DSC Arminia Bielefeld -

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So., 24.05.2020 13:30 Uhr

Hamburger SV
DSC Arminia Bielefeld

Hamburger SV0:0DSC Arminia Bielefeld

Abpfiff

42. Joel Pohjanpalo

86. Sven Schipplock

60. Lukas Hinterseer für Joel Pohjanpalo

60. David Kinsombi für Jeremy Dudziak

65. Andreas Voglsammer für Cebio Soukou

65. Jonathan Clauss für Reinhold Yabo

73. Sven Schipplock für Fabian Kunze

76. Bakery Jatta für Martin Harnik

Karten

42. Joel Pohjanpalo

86. Sven Schipplock

Auswechselungen

60. Lukas Hinterseer
Joel Pohjanpalo

60. David Kinsombi
Jeremy Dudziak

65. Andreas Voglsammer
Cebio Soukou

65. Jonathan Clauss
Reinhold Yabo

73. Sven Schipplock
Fabian Kunze

76. Bakery Jatta
Martin Harnik

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

Spitzenspiel im Norden

Schon mal etwas vom “blauen Peter” gehört? Das Flaggensignal für Schiffe besteht aus einer Raute, welches in der Hamburger Handelsschifffahrt verwendet wird. Das Signal steht für “Alle Mann an Bord” und dient als Pate des Logos des Hamburger SV. Das Emblem unseres kommenden Gegners ist seit Gründung des Vereins im Jahre 1887 fast unverändert – einzig die Breite der Quadrate in der Mitte des Logos variierte in der Vergangenheit. Unverändert bleibt aber natürlich die spieltägliche Gegnervorschau!

Am Sonntag gastiert der DSC Arminia Bielefeld beim Tabellenzweiten Hamburger SV (24. Mai, 13:30 Uhr). Es ist nicht nur das Duell zwischen zwei befreundeter Vereine, sondern vor allen Dingen das Spitzenspiel der zweiten Bundesliga. Dies war es auch schon – wenn man die Spieltage als Ausganspunkt nimmt – 216 Tage zuvor.

Am 21. Oktober des Vorjahres empfing der DSC den HSV vor ausverkaufter SchücoArena – in einem rassigen Montagabendspiel trennten sich die Beiden 1:1-Unentschieden. Hatte Hinterseer in der ersten Halbzeit für eine nicht unverdiente HSV-Führung gesorgt, konnte Fabian Klos mit einem wuchtigen Kopfballtor nach Ecke für sein Team einen wichtigen Punkt mitnehmen. Damals thronte der Hamburger SV an der Tabellenspitze. Mittlerweile hat der DSC die Tabellenführung übernommen und möchte – ähnlich wie der HSV im Hinspiel – den Verfolger zumindest auf Abstand halten.

Adrian Fein, der beim HSV im Mittelfeld die Fäden zieht, richtete vor den vereinseigenen Medien unmittelbar nach dem 2:2-Unentschieden bei der SpVgg Greuther Fürth am vergangenen Spieltag den Blick wieder nach vorne: “Wir sind jetzt Zweiter und jagen Bielefeld.” Der Sechser ärgerte sich wie sein gesamtes Team über den späten Gegentreffer von Fürths Havard Nielsens, konnte sich aber ähnlich wie Arminia glücklich schätzen, dass die Verfolger aus Stuttgart und Heidenheim die Last-Minute-Gegentreffer Arminias und des HSV nicht nutzen konnten.

Der blaue Peter, der am Anfang des Textes bereits beschrieben wurde, steht für “Alle Mann an Bord” – DSC-Trainer Uwe Neuhaus stehen tatsächlich nahezu alle Kaderspieler für das Gipfeltreffen im Volksparkstadion zur Verfügung. Lediglich Cedric Brunner (5. gelbe Karte) sowie die verletzten Joan Simun Edmundsson und Sebastian Müller fallen aus. Gleichzeitig bedeutet die Flagge, dass ein Schiff innerhalb der nächsten 24 Stunden auslaufen will und dient als Signal für die gesamte Crew, sich an Bord einzutreffen. Mal schauen, welche Mannschaft besser in See sticht.

“Volle Kraft voraus Richtung Hamburg”

Es gibt in der Schifffahrt das relativ bekanntes Kommando: “Volle Kraft voraus!” Eben jenes Motto wählte DSC-Cheftrainer Uwe Neuhaus auf der virtuellen Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel beim Hamburger SV (Sonntag, 13:30 Uhr).

Bevor sich Uwe Neuhaus, der am Sonntag sein 300. Zweitligaspiel als Trainer an der Seitenlinie absolvieren wird, dem Spitzenspiel beim HSV widmete, ging er im Gespräch mit den Journalisten noch kurz auf die Partie gegen den VfL Osnabrück (1:1) ein. Mit Anpfiff des ersten Spiels nach der langen Pause habe sich sein Team “schwer getan, vors gegnerische Tor zu kommen”, wobei man nicht vergessen dürfe, dass “Osnabrück es gut gemacht hat”. Da seine Mannschaft zudem keine Testspiele im Vorfeld gehabt habe, sei es ein wenig so gewesen, als hätte man “im Trüben gefischt”.

Anschließend widmete sich der 60-Jährige aber der anstehenden Aufgabe beim Tabellenzweiten, dem HSV, und wählte dabei die bereits oben erwähnten Worte: “Volle Kraft voraus Richtung Hamburg”. Ob Offensivkraft Andreas Voglsammer, der am vergangenen Sonntag sein Comeback nach überstandener Verletzungspause feierte, am Sonntag im Volksparkstadion zur Startelf gehören wird, ließ Neuhaus offen: “In einigen Situation fehlt ihm noch die absolute Sicherheit, aber er ist ziemlich nah dran an der Startelf.” Den Gegner, der derzeit auf Tabellenplatz zwei steht, schätzt der Fußballlehrer als erfahren und als ein Team ein, dass ähnlich wie der DSC “über den Ballbesitz” komme und technisch versiert sei. Diese Einschätzung teilte auch Mittelfeldspieler Nils Seufert: “Der HSV hat eine enorme Qualität und viele gute Einzelspieler.”

Obwohl Neuhaus um die Stärke des Gegners weiß, betonte er, dass er gemeinsam mit der Mannschaft all die Kraft in das investieren wolle, was er zusammen mit ihr vorhabe: “Meine Gedanken beschäftigen sich nur um die Aufgaben mit der Mannschaft, mit den Trainingseinheiten und mit den Einzelgesprächen. So bekomme ich ein Gefühl dafür, was gerade wichtig ist.” Schenkt man den Worten von Nils Seufert Glauben, dann scheint es, als würde das Trainerteam die richtigen Maßnahmen getroffen haben: “Wir sind gut vorbereitet und haben gute Chancen, dort etwas mitzunehmen.”

Apropos mitnehmen – das hat der DSC in dieser Spielzeit in Form von Punkten bisher auswärts ganz gut getan: “Wir haben auswärts viel richtig gemacht, sonst wäre diese Serie nicht zustande gekommen. Klar hoffen wir, dass wir das bis zum Ende der Serie so durchziehen können,” so Uwe Neuhaus, der in Hamburg nahezu alle Mann an Bord haben wird. Lediglich Cedric Brunner (5. Gelbe Karte) sowie Jóan Simun Edmundsson und Sebastian Müller (beide verletzt) werden die Reise nach Hamburg nicht antreten.

Die gesamte Pressekonferenz könnt ihr euch auf ArminiaClubTV wie gewohnt im Re-Live anschauen:

Wo und wie kann ich das Spitzenspiel gegen den HSV verfolgen?

  • SKY überträgt das Spiel live aus der SchücoArena – ihr könnt euch das Spiel als Einzeloption buchen (kostenpflichtig) oder die berühmte Sky-Konferenz mit den anderen Zweitligapartien (Anpfiff: 13:30 Uhr) gratis auf SkySportNewsHD anschauen!
  • Im “Arminia-Sportclub”, welches wir live aus unserem MAFA senden, bieten wir zusammen mit Nils Quaschner einen interessanten Vorbericht mit vielen schwarz-weiß-blauen Themen an
  • Wir werden das Spiel  im Volksparkstadion 90 Minuten lang im Fanradio kommentieren und anschließend das Duell zusammen mit “Quaschi” noch kurz analysieren. Das Fanradio läuft unmittelbar im Anschluss an den Sportclub auf unserem Youtube-Kanal (ArminiaClubTV)

Punktgewinn beim HSV, 0:0!

In einem intensiven Spiel trennen sich der Hamburger SV und der DSC Arminia Bielefeld 0:0. Die Neuhaus-Elf hält seinen ärgsten Verfolger somit auf Abstand.

Es zeichnete sich früh ab, dass der HSV dieses Spiel unbedingt gewinnen wollte. Nach gut sieben Minuten lief Joel Pohjanpalo nach einem Fehler im Spielaufbau frei auf den Bielefelder Kasten zu, doch Stefan Ortega Moreno lenkte den Ball mit seinem Fuß stark neben den Pfosten.

Die Hamburger hatten im ersten Abschnitt deutlich mehr Ballbesitz als die Gäste, konnten sich aber nicht wirklich zwingend vors Tor kombinieren. Dies lag auch an dem unbändigen Willen Arminias, gegen eine sehr spielstarke Hamburger Mannschaft alles zu verteidigen.

Die beste Gelegenheit zur DSC-Führung hatte in der 29. Minute Fabian Klos. Der Kapitän kam nach Zuspiel Soukous knapp zehn Meter vor dem Tor zum Abschluss, doch traf den Ball dabei nicht richtig, sodass Heuer Fernandes die Kugel sicher aufnehmen konnte.

In der zweiten Abschnitt ließ der HSV immer wieder seine spielerische Klasse auflitzen, doch die DSC-Defensive ließ bis auf Chancen von Kittel (46.), Pohjanpalo (48.) und Leibold (67. Kopfball an den Pfosten) recht wenig zu. Die größe Gelegenheit auf den “Lucky Punch” hatte Fabian Klos in der 81. Minute als er eine Hereingabe des eingewechselten Sven Schipplock mit dem Rücken zum Tor annahm, sich kurz drehte und Heuer Fernandes zu einer Parade zwang.

 

 

Stimmen zum Spiel

Das war ein hartes Stück Arbeit. Wir können uns in gewisser Weise glücklich schätzen, hier einen Punkt mitgenommen zu haben, aber auch wir hatten unsere Nadelstiche. Nicht zu verlieren, war ein Ziel, daher sind wir zufrieden. DerHSV hatte einige Hochkaräter, bei denen wir auch in Rückstand hätten geraten können. Wir haben alles reingeworfen und versucht, unsere Fans zuhause zufrieden zu stellen. Den Vorsprung haben wir behalten!

Andreas Voglsammer

Das war ein sehr schwieriges Spiel. Der HSV war über 90 Minuten das bessere Team und hatte auch ein Chancenplus. Wir hatten das Quäntchen Glück auf unserer Seite und nehmen den Punkt gerne mit. Man sieht, dass wir souverän durch die Saison gehen und es uns zugutekommt, Selbstvertrauen und erfahrene Spieler in den eigenen Reihen zu haben. Für uns war das ein Punktgewinn heute.

Sven Schipplock

Mit dem Ergebnis sind wir zufrieden. Wir können viel besser Fußball spielen. Der HSV hatte die klareren und auch die Mehrzahl an Chancen. Wir mussten mehrmals im Spiel die Ordnung verändern, weil Hamburg im Aufbau sehr sicher war und uns vor Probleme gestellt hat. Durch die Einwechslung Schipplocks haben wir höher gestanden. Unser Ziel war es, hier zu bestehen, das haben wir geschafft. Das war heute Auswärtspunkt Nr. 29 und damit ein guter und wichtiger Schritt für die letzten sieben Spiele. Patrick Weihrauch hat seine Sache hervorragend gemacht, natürlich noch nicht die Körner für 90 Minuten, um alle Wege mitzugehen. Es gibt Punkte, die sind mehr als ein Punkt wert. Das habe ich schon damals beim 0:0 in Aue gesagt und heute wiegt er wohl auch nochmal etwas mehr. Wir haben es in der eigenen Hand, das ist sehr wichtig.

Uwe Neuhaus

Hamburger SV:
Heuer Fernandes – Vagnoman, Letschert, van Drongelen, Leibold – Dudziak (60. Kinsombi), Fein, Hunt (C) – Harnik (76. Jatta), Pohjanpalo (60. Hinterseer), Kittel.

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Weihrauch, Pieper, Nilsson, Hartherz – Kunze (73. Schipplock), Prietl – Soukou (65. Voglsammer), Hartel, Yabo (65. Clauss) – Klos (C).

Gelbe Karten:
Pohjanpalo/Schipplock