DSC Arminia Bielefeld -

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Di., 25.09.2018 18:30 Uhr

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Wieder in der Spur

Seitdem Dirk Schuster zum 18. Spieltag der letzten Saison ans Böllenfalltor zurückkehrte sind die “Lilien” wieder in der Spur. In der Rückrunde 2017/2018 führte der 50-Jährige die Darmstädter vom 16. Platz auf den zehnten Platz der Tabelle.

Zwar tat sich der SVD auch in den ersten Spielen unter Schuster noch schwer (aus den ersten sechs Spielen holten sie lediglich vier Punkte), doch ausgerechnet die Niederlage in der SchücoArena (0:2) am 23. Spieltag sollte das letzte punktlose Spiel für eine längere Zeit sein. Mit elf ungeschlagenen Spielen (fünf Siege, sechs Remis) bis zum Saisonende sicherten sich die Darmstädter den zehnten Platz der Abschlusstabelle und somit auch den Klassenerhalt. Die Serie der ungeschlagenen Spiele konnte die Mannschaft in dieser Saison mit dem Heimsieg am ersten Spieltag gegen den SC Paderborn noch einmal ausbauen, ehe man sich am zweiten Spieltag am Millerntor beim FC St. Pauli mit 0:2 geschlagen geben musste und erstmals seit jenem Spiel in Bielefeld wieder verlor. Davon ließen sich die Lilien allerdings nicht verrückt machen und konnten die Spiele zu Hause gegen Duisburg (3:0) und in Heidenheim (1:0) siegreich gestalten. Mit dem Unentschieden gegen den SV Sandhausen und der Niederlage in Dresden (1:4) folgte allerdings “nur” noch ein Punkt. Somit steht der SV Darmstadt 98 nach sechs Spieltagen mit zehn Punkten auf dem sechsten Platz der Tabelle.

Auffällig im Darmstädter Spiel ist, dass sie diese Saison immer in einem 4-2-3-1 System agierten, wobei Dirk Schuster auf eine eingespielte Viererkette setzt, in der neben Kapitän Aytac Sulu auch Innenverteidiger Marcel Franke und Linksverteidiger Fabian Holland alle Spiele in der Startformation standen. Rechts hinten spielt seit dem dritten Spieltag Immanuel Höhn, der Sandro Sirigu verdrängen konnte. Auch im Mittelfeld setzt der Darmstädter Trainer viel auf Konstanz. Während Slobodan Medojevic und Tobias Kempe meist zusammen auf der Doppel-Sechs aufliefen, agierten Joevin Jones, Marvin Mehlem und Marcel Heller im offensiven Mittelfeld. Einzige Spitze ist der aus Fürth verpflichtete Stürmer Serdar Dursun, der bereits mit zwei Treffern und einer Vorlage auf sich aufmerksam machen konnte. Neben Dursun sind vor allem auch Kempe und Heller für Zählbares in der SVD Offensive zuständig. Beide Spieler kommen nach sechs Spieltagen auf jeweils zwei Tore und zwei Vorlagen.

Der direkte Vergleich beider Vereine ist äußerst ausgeglichen: In 18 Spielen gegeneinander konnten beide Vereine sieben Mal gewinnen, die restlichen vier Begegnungen endeten Unentschieden. Meistens holten beide Teams ihre Punkte in diesen Duellen im heimischen Stadion (beide verbuchten bereits fünf Heimsiege), so auch in der vergangenen Spielzeit, als Darmstadt zu Hause einen 4:3-Erolg gegen Arminia einfahren konnte und, wie bereits erwähnt, in Bielefeld mit 0:2 verlor. Oft durften sich die Besucher dieser Begegnung über reichlich Tore freuen – im Schnitt sind es mehr als drei Treffer pro Partie.

“Spezielle und enge Spiele”

Vor dem Auswärtsspiel am Dienstag beim SV Darmstadt 98 (Anstoß: 18:30 Uhr) sprach Cheftrainer Jeff Saibene mit den Vertretern der Presse unter anderem über den kommenden Gegner.

Verletzt fehlen werden gegen die “Lilien” weiterhin Nils Quaschner (Aufbautraining) und Sven Schipplock (Reha nach Kniereizung), zudem wird Tom Schütz aufgrund von Achillessehnenproblemen nicht dabei sein. Für den Kader in Darmstadt dürfte es “normalerweise keine Änderungen” im Vergleich zum 1:1-Unentschieden gegen Union Berlin geben, so der Bielefelder Trainer. Auch Andreas Voglsammer und Cedric Brunner, die gegen die Hauptstädter beide auf eigenen Wunsch hin ausgewechselt wurden, sind fit.

Angesprochen auf die Personalie Roberto Massimo erklärte Saibene: “Zu Hause stellen wir unsere Bank eher etwas offensiver auf, als auswärts. Deshalb war er in Magdeburg nicht dabei, gegen Union aber schon. Ich erwarte von ihm, dass er Akzente setzt und aktiv ist.” Auch bei anderen Spielern sieht der Chefcoach noch Steigerungspotenzial: “Staude und Weihrauch haben beide noch Potenzial nach oben – ganz klar. Unser Spiel ist auch auf unsere Außenspieler angewiesen und da kommen von beiden derzeit etwas zu wenige Akzente. Beide müssen noch zulegen.”

Der Luxemburger betonte, dass in der englischen Woche das Hauptaugenmerk auf der Regeneration liegt: “Man kann innerhalb so kurzer Zeit gar nicht mehr großen Einfluss über das Training nehmen. Eigentlich geht es nur darum, gut zu regenerieren.” Ob die kurze Regenerationszeit sich auf die Startformation in Darmstadt auswirken wird und Spieler von Beginn an spielen, die am vergangenen Samstag vorerst auf der Bank saßen, ließ Saibene noch offen: “Es kann schon sein, dass es ein paar Änderungen gibt. Ich werde jetzt viele Gespräche mit den Spielern führen, um zu wissen, wie sie sich fühlen und dann entscheide ich wer spielt.” In der seit dem Spiel in Magdeburg neu formierten Abwehrreihe sieht der Cheftrainer allerdings derzeit wenig Gründe für einen Spielertausch: “Ich fand unsere Viererkette stabil in den beiden Spielen. Am Wochenende hat man gesehen, dass Magdeburg durchaus Tore schießen kann. Generell sollte man im Abwehrverbund nicht zu viel wechseln.”

In Darmstadt erwartet der Luxemburger, wie so oft in dieser Liga, “ein Spiel auf Augenhöhe”. “Spiele gegen Darmstadt sind irgendwie immer spezielle und sehr enge Spiele”, so der Bielefelder Übungsleiter weiter. Am Böllenfalltor rechnet Saibene mit einem Gegner, der über “Einsatz und Kampf ins Spiel kommt”. Doch Jeff Saibene betonte auch, dass seine Mannschaft darauf vorbereitet sein wird. Zudem warnte Saibene davor, die Darmstädter aufgrund der 1:4-Niederlage am Wochenende in Dresden zu unterschätzen: “Das Spiel in Dresden ist sehr unglücklich für sie gelaufen. Sie treffen zum Beispiel selber nur die Latte und kassieren zwei Tore, die noch abgefälscht waren. Generell spielen sie sehr stabil seit Dirk Schuster wieder da ist.”

Weitere Aussagen von Saibene gibt es auch im Arminia-Podcast bei Radio Bielefeld.

Auf ArminiaClubTV äußert sich zudem Stephan Salger zum Spiel:

Berichterstattung Darmstadt 98 – DSC

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen den SV Darmstadt 98.

Wer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Dienstag um 18:30 Uhr das Spiel beim SV Darmstadt 98 live im Merck-Stadion am Böllenfalltor zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus dem Merck-Stadion am Böllenfalltor.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, “Alle Spiele, alle Tore”, nach Spielende (Dienstag)
  • Sky Sport News HD, “Die 2. Bundesliga”, 22:15 Uhr bis 23:15 Uhr (Dienstag)
  • Sport1, “Die 2. Bundesliga”, 22:15 Uhr bis 23:15 Uhr (Dienstag)

Last-Minute-Wahnsinn in Darmstadt

Durch eine wahnsinnige Schlussphase entführte der DSC drei wichtige Punkte aus Darmstadt. Der 2:1-Sieg durch zwei Tore in der Nachspielzeit durch Massimo und Hartherz bedeutete gleichzeitig den ersten Auswärtserfolg seit Januar diesen Jahres.

Die englische Woche bedeutete für Arminia ein Dienstagabendspiel am Böllenfalltor in Darmstadt. Rund 400 mitgereiste Bielefelder bekamen eine, im Vergleich zum Heimspiel gegen Union Berlin, auf vier Positionen veränderte Starformation zu sehen. Cheftrainer Jeff Saibene brachte Anderson Lucoqui, Jonathan Clauss, Max Christiansen und Prince Osei Owusu anstelle von Fabian Klos (mit Oberschenkelproblemen in Bielefeld geblieben), Patrick Weihrauch, Nils Seufert und Andreas Voglsammer (alle Bank). Lucoqui und Clauss besetzten die Außen im Mittelfeld und Joan Simun Edmundsson stürmte zusammen mit Owusu. Für Prince Owusu und Max Christiansen war es ihr Startelfdebüt, für Anderson Lucoqui gar sein erstes Ligaspiel im schwarz-weiß-blauen Trikot.

Den ersten Abschluss des Spiels verzeichneten die Gastgeber. Joevin Jones wurde von Fabian Holland schön frei gespielt, sein Schuss war allerdings deutlich zu harmlos für Stefan Ortega Moreno im Tor des DSC (9.). Die Ostwestfalen ließen sich erstmals in der 14. Minute vor dem gegnerischen Tor blicken. Eine gut getretene Ecke von Florian Hartherz segelte im Strafraum an Freund und Feind vorbei. Der nächste gefährliche Angriff der “Lilien” folgte zwei Minuten später, als Marcel Heller mit einem langen Ball bedient wurde und in den Strafraum zog – seinen Querpass konnte Ortega Moreno jedoch abfangen (16.).

Anschließend war es Edmundsson, der nach einer Flanke aus dem Halbfeld von Cedric Brunner Richtung Tor köpfte, den Kopfball pflückte Daniel Heuer Fernandes ohne Mühe runter (20.). Dann beinahe der Führungstreffer für Arminia: Geburtstagskind Clauss fasste sich ein Herz und zog vom rechten Strafraumeck einfach mal ab, der noch leicht abgefälschte Schuss klatschte an die Latte (28.).

Die Feldüberlegenheit gehörte jedoch in der ersten halben Stunde den Hausherren, ohne dass diese daraus Profit schlagen konnten. Die besseren Chancen hatten allerdings die Gäste. Nach einem schönen Angriff über Brunner und Christiansen musste sich Heuer Fernandes kräftig strecken, um einen Schuss von Edmundsson noch aus dem Eck zu fischen (33.). Die Mannschaft von Jeff Saibene fand nun immer mehr ins Spiel und konnte durchaus einige ansehnliche Kombinationen zeigen. Gefährlich im Strafraum des SVD wurde es erneut, als Edmundsson einen langen Ball von Salger stark erlief und flach in die Mitte passte – seine Hereingabe verpassten Lucoqi und Owusu jedoch beide um wenige Zentimeter (39.). Vor der Halbzeit übten die Bielefelder weiterhin Druck aus, ein Treffer sollte aber nicht mehr gelingen, womit es torlos in die Kabinen ging.

Beide Teams kamen ohne personelle Änderungen zurück auf das Spielfeld. Die Bielefelder schafften es zu Beginn der zweiten Halbzeit an ihre Leistung zum Ende der ersten Halbzeit anzuknüpfen. Debütant Lucoqui setzte sich auf links gleich gegen mehrere Gegenspieler durch, fand in der Mitte jedoch keinen seiner Mannschaftskollegen (50.). Die “Lilien” antworteten mit einem scharf getretenen Freistoß von Tobias Kempe, der anschließende Kopfball verfehlte das Tor aber deutlich und stellte somit keine Gefahr für Ortega Moreno dar (54.). In der 63. Minute brachte Jeff Saibene dann Andreas Voglsammer für Prince Osei Owusu ins Spiel.

Nach einem Freistoß von Kempe gingen die Darmstädter durch einen Kopfball von Kapitän Aytac Sulu, der über den Innenpfosten den Weg ins Tor fand, in Führung (66.). Jeff Saibene reagierte auf den unglücklichen Rückstand, indem er Roberto Massimo für Jonathan Clauss ins Spiel brachte (69.). Nun kam etwas mehr Schärfe in die bis dahin faire Partie: Zuerst sah Sulu nach Foul an Voglsammer Gelb (70.), ehe dieser für ein Foul an Sulu ebenfalls mit Gelb verwarnt wurde (72.). Offensiv kamen beide Mannschaften nun nicht mehr so richtig gefährlich vor das Tor des Gegners. Lediglich eine verunglükte Flanke von Tim Rieder musste Ortega Moreno entschärfen (76.). Keanu Staude kam schließlich als dritter und letzter Einwechselspieler der Arminen ins Spiel, für ihn verließ Anderson Lucoqi den Platz (77.). Doch auch die Wechsel halfen den Ostwestfalen vorerst nicht das Offensivspiel zu beleben – der Gegentreffer durch Sulu schienen die Gäste nicht gut weggesteckt zu haben. Erst in der 85. Minute wieder ein Abschluss des DSC, Keanu Staude bekam einen Abpraller und zog sofort ab, sein Schuss verfehlte das Darmstädter Tor knapp (85.).

Dieser sollte nochmal die Schlussoffensive einläuten. Nach einer guten Aktion von Massimo bekam dieser nicht gut genug Power hinter seinen Schuss, sodass Heuer Fernandes den Ball entschärfen konnte (88.). Besser machte es der 17-jährige Junioren-Nationalspieler dann in der letzten Minute der regulären Spielzeit. Nach einer Kopfballverlängerung von Prietl schloss er trocken zum 1:1 Ausgleich ab. Es war der erste Pflichtspieltreffer des Bielefelder Eigengewächses bei den Profis des DSC. Doch das Spiel war noch nicht vorbei. Beflügelt vom Ausgleichstreffer suchten die Arminen nochmal die Offensive und sollten dafür belohnt werden. Mit einem starken Ball bediente Edmundsson den aufgerückten Hartherz, der dadurch frei vor dem Tor der Gastgeber auftauchte und Heuer Fernandes keine Chance ließ (90.+3). Was für eine Schlussphase der Bielefelder, durch diese sie die achtmonatige Durststrecke ohne Auswärtssieg beenden konnten.

Stimmen zum Spiel

Solche Siege sind natürlich mit die schönsten, weil sowas einfach nicht oft passiert. Wir haben gezeigt, was wir für eine riesige Moral haben und letzten Endes verdient gewonnen.

Max Christiansen

Ein großes Kompliment an die gesamte Mannschaft! Wir haben gefightet und stark gespielt – einfach ein gutes Auswärtsspiel gezeigt. Nach dem Gegentor mussten wir uns etwas sammeln, dann haben wir aber nicht blind nach vorne gespielt, sondern uns bei meinem Tor schön durchgespielt.

Florian Hartherz

Wir sind mit einigen Wechseln in die Partie gegangen, auch weil der ein oder andere Stammspieler etwas angeschlagen war, damit sind wir schon etwas Risiko gegangen. Letzten Endes gehört immer Glück dazu, wenn man ein Spiel so spät noch gewinnt. Aufgrund des Spielverlaufs ist es allerdings hochverdient und ich bin sehr stolz auf diese Truppe.

Jeff Saibene

SV Darmstadt 98:
Heuer Fernandes – Rieder, Franke, Sulu, Holland – Kempe, Medojevic – Heller, Wurtz (86. Kamavuaka), Jones (64. Sirigu) – Dursun.

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Brunner, Börner, Salger, Hartherz – Clauss (69. Massimo), Prietl, Christiansen, Lucoqui (77. Staude) – Owusu (63. Voglsammer), Edmundsson.

Tore:
1:0 (66.) Sulu, 1:1 (90.) Massimo, 1:2 (90.+3) Hartherz.

Gelbe Karten:
Sulu/Voglsammer

Zuschauer:
14.210