DSC Arminia Bielefeld -

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Sa., 14.09.2019 13:00 Uhr

Hannover 96
DSC Arminia Bielefeld

Hannover 960:2DSC Arminia Bielefeld

Abpfiff

0:1
32. Fabian Klos

41. Joakim Nilsson

44. Waldemar Anton

0:2
64. Andreas Voglsammer

63. Felipe

77. Dennis Aogo

80. Waldemar Anton

85. Genki Haraguchi

61. Marvin Ducksch für Edgar Prib

65. Emil Hansson für Florent Muslija

67. Tom Schütz für Cebio Soukou

79. Genki Haraguchi für Dennis Aogo

81. Stephan Salger für Andreas Voglsammer

90. Keanu Staude für Fabian Klos

Tore

32. 0:1 Fabian Klos

64. 0:2 Andreas Voglsammer

Karten

41. Joakim Nilsson

44. Waldemar Anton

63. Felipe

77. Dennis Aogo

80. Waldemar Anton

85. Genki Haraguchi

Auswechselungen

61. Marvin Ducksch
Edgar Prib

65. Emil Hansson
Florent Muslija

67. Tom Schütz
Cebio Soukou

79. Genki Haraguchi
Dennis Aogo

81. Stephan Salger
Andreas Voglsammer

90. Keanu Staude
Fabian Klos

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

Hannover, die Zweite

Ein Drehbuch ist für jeden Film die Grundlage. Es enthält die Handlung, die Dialoge und den dramaturgischen Spannungsbogen einer Geschichte. Dabei kann es unterschiedlich lang und ausführlich sein. Hannover 96 will seinerseits die Federführung über das eigene Drehbuch behalten und gegen den DSC Arminia Bielefeld am Samstag, 14. September (13:00 Uhr), an der eigenen Erfolgsstory arbeiten.

Doch der erste Akt des Bundesligaabsteigers verlief mit fünf Zählern aus den ersten fünf Zweitliga-Partien denkbar ungünstig. Gegen Jahn Regensburg und die SpVgg Greuther Fürth mussten sich die 96er im heimischen “Lichtspielhaus”, genannt HDI Arena, jeweils mit einem 1:1-Unentschieden begnügen. Aus den bisherigen drei Vorstellungen in der Fremde konnte nur ein Sieg eingefahren werden (3:0 beim SV Wehen Wiesbaden). Beim VfB Stuttgart (1:2) und dem Hamburger SV (0:3) gab es für die Niedersachsen hingegen nichts Zählbares mitzunehmen. Hinzu kommt, dass der spannende DFB-Pokal für das Team von Cheftrainer Mirko Slomka durch eine 0:2-Niederlage beim Karlsruher SC in der ersten Runde quasi schon nach dem Trailer beendet wurde.

Am Storyboard der 96er sitzen seit dieser Saison Slomka und Jan Schlaudraff als neuer Sportdirektor und bilden zusammen die sportlichen Drehbuchautoren der “Roten”. Beide kennen sich bestens: Schlaudraff, der seine fußballerische Karriere in Hannover 2015 beendete, war unter Slomka von 2010 bis 2013 Leistungsträger und absolvierte unter keinem anderen Trainer in seiner Karriere mehr Pflichtspiele.

Das Duo sah kurz vor dem Ende der Transferperiode Handlungsbedarf, um der Hannoverschen Dramaturgie Einhalt zu gebieten. Sie verpflichteten die zuvor vertragslosen Spieler Dennis Aogo und Marc Stendera für jeweils ein Jahr. Damit konnten die Wechsel von Ihlas Bebou (TSG Hoffenheim), Walace (Udinese Calcio) und Niclas Füllkrug (Werder Bremen) ein Stück weit kompensiert werden. Immerhin waren die drei Abgänge zusammen an knapp der Hälfte der insgesamt 31 Tore vergangene Saison direkt oder indirekt beteiligt. Sowohl Aogo als auch Stendera könnten gegen den DSC auf ihren ersten Pflichtspieleinsatz im Trikot der Niedersachsen hoffen und einen Wendepunkt für ihren neuen Arbeitgeber einleiten.

Seine Premiere im Dress der 96er feierte Ron-Robert Zieler bereits 2010. Da er aber vor dieser Spielzeit beim VfB Stuttgart zwei Jahre unter Vertrag war, gilt auch Zieler als Neuzugang. Der Torhüter war bis 2016 für die “Roten” aktiv und spielte zusammen mit Jan Schlaudraff unter Mirko Slomka auf der europäischen Bühne. Nun arbeitet das ehemalige internationale Trio am Drehbuch für den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga. Bleibt abzuwarten welche Rolle der DSC Arminia in dieser Handlung einnehmen wird.

“Jo” Clauss musste vor #H96DSC auf ArminiaClubTV ins DSC-Verhör:

Die weisen Worte Ovids

“Was ohne Ruhepausen geschieht, ist nicht von Dauer.” Das wusste nicht nur der antike römische Dichter Ovid (43 v. Chr. – 17 n. Chr.), sondern auch DSC-Cheftrainer Uwe Neuhaus, der seiner Mannschaft über die Länderspielphase ein paar freie Tage gönnte. Aber eben auch nur ein paar.

“Die Jungs hatten zwei Tage frei, denn es tut gut, auch mal Abstand zu gewinnen, um dann mit frischen Kräften zielgerichtet und intensiv zu arbeiten”, so Neuhaus: “Wir haben die Zeit gut genutzt. Es hatten alle ihre Möglichkeit, beim 2:0-Testspielsieg gegen PEC Zwolle Spielpraxis zu sammeln.”

Seit ein paar Tagen gelte der Fokus jedoch einzig und allein dem kommenden Gegner, Hannover 96: “Trotz der Tabellenkonstellation bleiben die 96er ein Aufstiegskandidat”, betonte der Übungsleiter. DSC-Verteidiger Stephan Salger blickt mit seinen über 200 Arminia-Pflichtspielen mit Vorfreude auf das Duell gegen die Niedersachsen voraus und bezog sich dabei auch auf das eigene Team: “Für mich ist es aktuell die spielstärkste DSC-Mannschaft, in der ich gespielt habe.”

Was den DSC in der HDI Arena erwarten wird, sei durch die Länderspielpause und den beiden 96er Last-Minute-Neuzugängen Dennis Aogo und Marc Stendera schwer vorherzusagen. Klar hingegen sei, dass das Team “von Anfang an hellwach und präsent sein” (Neuhaus) müsse. “Es sollte für uns ein Ansporn sein, darauf reagieren zu können, was Hannover uns anbietet”, sagte Neuhaus mit Blick auf die Partie und forderte von seinem Team, den “eigenen Stärken zu vertrauen”.

Die Fahrt in die niedersächsische Landeshauptstadt nicht mitantreten können die Langzeitverletzten Sven Schipplock, Nils Quaschner sowie Brian Behrendt. Mit dabei sein werden hingegen rund 5.000 DSC-Fans. “Wir freuen uns sehr über die Unterstützung”, sagte Salger. Auch Uwe Neuhaus zeigte sich hocherfreut über den Zuspruch, den seine Mannschaft am Samstag (13:00 Uhr) in Hannover von Tausenden Bielefeldern auf der Tribüne erfahren wird: “Das ist doch das, was wir Fußballer uns wünschen.”

Bleibt zum Schluss noch der Hinweis auf ein anderes Zitat des Eingangs erwähnten Ovid. Dieser sagte einst: “Von nichts kommt nichts.” Gut, dass das DSC-Trainerteam um Neuhaus seiner Mannschaft eben nur ein paar freie Tage gönnte – schließlich möchte der DSC nach dem Spiel beim Bundesligaabsteiger gerne weiter ungeschlagen bleiben.

Auf ArminiaClubTV haben wir die gesamte PK vor #H96DSC für euch:

Berichterstattung Hannover 96 – DSC

Am Samstag fahren wir mit über 4.000 Bielefeldern in die niedersächsische Hauptstadt. Dort treffen wir um 13:00 Uhr auf unsere Freunde von Hannover 96. Hier findet ihr einen kleinen Überblick zur Berichterstattung der Partie gegen die “Roten”.

Ihr schafft es also leider nicht, Arminia vor Ort zu unterstützen? Kein Problem, wir können euch an dieser Stelle folgenden Alternativen ans schwarz-weiß-blaue Herz legen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus der SchücoArena.
  • Sky zeigt das Spiel live.
  • Die Highlights der Partie werden ca. eine Stunde nach Schlusspfiff auf DAZN verfügbar sein.
  • Auf Amazon könnt ihr die Partie live hören!

 

Arminia mit der passenden Songauswahl

“Zeit, dass sich was dreht” – diesen Song von Herbert Grönemeyer zur Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland hatte 96-Coach Mirko Slomka als Motto genommen, um gegen den DSC die Wende einzuleiten. Doch die Bielefelder legten vor über 5.000 mitgereisten Arminia-Fans eine andere Platte auf: “Sekundenglück”. Wobei dieses Glücksgefühl nach dem überzeugenden 2:0-Auswärtssieg bei Hannover 96 auch gerne noch ein paar Tage andauern darf.

Die Freunde Hannover 96 und Arminia Bielefeld hatten sich anscheinend doch zu lange nicht mehr gesehen. Deshalb dauerte die Abtastphase beider Teams länger als üblich. Das kam DSC-Neuzugang und Pflichtspieldebütanten Aléx Pérez entgegen, um sich in seinem ersten Einsatz zu akklimatisieren. Es dauerte bis zur 25. Minute, ehe es erstmals hektisch wurde. Einen vielversprechenden Arminia-Konter konnte Cebio Soukou nicht vergolden. Der 26-Jährige dribbelte sich vor dem Strafraum in eine aussichtsreiche Abschlussposition, blieb dann aber an einem Verteidiger hängen.

Die Neuhaus-Elf hatte aber nun den Gefallen am Weg zum gegnerischen Tor gefunden. Der agile Soukou konnte am Strafraumeck nur mit einem Foul gestoppt werden. Den fälligen Freistoß brachte Marcel Hartel von rechts auf den langen Pfosten, wo sich Fabian Klos gegen Jannes-Kilian Horn stark durchsetzte und das Leder in das lange Eck einnickte – 1:0 (32.)! Das Tor widmete die gesamte Mannschaft Co-Trainer Peter Németh, der seinen 47. Geburtstag feierte.  Oder um es mit Grönemeyers Zeilen aus dem Lied Sekundenglück zu sagen: “Der Tag ist alles außer gewöhnlich.” Und dieser Satz passte auch zum Verlauf der zweiten Halbzeit.

Dort nämlich machten die “Blauen” genau da weiter, wo sie aufgehört hatten. Andreas Voglsammer setzte sich mit einer Drehung stark gegen zwei Verteidiger durch und spielte den Ball von links in den Sechzehner, wo Klos zum Abschluss bereit stand. 96-Verteidiger Felipe, der deutlich zu spät kam, brachte Klos zu Fall – klare Sache: Elfmeter! Den fälligen Strafstoß brachte Voglsammer ganz cool im linken Eck zur 2:0-Führung (64.) unter! Unterstützt vom überragenden Bielefelder Publikum feierte die Mannschaft den Treffer ausgelassen. Grönemeyer findet in seinem Lied dafür die passenden Worte: “Du denkst, dein Herz schwappt dir über.” Und das tat es auch aus Sicht der Bielefelder fast. Der Grund? Der DSC kontrollierte mit der 2:0-Führung im Rücken das Geschehen auf dem Rasen und ließ den 96ern in der restlichen Spielzeit keine weiteren Möglichkeiten. Ab der 80. Minute spielten die Hannoveraner zudem noch in Unterzahl. Waldemar Anton sah nach einem Foul an Klos die Gelb-Rote Karte (82.).

Als Schiedsrichter Patrick Ittrich das Spiel abpfiff, dauerte es nicht lange, bis die gesamte DSC-Mannschaft vor der pickepackevollen schwarz-weiß-blauen Kurve stand und sich für den tollen Auftritt feiern ließ. 2018 erschienen, heißt es im Song Grönemeyers: “Es sind die einzigartigen Tausendstel-Momente. Das ist, was man Sekundenglück nennt.” Diese Glücksgefühle durchströmten die mitgereisten Fans sowie die Mannschaft. Die nächste Chance auf Glücksgefühle/Sekundenglück hat der DSC am kommenden Samstag (13:00 Uhr) beim Auswärtsspiel in Wiesbaden.

Stimmen zum Spiel

Wir haben insgesamt wenig zugelassen und hatten das Spiel über 90 Minuten unter Kontrolle. Der Elfmeter war dann eine kleine Vorentscheidung für das Spiel, welches wir weiter dominiert haben. Jetzt fahren wir nach Wiesbaden und wollen auch dort wieder alles geben und die drei Punkte holen.

Andreas Voglsammer

Wir haben das Spiel kontrolliert und das, was wir uns für das Duell vorgenommen hatten, auch spielerisch super umgesetzt. Wir wollen Fußball spielen, den Ball laufen lassen und den Gegner dominieren. Wir haben jetzt noch drei Spiele bis zur nächsten Pause und wollen das Maximum aus diesen Partien holen.

Florian Hartherz

Es war ein schöner Nachmittag heute. Es gibt Momente, da muss man nicht viel sagen, sondern sich nach dem Spiel vor die Kurve stellen und einfach nur genießen. Wir haben heute viel investiert, bedingungslos verteidigt und vorne eine Mehrzahl an gute Aktionen – daher ist der Sieg für mich mehr als verdient.

Fabian Klos

Zu Beginn hatten wir noch ein paar Probleme, kamen dann aber immer besser ins Spiel. Das 1:0 hat uns in die Karten gespielt und uns Sicherheit gegeben. Im zweiten Durchgang haben wir das Spiel kontrolliert und wenig anbrennen lassen. Ein insgesamt verdienter Sieg.

Uwe Neuhaus

Ich hatte schon vor dem Spiel vor einem sehr schweren Gegner gewarnt. Die ersten 20 Minuten waren wir überlegen, haben aber die nötige Effektivität vermissen lassen. Arminia hat sich den Sieg klar verdient.

 

Mirko Slomka

Hannover 96:
Zieler – Korb, Franke, Felipe, Horn – Aogo (79. Haraguchi) – Teuchert, Anton, Prib (61. Ducksch), Muslija (65. Hansson) – Weydandt.

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Clauss, Pérez, Nilsson, Hartherz – Edmundsson, Prietl, Hartel – Soukou (66. Schütz), Klos (90. Staude), Voglsammer (81. Salger).

Tore:
0:1 (32.) Klos, 0:2 (64./Foulelfmeter) Voglsammer.

Gelbe Karten:
Felipe, Aogo, Haraguchi/Nilsson.

Gelb-Rote Karte:
Anton (80.)

Zuschauer:
37.200