittbeliebtesten Fußballverein Deutschlands gewählt. Anders als in der Studie spielen die Hamburger derzeit aber nicht gerade die erste Geige der 2. Bundesliga. Nach der Hinrunde finden sich die Braun-Weißen mit 18 Punkten auf Platz 15 wieder. Ein Grund, warum der FCSP im Moment nicht im Konzert der oberen Tabellenhälfte mitspielt, sind die vielen Verletzungen, die Trainer Jos Luhukay verkraften muss. Insgesamt elf Spieler des Kaders können derzeit nicht eingesetzt werden. Unter ihnen auch Leistungsträger wie Kapitän Christopher Avevor (Wadenbeinbruch) oder Innenverteidiger James Lawrence (Knieprobleme).

Dafür wieder im Mannschaftstraining ist Torjäger Dimitrios Diamantakos, der mit sechs Treffern die vereinsinterne Rangliste anführt. Er fiel in den letzten vier Partien mit einem Muskelfaserriss aus. Auf den Spuren des Top-Torjägers ist Viktor Gyökeres. Der 21-jährige Schwede ist bis zum Ende der Saison vom englischen Erstligisten Brighton & Hove Albion an die Braun-Weißen ausgeliehen. St. Paulis Mann mit der Nummer neun sorgte am letzten Spieltag beim 3:1-Heimsieg gegen Wehen Wiesbaden für zwei Treffer und bereitete das dritte Tor von Henk Veerman vor – nach acht sieglosen Spielen in Folge konnten die Kiezkicker somit wieder drei Punkte einfahren.

An den Taktgeber und besten Vorlagengeber der Paulianer, Mats Möller Daehli, reichen Györkeres Vorlagenkünste allerdings noch nicht heran. Insgesamt siebenmal konnte der flinke Norweger bereits einen Treffer auflegen. Ob der 24-jährige seine Stärken auch gegen Arminia ausspielen kann, steht noch nicht fest – Möller Daehli laboriert derzeit an Sprunggelenksproblemen.

Einen alten Bekannten treffen die Arminen dieses Mal nicht auf, sondern neben dem Platz. Matthias “Matze” Hain, Keeper in Arminias 111 Jahre-Elf, ist Torwart-Trainer der Kicker aus dem Hamburger Stadtteil. Seine Augen werden besonders auf Schützling Robin Himmelmann gerichtet sein. Der 30-Jährige spielte dieses Saison zweimal zu Null. Bei dem Vorhaben, ein drittes Mal seinen Kasten sauber zu halten, wird Himmelmann große Unterstützung von den Rängen des ausverkauften Millerntor-Stadions erfahren. Doch auch der Arminia-Block ist mit 2.800 DSC-Fans bis auf den letzten Platz voll. Egal, wie das Spiel also ausgeht: Da ist Musik drin!

Auf ArminiaClubTV haben wir Uwe Neuhaus ins DSC-Verhör geschickt:

 

 

Jahresabschluss in der geteilten Stadt

Aldo Pedro Poy – dieser Name sagt wahrscheinlich nur wenigen Fußballkennern etwas. Der Brasilianer sorgte vor genau 48 Jahren am 19.12.1971 für ein Tor, das in die Geschichte eingehen sollte. Im Halbfinale um die argentinische Meisterschaft erzielte er per Flugkopfball das entscheidende Tor für seinen Club “Rosario Central” im Stadtderby gegen “CA Newell’s Old Boys”. Dieses Tor muss Poy seitdem jedes Jahr aufs Neue nachstellen, um die Fans seines Vereins zufrieden zu stellen. Also wird der Brasilianer auch am Tag der Pressekonferenz vor dem Spiel des DSC beim FC St. Pauli (Samstag 21. Dezember, 13 Uhr) irgendwo durch die Luft fliegen, um sein Kopfballtor erneut nachzustellen.

Die argentinische Stadt Rosario hat 1,3 Millionen Einwohner. Diese unterstützen entweder die “CA Newell’s Old Boys” oder “Rosario Central”. Ähnlich verhält es sich in Hamburg. Die 1,8 Millionen-Einwohner-Stadt teilt sich ebenfalls in zwei Lager – zum einen in das Lager der Anhänger des Hamburger SV und zum anderen in das St. Pauli-Lager. Mit letzteren lautstarken Unterstützern bekommt es der DSC am Samstag zu tun. “St. Pauli hat ein sehr stimmungsvolles Stadion. Manchmal reicht eine Aktion, um das Stadion zum Kochen zu bringen”, so DSC-Trainer Uwe Neuhaus. Auch Mittelfeldspieler Jóan Símun Edmundsson erwartet eine “spezielle Atmosphäre”.

Anders als die Anhänger von Rosario Central am 19. Dezember, wissen die Arminen nicht, was sie bei den Kiezkickern erwartet: “Es ist ganz schwer vorherzusagen. Auf der einen Seite hat St. Pauli eine gute Heimbilanz, auf der anderen Seite haben sie viele Spieler eingesetzt, da sie von Verletzungen geplagt sind. Zudem spielen sie auch unterschiedliche Systeme”, fasste der Cheftrainer seine Einschätzung zusammen. Der 60-Jährige weiter: “Wir müssen versuchen, auf jede Frage eine Antwort zu finden. Der FCSP wird sich aber nicht zwangsläufig zurückziehen, sondern sein Heil auch im hohen Pressing suchen. Dennoch glaube ich, dass sie Respekt vor uns haben.”

Dass nicht der anstehende Weihnachtsurlaub, sondern ausschließlich das kommende Pflichtspiel im Fokus steht, machte Uwe Neuhaus mehr als deutlich deutlich: “Der Kopf ist entscheidend im letzten Spiel des Jahres. Wir müssen alle Urlaubsgedanken außen vor lassen, um die 90 Minuten so konzentriert angehen zu können, wie es nur geht.” Edmundsson stimmte seinem Trainer dabei zu: “Es ist zwar langweilig, aber wir reden nur über das nächste Spiel. Die Partie wird schwer – so wie jede andere in dieser Liga.”

Welche elf Spieler am Samstag für den DSC auf dem Rasen stehen werden, ließ Neuhaus wie üblich nicht durchblicken. Definitiv nicht im Kader stehen Anderson Lucoqui (Unterleibsverletzung), Brian Behrendt (Aufbautraining) und Nils Quaschner (Reha nach Knie-OP).

Die ganze Pressekonferenz vor dem Spiel gibt’s auf ArminiaClubTV:

 

Berichterstattung FC St. Pauli – DSC

Jahresabschluss in Hamburg, am Samstag geht’s für uns zum FC St. Pauli. Innerhalb kürzester Zeit waren die Tickets für unseren Auswärtsblock vergriffen, wir freuen uns auf einen tollen Support! Ihr seid nicht im Millerntor-Stadion, wollt die Partie gegen  den FCSP aber trotzdem verfolgen? Kein Problem, wie wäre es mit folgenden Alternativen?

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus dem Millerntor-Stadion.
  • Sky zeigt das Spiel live.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie am Hamburger Heiligengeistfeld:

  • Sportschau, ARD, Samstag ab 18:00 Uhr
  • Die Highlights der Partie werden ca. eine Stunde nach Schlusspfiff auf DAZN verfügbar sein.
  • RTL Nitro, “100 % Bundesliga”, Montag, 22:15 bis 00:00 Uhr

Fantastisches 2019 endet mit 0:3

Am Ende eines für den DSC Arminia Bielefeld herausragenden Jahres 2019 kassierte die Mannschaft von Cheftrainer Uwe Neuhaus mit dem 0:3 (0:2) beim FC St. Pauli die zweite Saisonniederlage. Trotzdem geht der DSC mit einer fantastischen Ausbeute von 34 Punkten als Tabellenführer der 2. Bundesliga in das neue Jahr.

Am Ende eines für den DSC Arminia Bielefeld herausragenden Jahres 2019 kassierte die Mannschaft von Cheftrainer Uwe Neuhaus mit dem 0:3 (0:2) beim FC St. Pauli die zweite Saisonniederlage. Trotzdem geht der DSC mit einer fantastischen Ausbeute von 34 Punkten als Tabellenführer der 2. Bundesliga in das neue Jahr.

Die Hausherren schockten den DSC Arminia früh: eine Ecke landete auf dem Kopf des baumlangen Henk Veermann (2,01 m), der aus sieben Metern zum 1:0 (3.) traf.

Fast im Gegenzug fiel der Ausgleich, doch nach einer herrlichen Hereingabe von Florian Hartherz traf Fabian Klos aus wenigen Metern die Kugel nicht richtig (5.). Sie trudelte am Pfosten knapp vorbei. Auch ein Vorstoß von Jonathan Clauss in den Hamburger Strafraum begann vielversprechend, dann legte sich der Franzose den Ball aber zu weit vor und Paulis Torwart Robin Himmelmann war zur Stelle (8.).

St. Pauli machte weiter viel Dampf und kam mit dem zweiten gefährlichen Angriff direkt zum 2:0. Schneller Angriff über links, scharfe Flanke an den Fünfer, wo Riese Veermann früher am Ball war und ihn in die Maschen haute (25.).

Die Arminia-Moral war aber nicht gebrochen. In der Folge war es fast Einbahnstraßen-Fußball in Richtung Hamburger Tor. Doch wie schon in Heidenheim (0:0) fehlten Präzision und die nötige Portion Glück beim Abschluss. Andreas Voglsammer (32.), Marcel Hartel (34.), Hartherz und Clauss (beide 37.) trafen trotz guter Gelegenheiten leider nicht.

Das dickste Ding zum Anschlusstor zu einem psychologisch guten Zeitpunkt verpasste der DSC Arminia in der 43. Minute: Voglsammer hatte Edmundsson fantastisch in Szene gesetzt. Der Färinger stand frei vor Keeper Himmelmann und schoss – aber nicht ins Tor, sondern den in der Mitte blank postierten Klos nahezu ab. Das Spielgerät flog von des Käpt’ns rechten Schienbeins über das leere Tor und die Hausherren gingen mit dem mittlerweile glücklichen 2:0-Vorsprung in die Kabine.

Nach dem Seitentausch blieb die Arminia-Aufholjagd wie im ersten Spiel des Jahres 2019 – 4:3 nach 1:3 zur Pause in Dresden – leider aus. Das lag zum einen am anhaltenden Schusspech in mehreren Szenen, zum anderen an den leidenschaftlichen und frischer wirkenden Gastgebern, die gleich die erste Chance des zweiten Durchgangs gnadenlos nutzten.

Außenstürmer Ryo Miyaichi durfte viel zu leicht in den Rücken der DSC-Abwehr passen, dort donnerte Viktor Gyökeres die Kugel humorlos zum 3:0 und somit zur Vorentscheidung ins Netz (54.).

Der Rest war schnell erzählt. Arminia versuchte zwar alles, blieb aber weiter glücklos. Die großen Chancen von Klos (58.) und am Ende von Voglsammer (88./Pfosten) waren symptomatisch für einen gebrauchten Arminia-Tag, an dem der DSC zwar ein Torschussverhältnis von 21:9 zu verzeichnen hatte. Aber die Hausherren fuhren auf Grund der Effektivität einen verdienten Sieg ein.

 

 

Stimmen zum Spiel

Die Chancen, die wir vor allen Dingen im ersten Abschnitt hatten, haben wir heute nicht konsequent genutzt. So gehst du dann mit einem 0:2-Rückstand in die Pause. In der Halbzeit haben wir uns nochmal viel vorgenommen, da hat uns der dritte Treffer natürlich weh getan. Wir sind heute schwer in die Zweikämpfe gekommen und das Pauli-Tor war auch wie zugenagelt. Wir lassen uns das tolle Fußballjahr durch die Niederlage nicht vermiesen und geben im neuen Jahr wieder Gas.

Andreas Voglsammer

Wir haben das Spiel zu Beginn nicht so angenommen, wie es sich gehört, haben entscheidende Zweikämpfe verloren, sodass St. Pauli zwei Treffer erzielen konnte. Ich hatte nie das Gefühl, dass wir die Partie nicht noch drehen könnten, aber der Ball wollte heute nicht rein. Solche Spiele gibt es, wir haken das ab und greifen 2020 wieder an.

Manuel Prietl

Wir haben heute als gesamte Mannschaft ein paar Dinge nicht gut gemacht. Wir konnten Veerman in der Luft nicht wirklich bearbeiten und die zweiten Bälle haben wir auch nicht geholt – kein Vorwurf an Niemanden, wir hatten alle Luft nach oben. Klar ärgern wir uns über die Niederlage, aber die Welt ist nicht untergegangen. Das habe ich ihr auch nach dem Spiel gesagt. 2019 lassen wir uns nicht schlechtreden – wir hatten ein tolles Jahr.

Fabian Klos

St. Pauli hat heute verdient gewonnen. Heute lief für sie von Beginn an vieles in die richtige Richtung, wir liefen dementsprechend früh der Partie hinterher und konnten unser Spiel nicht durchbringen. Nach dem 2:0 haben wir versucht, das Spiel zu drehen, aber es sollte nicht wirklich sein – symptomatisch ist da wohl der Pfostenschuss von Voglsammer kurz vor Schluss. Glückwunsch an den FCSP. Wir lassen uns ein herausragendes Jahr durch diese Niederlage nicht kaputtmachen.

Uwe Neuhaus

Wir sind sehr froh und ich glaube, dass wir das Spiel heute verdient gewonnen haben. Das erste Tor hat es uns leicht gemacht, da hat Henk Veerman Stürmerqualitäten bewiesen. Nach den guten zwanzig Minuten zu Beginn, hatten wir bis zur Pause Probleme. Bielefeld hatte noch zwei, drei gute Momente, aber insgesamt haben wir heute stark im Kollektiv gearbeitet. Wir waren effektiv und haben es gut gemacht.

Jos Luhukay

FC St. Pauli:
Himmelmann – Zander, Östigard, Buballa (51. Ziereis), Ohlsson – Becker – Miyaichi, Sobota, Buchtmann (65. Flum), Gyökeres – Veerman (86. Taschchy).

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Hartherz, Nilsson, Pieper, Brunner – Hartel (82. Perez), Prietl, Edmundsson (62. Yabo) – Voglsammer, Klos, Clauss (62. Soukou).

Tore:
1:0 (3.), Veerman; 2:0 (25.), Veerman; 3:0 (53.) Gyökeres.

Gelbe Karten:
Zander/-

Zuschauer:
29.546 (ausverkauft)