DSC Arminia Bielefeld -

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So., 31.03.2019 13:30 Uhr

SC Paderborn 07
SC Paderborn 07

SC Paderborn 07vsSC Paderborn 07

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So., 31.03.2019 13:30 Uhr

SpVgg Greuther Fürth(2)
DSC Arminia Bielefeld (0)

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

Komplizierte Bestimmung der Umlaufbahn

Eigentlich versteht man sich in Fürth auf die Berechnung des nur schwer Berechenbaren. Der 1860 im Fränkischen geborene Astronom Julius Bauschinger verfasste gar eine umfassende Monografie über die Bestimmung der Umlaufbahnen von Himmelskörpern. Eines ist aber klar: Bei einer Berechnung der „Umlaufbahn“ der SpVgg in der Spielzeit 2018/19 wäre wohl auch der Mathematiker überfragt.

Schließlich ist bei den „Kleeblättern“ in dieser Saison nur gewiss, dass eigentlich nichts gewiss ist. Die einzige Konstante im Spiel der Fürther ist der dauernde Wechsel von Höhen und Tiefen. So sahen die Franken noch zum Beginn der Spielzeit wie ein heißer Mitbewerber um den Aufstieg aus. Aus den ersten fünf Spielen holten die Grün-Weißen gleich drei Siege, verloren kein einziges Spiel und reihten sich damit direkt im oberen Tabellendrittel ein. Durchaus eine Bilanz, auf die die Fürther im weiteren Verlauf der Hinrunde hätten aufbauen können.

Doch der Konjunktiv ist an dieser Stelle wohl gewählt, schließlich geriet der Motor der Franken zum Ende des Jahres 2018 gehörig ins Stottern. Von den letzten vier Partien im „alten“ Jahr verloren die Fürther insgesamt drei, ohne dabei auch nur einziges Tor zu erzielen. Als sich dieser Trend dann auch in der Rückrunde fortzusetzen drohte, zogen die Verantwortlichen der Spielgemeinschaft die Reißleine und entbanden Trainer Damir Buric von seinen Aufgaben. Ihn ersetzte der ehemalige Ingolstädter Stefan Leitl auf der Trainerbank, der das Fürther „Schiff“ auf Anhieb wieder in ruhige Gewässer steuerte. Neun Spieltage vor dem Saisonende belegen die Fürther mit insgesamt 32 Punkten den 13. Tabellenplatz. In den Abstiegskampf sollten die Franken mit dieser Ausbeute nicht nochmal geraten. Bei den Grün-Weißen sieht alles nach einem geruhsamen Saisonfinale aus.

Zentraler Mann bei den Fürthern ist Mittelstürmer Daniel Keita-Ruel. Gekommen aus der dritten Liga von Fortuna Köln, entwickelte sich der bullige Angreifer sofort zum Stammspieler und scheint bei den Fürthern mittlerweile schon als „Mister Unverzichtbar“ zu gelten. Der Neun-Tore-Stürmer stand bisher in allen 25 Ligaspielen auf dem Platz und ist aus der Elf der Spielvereinigung nicht wegzudenken. Im Leitlschen 4-1-4-1-System wird er von insgesamt vier eher offensiv ausgerichteten Mittelfeldspielern und einem „klassischen“ Sechser flankiert. Beim letzten Spiel in Regensburg ging diese Taktik voll auf. Im bayerischen Duell siegten die Franken mit 2:0. Gelingt es der Spielvereinigung im Saisonendspurt also doch noch, eine halbwegs „berechenbare“ Performance hinzulegen? Julius Bauschinger hätte sicherlich seine helle Freude.

Die Quintessenz aus der Geschicht‘…….

…In Fürth holt man so einfach drei Punkte nicht! Nicht nur steht auf dem zentralen “Kohlenmarkt” in der fränkischen Stadt – an der gleich mehrere wichtige Straßen zusammenlaufen – ein Bauwerk mit dem Namen “Quintessenz”. So wird auch die Partie bei der SpVgg Greuther Fürth für den DSC Arminia Bielefeld das Endergebnis, die Quintessenz sozusagen, von zwei langen trainingsfreien Wochen darstellen.

Um beim “Kleeblatt” allerdings etwas Zählbares einzufahren, muss der DSC an seine Leistungsgrenze kommen, wie Cheftrainer Uwe Neuhaus klarmacht. “Greuther Fürth ist wirklich eine richtig gute Mannschaft. Sie haben extrem schnelle Spieler und verfügen über ein starkes Umschaltspiel. Wir dürfen dort nicht viele Fehler im Mittelfeld machen”, blickt Coach Uwe Neuhaus voraus. Der gleichen Meinung ist auch Arminias Offensivspieler. Der 25-Jährige hat in der Vergangenheit verschiedenste Positionen bekleidet, blüht nun aber in seiner eher zentraleren Rolle im Mittelfeld auf: “Ich kenne einige Spieler aus dem Team, habe mit vielen schon zusammengespielt. Sie agieren mit langen und hohen Bällen. Es wird für uns also darum gehen, die zweiten Bälle zu gewinnen”, so der Bayer, für den die Partie nahe der Münchener Heimat ein Duell mit Lokalkolorit ist: “Meine Familie wird auf jeden Fall dabei sein. Sie hat sich schon groß angekündigt”, so Weihrauch.

An das Hinspiel gegen die Grün-Weißen, als der DSC in der zweiten Halbzeit noch eine sicher geglaubte 2:0-Führung verspielte, verschwenden die Blauen keinen Gedanken mehr, wie Weihrauch verrät: “Das ist in der Mannschaft überhaupt kein Thema. Wir wollen am Sonntag ganz klar gewinnen.” Nicht mitwirken werden im Frankenland die Dauerverletzten Christopher Nöthe, Nils Quaschner, Sven Schipplock und Philipp Klewin, der sich momentan in der Reha befindet. Innenverteidiger Brian Behrendt ist gelbgesperrt nicht dabei. Des Weiteren fallen für die Partie in Fürth auch Nils Seufert, Max Christiansen, Jóan Símun Edmundsson und Cerruti Siya definitiv aus. Keanu Staude laboriert an muskulären Problemen und steht auf der Kippe. Trainer Uwe Neuhaus sieht trotz der vielen Ausfälle weiterhin das Positive an der Situation: “Wir haben nun schon einige Spieler mehr zur Verfügung als vorher. Wir werden auch in Fürth definitiv elf Mann auf den Platz bringen”, so der gebürtige Hattinger.

Dass der DSC zuletzt in acht Spielen nach Länderspielpausen nicht als Sieger vom Platz gehen konnte, tangiert den 59-Jährigen in der Vorbereitung auf die Partie am Sonntag nicht. “Die Eindrücke im Training waren absolut positiv. Für mich als Trainer gehört aber auch dazu, die Mannschaft emotional auf das Spiel vorzubereiten. Jeder Spieler wird in Fürth sein Maximum abrufen”, ist sich Neuhaus sicher. Immerhin habe sich das Team beim deutlichen 5:0-Erfolg im Test gegen den Bundesligisten Hannover 96 auch eine Menge Selbstvertrauen aneignen können, betont Neuhaus: “Die Partie war für jeden einzelnen sehr wichtig.” Auch Patrick Weihrauch ist sich sicher, dass die vergangenen zwei Wochen ohne Pflichtspiel nicht zu einem Spannungsabfall im DSC-Team geführt haben: “Das Ziel war, genauso zu trainieren, als ob am Wochenende ein Spiel stattfindet. Und ich glaube, dass wir das gut hinbekommen haben”, findet er.

Nicht die schlechtesten Voraussetzungen, um aus dem Fürther Sportpark Ronhof Thomas Sommer mit Punkten im Gepäck heimzukehren – die Folge einer erfolgreichen Länderspielpause. Die logische Quintessenz sozusagen.

Das Video zur Pressekonferenz gibt es hier zu sehen:

Berichterstattung Fürth – DSC

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen den SpVgg Greuther Fürth.

Wer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Sonntag um 13:30 Uhr das Spiel bei der SpVgg Greuther Fürth live im Sportpark Ronhof | Thomas Sommer zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus dem Sportpark Ronhof | Thomas Sommer.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, “Alle Spiele, alle Tore”, nach Spielende (Sonntag)
  • Sky Sport News, “Die 2. Bundesliga”, 19:30 bis 20:45 Uhr (Sonntag)
  • Sport1, “Die 2. Bundesliga”, 19:30 bis 20:45 Uhr (Sonntag)
  • RTL Nitro, “100 % Bundesliga”, 22:15 bis 00:00 Uhr (Montag)

Klos köpft Arminia zum Punktgewinn in Fürth

Eigentlich kennen sie sich in Fürth mit der genauen Durchleuchtung und Analyse von Mensch und Material aus. Schließlich steht der größte Computer-Tomograph der Welt in der fränkischen Stadt. Der Name Fabian Klos war der SpVgg. Greuther Fürth offenbar trotzdem kein Begriff. Mit zwei Treffern köpfte der nicht zu stoppende Arminia-Torjäger den DSC nach einem 0:2-Pausenrückstand noch zu einem 2:2-Punktgewinn.

Vor 9.440 Zuschauern – darunter mehr als 500 stimmgewaltige Fans aus Bielefeld – erwischte Arminia den besseren Start. Fabian Klos steckte durch auf Andreas Voglsammer, der allein auf Fürths Schlussmann zulief, sich die Kugel dann aber einen Tick zu weit vorlegte und an Sascha Burchert hängenblieb (5.).

Mehr Glück hatten die Hausherren mit dem ersten Angriff: Julian Green donnerte aus 25 Metern den Ball an den rechten Pfosten – von dort sprang das Gerät unglücklich DSC-Keeper Stefan Ortega Moreno an den Rücken und ins Netz: 0:1 (10.).

Unsere Mannschaft hatte die schnelle Antwort auf dem Fuß, doch nach einer Freistoß-Flanke von Patrick Weihrauch verpassten in der Mitte aus wenigen Metern Julian Börner und Voglsammer freistehend den Ball (16.). Beinahe im Gegenzug war es wieder Green, der unseren Torhüter beschäftigte. Aus aussichtsreicher Position knallte der Fürther erneut in Richtung Arminia-Kasten. Doch diesmal blieb Ortega Moreno reaktionsschneller Sieger (18.).

Es blieb eine stürmische Partie – und wieder jubelten die Platzherren. Fabian Reese bediente bei einem schnellen Konter Daniel Keita-Ruel, der aus halblinker Position zum 2:0 für Grün-Weiß traf (23.).

Arminia gab trotz der Nackenschläge nicht auf, es fehlte aber bei guten Szenen von Anderson Lucoqui (24.), Jonathan Clauss (28.) und Voglsammer (40.) die Präzision. So blieb es beim 0:2 zur Pause.

Nach dem Seitentausch läutete die Elf von Trainer Uwe Neuhaus schnell die Aufholjagd ein. Keine 120 Sekunden waren gespielt, da klingelte es im Fürther Kasten. Cédric Brunners Flanke von rechts köpfte Fabian Klos kraftvoll per Kopf zum 1:2-Anschlusstreffer in die Maschen (47.). Arminia war wieder dran!

Unsere Mannschaft schnürte die Hausherren jetzt phasenweise in deren Hälfte ein und wurde nach einigen brenzligen Situationen rund um den Fürther Strafraum belohnt. Freistoß-Flanke von Weihrauch, Kopfball Klos – Klingelingeling: 2:2 (65.)! Astrein, Arminia!

In der Folge wollten beide Mannschaften und mehr und drängten hüben wie drüben auf den Siegtreffer. Temporeich, kraftvoll und sehenswert ging es immer wieder in Richtung beider Strafräume. Fürth mit einer Doppelchance durch einen abgefälschten Freistoß von Matthias Wittek, den Ortega Moreno meisterlich parierte (72.), dann klärte Brunner per Kopf auf der Torlinie nach einer Ecke der Grün-Weißen (73.).

Beide Teams blieben bis zum Abpfiff mit dem Fuß auf dem Gaspedel – aber klare Torchancen gab es trotz unermüdlicher Versuche nicht mehr. So fuhr der DSC nach einem 0:2-Pausenrückstand nicht mit leeren Händen nach Hause.

Stimmen zum Spiel

Wir sind natürlich hergefahren, um zu gewinnen, aber die Leistung hat in der ersten Halbzeit überhaupt nicht gepasst. Wir hatten keinen Zugriff und sind vorgeführt worden. Die Moral der Mannschaft ist allerdings intakt und wir haben in der zweiten Halbzeit ein deutlich besseres Spiel gemacht. Nach dem Spielverlauf muss man mit dem Ergebnis zufrieden sein.

Julian Börner

Ich sage es ja immer wieder: Meine Tore sind nur etwas wert, wenn wir auch Punkte mitnehmen. Heute haben sie uns Gott sei Dank geholfen. Aber ich denke, wir müssen auch über die erste Halbzeit reden. Die haben wir nun zum wiederholten Male verschlafen und das geht einfach nicht. Das habe ich den Jungs auch gesagt. In der Hinsicht möchte ich von uns endlich mal eine Entwicklung erkennen.

Fabian Klos

Die Jungs haben mir vor dem Spiel schon gesagt, ich soll einfach machen, was ich kann. Deshalb war ich nicht sonderlich aufgeregt. Dass wir dann bei meinem Startelfdebüt einen Punkt mitgenommen haben, fühlt sich natürlich gut an. Es zeigt natürlich Moral, dass wir nach dem Rückstand noch einen Punkt geholt haben, aber wegen der ersten halben Stunde sind wir nicht ganz zufrieden.

Amos Pieper

Wir haben ein richtig interessantes Spiel gesehen. Die Fürther Raute hat uns doch ein Bisschen überrascht. Wir haben die Räume nicht zumachen können und die Abstände waren zu groß. Dennoch hatten wir durch Andreas Voglsammer die Chance auf das 1:0. Dennoch hat Fürth mit viel Tempo und viel Wucht gespielt. Da mussten wir uns in der Halbzeit ein bisschen schütteln, um das Spiel noch auf unsere Seite zu ziehen. Das ist uns auch ganz gut gelungen glaube ich. Mit dem 2:2 keimte sogar noch Hoffnung auf den Sieg auf, aber da war unser Spiel dann allerdings zu unruhig. Ich glaube, dass beide Mannschaften mit dem Punkt gut leben können.

Uwe Neuhaus

Die Jungs haben viel umgesetzt, was wir uns erarbeitet haben. Insgesamt haben wir die erste Phase der Partie klar beherrscht und auch verdient 2:0 geführt. Wir wussten, dass nach der Pause ein anderes Bielefeld auf uns zukommt, haben das aber nicht gut verteidigt. In diesem Spiel ist viel gegen uns gelaufen, wir mussten viel aus Verletzungsgründen wechseln. Wir wollten unbedingt noch mal, hatten noch zwei gute Chancen und hätten am Ende vielleicht sogar den Sieg verdient gehabt.

Stefan Leitl

SpVgg. Greuther Fürth:
Buchert – Sauer, Maloca, Caligiuri, Wittek – Seguin – Ernst (62. Jaeckel), Green (75. Omladic) – Reese, Atanga (69. Redondo) – Keita-Ruel.

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Brunner, Pieper, Börner, Lucoqui – Weihrauch, Prietl, Yabo (83. Schütz) – Clauss (77. Massimo), Klos, Voglsammer.

Tore:
1:0 (10.) Green, 2:0 (23.) Keita-Ruel, 2:1 (47.) Klos, 2:2 (65.) Klos

Gelbe Karten:
Sauer/Börner

Zuschauer:
9.440