DSC Arminia Bielefeld -

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Sa., 30.05.2020 13:00 Uhr

Holstein Kiel
DSC Arminia Bielefeld

Holstein Kiel1:2DSC Arminia Bielefeld

Abpfiff

0:1
23. Jonathan Clauss

41. Manuel Prietl

Fabian Reese für David Atanga

1:1
51. Alexander Mühling

1:2
90.+2 Sven Schipplock

64. Jonas Meffert

90.+3 Sven Schipplock

73. Andreas Voglsammer für Cebio Soukou

74. Reinhold Yabo für Jonathan Clauss

74. Finn Porath für Jae-Sung Lee

83. Sven Schipplock für Nils Seufert

83. Lion Lauberbach für Emmanuel Iyoha

83. Aleksandar Ignjovski für Alexander Mühling

90. Dominik Schmidt für Jonas Meffert

90.+4 Fabian Kunze für Marcel Hartel

Tore

23. 0:1 Jonathan Clauss

51. 1:1 Alexander Mühling

90.+2 1:2 Sven Schipplock

Karten

41. Manuel Prietl

64. Jonas Meffert

90.+3 Sven Schipplock

Auswechselungen

Fabian Reese
David Atanga

73. Andreas Voglsammer
Cebio Soukou

74. Reinhold Yabo
Jonathan Clauss

74. Finn Porath
Jae-Sung Lee

83. Sven Schipplock
Nils Seufert

83. Lion Lauberbach
Emmanuel Iyoha

83. Aleksandar Ignjovski
Alexander Mühling

90. Dominik Schmidt
Jonas Meffert

90.+4 Fabian Kunze
Marcel Hartel

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

“Komm ich jetzt im Fernsehen?”

Die Wochenschau, die von 1996 bis 2002 viele Zuschauer im deutschen Fernsehen begeisterte, war für ihre Sketchs und Parodien bekannt – in ihr wirkte auch der Bielefelder Ingolf Lück mit. Jener Lück nahm in der Fernsehserie u.a. die Rolle des Frührentners Herbert Görgens ein, der am Ende seines Auftritts immerzu fragte: “Komm ich jetzt im Fernsehen?” Ein Satz, der sich bei den vielen Zuschauern großer Beliebtheit erfreute und nebenbei einen hohen Wiedererkennungswert hatte. Was diese Geschichte mit unserem kommenden Gegner, der KSV Holstein, zu tun hat? Er kam damals “im Fernsehen”. Am 26. Oktober 1957 wurde erstmals ein Fußballspiel live im TV übertragen – es war die Partie zwischen Altona 93 und der KSV Holstein.

Im Fernsehen, genauer gesagt auf SKY, lief unter der Woche auch die Auswärtspartie der “Störche” beim VfL Bochum. Während der DSC coronabedingt in der englischen Woche spielfrei hatte, musste die Werner-Elf “an der Castroper” ran. Im ersten Abschnitt war Kiel die etwas bessere Mannschaft, konnte seine Überlegenheit aber nicht in Tore ummünzen. Nach der Pause übernahm der gastgebende VfL das Kommando und gewann auch dank seiner Effizienz mit 2:1 – KSV-Abwehrspieler Jonas Meffert gelang 15 Minuten vor Schluss lediglich der Anschlusstreffer.

Wenige Tage zuvor hatten die Kieler im heimischen Holstein-Stadion für eine kleine Überraschung gesorgt und den VfB Stuttgart in einer interessanten Partie mit 3:2 besiegt. Dass die KSV sich mit Spitzenteams ganz gut auskennt, beweist ein Blick auf die Statistik: Mit dem Tabellenführer aus Bielefeld trifft die KSV zum neunten Mal in ihrer Zweitligahistorie auf einen Spitzenreiter – lediglich eines dieser Heimspiele verlor Kiel, bei drei Siegen und vier Unentschieden. Der DSC um Cheftrainer Uwe Neuhaus dürfte also gewarnt sein.

Auch, weil die Kieler eine solide Saison spielen und dabei – ähnlich wie die Spitzenteams der Liga – sehr viel Wert auf eigenen Ballbesitz legen. So steht die Mannschaft von Trainer Ole Werner nach 28 Spielen auf Platz drei dieser Statistik mit insgesamt 18.099 Ballaktionen. Dieser Wert wird lediglich vom VfB Stuttgart (20.664 Aktionen) sowie dem HSV (18.578 Aktionen) getoppt. Der DSC liegt – mit einem Spiel weniger als die KSV – auf Platz vier (18.078 Aktionen).

Stefan Ortega Moreno beschrieb die Spielweise der Störche in der jüngsten Arminia-Podcastfolge wie folgt: “Der Kieler Trainer lässt einen sehr erfrischenden Fußball spielen. Das ist eine der wenigen Mannschaften, die ich mir gerne anschaue, weil sie einfach guten Fußball spielen. Sie sind ähnlich wie wir gestrickt und haben gute Kicker.”

Das Spiel an der Förde wird – genauso wie das eingangs erwähnte Spiel vom 26.  Oktober des Jahres 1957 – selbstverständlich auch im Fernsehen übertragen. Live zu sehen ist die Partie auf SKY. Mal schauen, welches Team am Samstag gegen 14:50 Uhr in die Röhre guckt.

“Kiels Spielsystem ist nicht auf den Gegner zugeschnitten”

Am Samstag steht für den DSC die Auswärtspartie bei der KSV Holstein an. Im Vorfeld der Partie trafen sich Cheftrainer Uwe Neuhaus und Offensivspieler Andreas Voglsammer auf der virtuellen Pressekonferenz mit den Medienvertretern.

Bevor die beiden Akteure auf die interessante Aufgabe im hohen Norden (Samstag, 13:00 Uhr) eingingen, blickten sie nochmal kurz auf die Auswärtspartie beim Hamburger SV (0:0) zurück: “In Hamburg haben wir mitunter in einer Art 6er-Kette gestanden, das war nicht optimal. Wir wollen unsere Abstände immer einhalten – das war auch Thema in den vielen Gesprächen, die wir in dieser Woche geführt haben. Der HSV ist eine Top-Mannschaft, die uns vor Probleme gestellt hat”, so Trainer Uwe Neuhaus, dessen Meinung auch der wiedergenesene Andreas Voglsammer vertrat: “Uns war bewusst, dass wir hätten verlieren können. Von daher sind wir schon mit einem kleinen Grinsen nach Hause gefahren. Dennoch müssen und wollen wir auch wieder besseren Fußball spielen – dann ist es auch egal, was die anderen machen.”

Mit den “anderen” dürfte Arminias Nummer 21 in erster Linie wohl die Verfolger vom HSV und VfB Stuttgart meinen, die am Donnerstagabend im direkten Duell aufeinander treffen. Mit großer Sicherheit werden auch die DSC-Akteure das Spiel in Stuttgart verfolgen, letztlich, und das stellte Neuhaus deutlich klar,  konzentriere er sich zusammen mit dem Team aber auf Dinge, “die wir beeinflussen können”.

Auf die Spielweise des kommenden Gegners hat der DSC Arminia Bielefeld keinen Einfluss, denn laut Neuhaus spiele Kiel immer mit einem Spielsystem ,dass “nicht auf den Gegner zugeschnitten” sei: “Holstein ist eine richtig gute Mannschaft – die Spiele nach der coronabedingten Pause waren beeindruckend. Sie besitzen enormes Tempo auf den Außen und sind in exzellenter Verfassung”, so der Arminia-Trainer weiter, der ein Spiel zwischen zwei offensiv ausgerichteter Mannschaften erwartet.

Dass sich seine Mannschaft in den jüngsten beiden Partien gegen Osnabrück (1:1) und Hamburg (0:0) in der Offensive etwas schwer tat und wenig Chancen erspielen konnte, sei ihm nicht entgangen, dennoch sei er guter Dinge, dass das Offensivpotenzial seiner Mannschaft demnächst wieder zum Vorschein komme.

Cedric Brunner, der in Hamburg aufgrund einer Gelbsperre fehlte, werde gegen die KSV Holstein “definitiv wieder in die Mannschaft kommen”, das sei “klar”, so Neuhaus, der sich bei der Besetzung der Außenpositionen aber nicht in die Karten gucken ließ. Dem erfahrenen Übungsleiter, der im Dezember 2018 in Kiel übrigens sein Debüt als Arminia-Coach feierte, stehen für die Aufgabe bei den Störchen bis auf die weiterhin verletzten Jóan Símun Edmundsson und Sebastian Müller alle Akteure zur Verfügung.

Auf ArminiaClubTV gibt es die ganze virtuelle Pressekonferenz im Vorfeld der Partie in Kiel:

Wie kann ich das Spiel bei den “Störchen” verfolgen?

  • SKY überträgt das Spiel live aus dem Holstein-Stadion – ihr könnt euch das Spiel als Einzeloption buchen (kostenpflichtig).
  • Im “Arminia-Sportclub” bieten wir zusammen mit unserem Experten Manuel Hornig einmal mehr einen interessanten Vorbericht mit vielen schwarz-weiß-blauen Themen an. Der “Arminia-Sportclub” startet live aus dem MAFA um 12:15 Uhr auf unserem Youtube-Kanal “ArminiaClubTV – hier gelangt ihr zum Stream!
  • Wir werden das Spiel  im hohen Norden 90 Minuten lang im Fanradio kommentieren. Das Fanradio läuft unmittelbar im Anschluss an den Sportclub auf unserem Youtube-Kanal (ArminiaClubTV)!
  • Besonders für Menschen mit Sehbehinderung steht die traditionelle Reportage des ASC zur Verfügung. Alle Informationen findet ihr hier!

 

“Schippo-Wahnsinn” in Kiel, 2:1-Auswärtssieg bei den Störchen

Dank eines Last-Minute-Treffers des eingewechselten Sven Schipplocks nimmt der DSC Arminia Bielefeld drei ganz wichtige Punkte bei Holstein Kiel mit. Beim 2:1-Auswärtserfolg dominiert der DSC den ersten Abschnitt, in den zweiten 45 Minuten hat Arminia gegen spielstarke Kieler mehrmals Glück. Bis Schipplock in der Nachspielzeit für schwarz-weiß-blauen Jubel sorgt!

Arminia hatte in der ersten Halbzeit gleich mehrere gute Chancen, konnte sich jedoch “nur” mit einem Tor belohnen. “Jo” Clauss war der Torschütze in der 23. Minute – der Franzose war von Klos schlau bedient worden und konnte aus knapp zehn Metern zur hochverdienten Führung einschießen.

Im zweiten Abschnitt wechselte sich das Spielgeschehen um nahezu 180 Grad – Kiel hatte innerhalb weniger Minuten gleich mehrere Hochkaräter und glich durch Mühling zum verdienten 1:1-Ausgleich ein (51.). Holsteins Nummer 8 war von Reese per Flanke bedient worden und hatte aus wenigen Metern keine Probleme, zum Ausgleich einzuköpfen!

Doch in der dreiminütigen Nachspielzeit hatte der DSC dann noch die perfekte Antwort parat – Sven Schipplock, den Uwe Neuhaus in der 83. Minute eingewechselt hatte, kam nach einer feinen Flanke von Hartel aus kurzer Distanz zum Kopfball und köpfte den Ball zum vielumjubelten 2:1-Auswärtssieg in die Maschen. Kurz darauf war Schluss. Der Rest war Jubel und Erleichterung, die schwere Aufgabe bei den “Störchen” mit drei Punkten veredelt zu haben.

Stimmen zum Spiel

Ich freue mich natürlich riesig, vor allen Dingen aber für die Mannschaft. Ich hätte es mir nicht schöner vorstellen können, nach so langer Verletzungspause das entscheidende Tor erzielt zu haben. Das Gefühl ist unbeschreiblich. Als Stürmer glaubt man immer an diese einzige Chance. In der zweiten Halbzeit hatten wir etwas Glück, aber ich hatte immer im Kopf, dass diese eine Chance noch kommen würde. Die ist heute gekommen und das ist natürlich super.

Sven Schipplock

Wir haben in der ersten Halbzeit richtig Gas gegeben, hoch gespielt und Kiel immer wieder gepresst. In der zweiten Halbzeit waren wir etwas müde und es war schwer, weil Kiel Torchancen hatte und es gut gemacht hat. Die Wechsel haben gut getan, wir haben eine super Bank. Schippo kommt rein und macht wenige Minuten später das Tor – das ist toll! Beim Torjubel bin ich einfach auf den Platz gelaufen, obwohl ich keine Schuhe anhatte. Ich musste etwas aufpassen, dass mir sie keiner kaputttritt.

Jonathan Clauss

Ich bin überglücklich, dieses Spiel gewonnen zu haben. Auch mit dem Spiel bin ich zufrieden, gerade in der ersten Halbzeit. Wir haben es gut gemacht und Kiel nicht zur Entfaltung kommen lassen. Ein 2:0 zur Pause wäre verdient gewesen, so haben wir uns in der zweiten Halbzeit schwer getan. Kiel hatte bis zum 1:1 eigentlich keine klare Torchance. Wir haben dann gebraucht und Kiel mit zwei Alu-Treffern Druck gemacht. Es war zum Ende hin ein offenes Spiel mit dem glücklicheren Ende für uns.

Uwe Neuhaus

In der ersten Halbzeit haben wir kein gutes Spiel gemacht, da hätten wir uns über einen höheren Rückstand nicht beschweren dürfen. Wir hatten keine gute Zweikampfführung, das war den Jungs in der Halbzeit auch anzumerken. Für die zweite Halbzeit hatten wir uns etwas vorgenommen und konnten das umsetzen – wir konnten verdient ausgleichen und hätten die 2:1-Führung erzielen müssen. Hinten raus sind wir müde und hinten reingedrängt worden. Es ist bitter, dass wir zum Ende noch um den Lohn gebracht werden.

Ole Werner

KSV Holstein:
Gelios – Neumann, Wahl, Thesker (C), van den Bergh – Mühling (83. Ignjovski), Meffert (90. Schmidt) – Iyoha (84. Lauberbach), Özcan, Atanga (46. Reese) – Lee (74. Porath).

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Brunner, Pieper, Nilsson, Hartherz – Prietl, Hartel (90. Kunze), Seufert (83. Schipplock) – Clauss (73. Yabo), Klos, Soukou (73. Voglsammer).

Tore:
0:1 (23.) Clauss, 1:1 (51.) Mühling, 1:2 (90.+2) Schipplock.

Gelbe Karten:
Meffert/Prietl