DSC Arminia Bielefeld -

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Fr., 12.06.2020 18:30 Uhr

SV Sandhausen
DSC Arminia Bielefeld

SV Sandhausen0:0DSC Arminia Bielefeld

Abpfiff

12. Kevin Behrens

30. Cebio Soukou

48. Emanuel Taffertshofer

59. Andreas Voglsammer für Reinhold Yabo

59. Nils Seufert für Cebio Soukou

64. Mario Engels für Robin Scheu

76. Patrick Weihrauch für Jonathan Clauss

79. Marlon Frey für Emanuel Taffertshofer

79. Aziz Bouhaddouz für Julius Biada

79. Sven Schipplock für Marcel Hartel

79. Stephan Salger für Joakim Nilsson

Karten

12. Kevin Behrens

30. Cebio Soukou

48. Emanuel Taffertshofer

Auswechselungen

59. Andreas Voglsammer
Reinhold Yabo

59. Nils Seufert
Cebio Soukou

64. Mario Engels
Robin Scheu

76. Patrick Weihrauch
Jonathan Clauss

79. Marlon Frey
Emanuel Taffertshofer

79. Aziz Bouhaddouz
Julius Biada

79. Sven Schipplock
Marcel Hartel

79. Stephan Salger
Joakim Nilsson

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

Alle Neune

In Sandhausen, einer kleinen Gemeinde Baden-Württembergs, wird seit sieben Jahren nicht nur guter Zweitliga-Fußball gespielt, sondern auch extrem erfolgreich gekegelt. Der ortsansässige SKC Rot-Weiss Sandhausen darf sich immerhin fünffacher deutscher Meister sowie vierfacher Weltpokalsieger nennen. Am Freitagabend, wenn der DSC auf den Fußballverein vom SV Sandhausen trifft, werden beide Teams in die Vollen gehen – auf dem Fußballplatz und nicht auf der Kegelbahn.

Nachdem der SV Sandhausen etwas schleppend aus der Corona-Pause kam (1:3 gegen Aue, 0:0 gegen Regensburg), konnte die Koschinat-Elf in den vergangenen drei Spielen die volle Ernte einfahren – neun Punkte wurden in den Spielen bei Wehen Wiesbaden (1:0), gegen Hannover (3:1) und in Fürth (2:1) abgeräumt. Dies hat zur Folge, dass sich der SV Sandhausen von den Abstiegsrängen entfernt hat und nun neuen Zielen widmen kann – zum Beispiel dem Aufstellen eines Vereinsrekordes.

Momentan rangiert der SVS auf einem starken achten Platz – die beste Endplatzierung in seiner Geschichte erreichten die Kicker vom Hardtwald in der Saison 2016/2017, als man die Spielzeit auf Rang zehn abschloss. Das Restprogramm der Sandhäuser ist mit den Spielen gegen den DSC, Dresden, Stuttgart und Hamburg allerdings alles andere als ein leichtes, doch Kopfschmerzen bereitet das Programm wohl keinem Sandhäuser, schließlich holte der SVS in der Hinrunde gegen eben jene Gegner sechs Punkte (ein Sieg, drei Unentschieden).

Ebenfalls Großes gelang SVS-Abwehrspieler Dennis Diekmeier am 26. Mai um Punkt 19:16 Uhr im Spiel gegen den SV Wehen Wiesbaden. Der Innenverteidiger köpfte einen Ball aus kurzer Distanz über die Linie und konnte damit einen Fluch beenden. Diekmeier war zuvor in 287 Profi-Spielen ohne Tor geblieben und konnte dem Ganzen an diesem Dienstagabend endlich ein Ende setzen: “Ich bin natürlich glücklich, dass ich meinen Torfluch nun hinter mir habe und mir keine Sprüche mehr anhören muss”, gab der Torschütze im Anschluss zu Protokoll.

Kein Ende setzen möchte der DSC in Sandhausen seiner äußerst erfolgreichen Auswärts-Statistik in der bisherigen Spielzeit. Ganze neun Siege in der Fremde konnte der DSC bisher verbuchen und wird auch im Hardtwald alles daran setzen, die nächsten drei Punkte einzufahren. Mut macht ein Blick auf die Statistik, konnte Arminia doch immerhin drei der vergangenen vier Spiele beim SVS für sich entscheiden.

Einfach herschenken werden die Sandhäuser aber sicherlich nichts, schließlich wollen sie den vierten Sieg in Folge und sich mit der besten Endplatzierung ihrer Geschichte belohnen. Wenn es sein muss, dann wohl auch wieder mit einem Tor von Diekmeier, der bewiesen hat, dass er knipsen kann – auch wenn er dafür einen Rekord abgeben musste. Das wird er aber mit Sicherheit gut verkraftet haben. Schließlich winkt ein neuer Rekord.

“Sandhausen ist für mich das einzig Wichtige”

Fußball und Mathematik haben doch einiges gemeinsam. Es geht nämlich um Ergebnisse. Auch manche Gleichungen sind einfach und logisch. Zum Beispiel: Schießt man ein Tor mehr als der Gegner, hat man gewonnen.

Bei vielen Experten wird an diesen Tagen der Rechenschieber rausgeholt, um die Chancen des DSC Arminia Bielefeld im Aufstiegsrennen genau zu beziffern. “Rechenspiele gehören zum Leben dazu”, weiß Arminia-Cheftrainer Uwe Neuhaus. Er hatte in der Realschule zwar erfolgreich den mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweig belegt, doch aktuell ist der Fußballlehrer an Zahlentheorien nicht interessiert: “Ein bisschen rechnen kann ich auch. Aber der SV Sandhausen ist für mich das einzig Wichtige im Moment.” Die Partie findet am Freitag um 18.30 Uhr statt.

Uwe Neuhaus: “Sandhausen hat zehn Punkte aus den letzten vier Spielen geholt. Wir können uns nicht erlauben, dorthin zu fahren und zu sagen: Wir gewinnen das, egal wie – und verlassen uns darauf. Wir müssen wie bisher sorgfältig arbeiten. Das haben wir in den letzten Tagen gemacht und fahren gut gerüstet nach Sandhausen.”

Nicht mit dabei sind die Rekonvaleszenten Joan Simun Edmundsson, der auf Grund von anhaltenden Knieproblemen voraussichtlich in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen wird, und Sebastian Müller (Reha nach muskulärer Verletzung). Einsatzbereit ist stattdessen wieder Manuel Prietl nach abgesessener Gelbsperre.

Die Partie in Sandhausen ist der Auftakt für ein Mammutprogramm für den DSC. Arminia absolviert innerhalb von zehn Tagen vier Meisterschaftsspiele. Nach Sandhausen (FR) kommen Dynamo Dresden (MO, 15.06., 20.30 Uhr) und Darmstadt 98 (DO, 18.06., 20.30 Uhr) in die SchücoArena, ehe die Partie beim Karlsruher SC (SO, 21.06., 15:30 Uhr) den Abschluss des anspruchsvollen Terminkalenders bildet. Die letzte Partie der Saison 2019/20 wird in der SchücoArena ausgetragen: Am Sonntag, 28. Juni, trifft der DSC Arminia auf den 1. FC Heidenheim.

Die Pressekonferenz vor #SVSDSC gibt’s wie immer auf #ArminiaClubTV:

Wie kann ich das Spiel beim SVS verfolgen?

  • SKY überträgt das Spiel live aus dem BWT-Stadion am Hardtwald – ihr könnt euch das Spiel als Einzeloption buchen (kostenpflichtig).
  • Im “Arminia-Sportclub” bieten wir zusammen mit unserem Experten Oliver Kirch Hornig einmal mehr einen interessanten Vorbericht mit vielen schwarz-weiß-blauen Themen an. Der “Arminia-Sportclub” startet live aus dem MAFA um 12:15 Uhr auf unserem Youtube-Kanal #ArminiaClubTV – hier gelangt ihr zum Stream!
  • Wir werden das Spiel in Sandhausen 90 Minuten lang im Fanradio kommentieren. Das Fanradio läuft unmittelbar im Anschluss an den Sportclub auf unserem Youtube-Kanal (ArminiaClubTV)!
  • Besonders für Menschen mit Sehbehinderung steht die traditionelle Reportage des ASC zur Verfügung. Alle Informationen findet ihr hier!

Intensive Partie am Hardtwald endet 0:0

Fast hätte es doch noch mit drei Punkten geklappt, doch da Andreas Voglsammer in der letzten Minute des Spiels im Abseits stand, zählte das einzige Tor des Tages dann doch nicht. So musste der DSC sich mit einem Punkt gegen starke Sandhäuser begnügen – 0:0 am Hardtwald.

Von Beginn an agierten beide Teams mit viel Tempo, besonders der DSC paarte dieses noch mit Zielstrebigkeit und übernahm schnell das Kommando. Arminia-Kapitän Fabian Klos feuerte nach drei Minuten den ersten Versuch aus 16 Metern ab, die Kugel strich rechts knapp vorbei.

Der DSC blieb am Drücker und brachte die Sandhäuser mit konsequentem Pressing einige Male in Verlegenheit. So war es nur der Aufmerksamkeit des SVS-Schlussmanns Martin Fraisl geschuldet, dass Fabian Klos an zwei zu kurze Rückpässe der Verteidiger nicht mehr rankam (13./15.).

Die Hausherren setzten auf schnelle Konter und befreiten sich nach einer Viertelstunde vom Anfangsdruck der Arminia. Aus einem der Gegenstöße entstand eine Ecke, die Aleksandr Zhirov aus wenigen Metern und spitzem Winkel auf das DSC-Tor köpfte – aber Stefan Ortega Moreno packte sicher zu (18.).

Dann wurde es diskussionswürdig: Nach feinem Doppelpass mit Jonathan Clauss tankte sich Fabian Klos in den SVS-Strafraum, dabei wurde er vom Gegenspieler deutlich am Trikot gezogen und somit beim Torschuss, der knapp daneben ging, behindert. Schiedsrichter Arne Aarnink wollte aber kein Foulspiel gesehen haben (25.).

In der Folge entwickelte sich eine umkämpfte Partie mit knackigen Zweikämpfen, in denen sich beide Teams keinen Meter Boden schenkten. Nur wenige Zentimeter fehlten Reinhold Yabo, um per Kopf an eine scharfe Klos-Hereinhabe in den Strafraum der Hausherren zu kommen (33.). Die Gastgeber blieben giftig und unbequem, störten mit ihrer körperlichen Wucht immer wieder den Arminia-Spielaufbau. Gefährlich wurde es bis zur Pause nicht mehr.

Nach dem Seitentausch ging es mit der Kampfpartie munter weiter. Zunächst verpassten erst Cebio Soukou nach einer Hereingabe von Cedric Brunner und dann – nach einer Clauss-Flanke – am SVS-Fünfer Joakim Nilsson und Manuel Prietl den Ball (48.) im Tor unterzubringen, im direkten Gegenzug donnerte Sandhausens Kevin Behrens den Ball aus 16 Metern weit über den Kasten (49.).

Rassig ging es weiter – und Sandhausen hatte durch Dennis Diekmeiers Schuss aus spitzem Winkel (56.), den Ortega Moreno klasse parierte, und einem Kopfball von Shirov nach folgender Ecke, der knapp vorbeiflog, gute Gelegenheiten (57.).

Im Anschluss brachte DSC-Trainer Uwe Neuhaus mit Andreas Voglsammer (für Soukou) und Nils Seufert (für Yabo) zwei frische Kräfte.

Es blieb für den DSC eine schwierige Partie, weil Sandhausen weiterhin gut organisiert, mit enormer körperlicher Präsenz und nach zuvor zehn Punkten aus vier Spielen auch mit großem Selbstvertrauen spielte. Doch Arminia hielt dagegen und leistete mit dem Blick in die tiefstehende Sonne Schwerstarbeit.

Sandhausen hatte nun mehr Spielanteile und drängte auf die Führung, während unsere Mannschaft nur selten für offensive Entlastung sorgen konnte. Aber Kampfkraft und Wille stimmten. So blieb es spannend, als das Spiel in die Schlussviertelstunde ging.

Der eingewechselte Stephan Salger hatte nach einer Freistoß-Flanke von Seufert aus 10 Metern die Führung auf dem Kopf, die Kugel flog allerdings deutlich über das SVS-Tor (81.). In der 82. Minute hatte der SVS die nächste gute Gelegenheit, doch Ortega Moreno im Bielefelder Kasten konnte einen Schuss Diekmeiers toll per Fuß abwehren.

Und fast hätte es dann doch noch zu drei Punkten gereicht. In der letzten Minute legte Klos einen Abstoß seines Torwarts per Kopf perfekt in den Lauf Voglsammers, der die Kugel aus kurzer Distanz über Fraisl ins Tor lupfte. Leider stand unsere Nummer 21 dabei jedoch ein gutes Stück im Abseits, weswegen der Treffer keine Anerkennung fand.

Kurz darauf war Schluss, es blieb beim 0:0.

 

Stimmen zum Spiel

Sandhausen hat viel mit langen Bällen agiert. Es war ein intensives Spiel, in dem der SVS uns das Leben sehr schwer gemacht hat. Wir haben uns zu sehr auf das Spiel von Sandhausen eingelassen und konnten unser Spiel nicht wie gewohnt durchziehen. Wir arbeiten das auf und greifen dann Montag wieder an.

Amos Pieper

Wir haben heute keinen guten Fußball gespielt, von daher wäre ein Sieg nicht verdient gewesen. Wir wussten, was uns mit Sandhausen erwartet, aber wir sollten in der Lage sein, unser Spiel aufzuziehen und nicht umgekehrt. Das haben wir nicht geschafft.

Andreas Voglsammer

Es war ein schweres Spiel. Wir müssen mit dem 0:0 leben. Das ist kein Drama. Wir wollen am Montag wieder zeigen, dass wir besser Fußball spielen können. Sandhausen hatte drei enorm wuchtige Innenverteidiger, die uns das Leben schwer gemacht hat. Wir konnten uns in der Offensive leider nicht so durchsetzen, wie wir uns das vorgestellt hatten.

Uwe Neuhaus

Das Ergebnis und die Art und Weise, wie meine Mannschaft aufgetreten ist, nötigt mir höchsten Respekt ab. Wir haben gegen eine absolute Top-Mannschaft mit Mut gespielt. Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert – mein Team hatte das 1:0 mehrfach auf dem Fuß, aber es sollte leider nicht sein.

Uwe Koschinat

SV Sandhausen:
Fraisl – Nauber, Kister, Zhirov – Diekmeier, Taffertshofer (79. Bouhaddouz), Linsmayer, Paqarada – Biada (79. Frey) – Scheu (64. Engels), Behrens.

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Brunner, Pieper, Nilsson (79. Salger), Hartherz – Prietl, Yabo (59. Voglsammer), Hartel (79. Schipplock) – Clauss (75. Weihrauch), Klos, Soukou (59. Seufert).

Gelbe Karten:
Behrens, Taffertshofer/Soukou.