DSC Arminia Bielefeld -

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Mo., 07.10.2019 20:30 Uhr

VfL Osnabrück
DSC Arminia Bielefeld

VfL Osnabrück0:1DSC Arminia Bielefeld

Abpfiff

31. Jonathan Clauss

0:1
57. Andreas Voglsammer

74. Ulrich Taffertshofer

87. Tom Schütz

88. Lukas Gugganig

90.+4 Etienne Amenyido

60. Marcos Álvarez für Sebastian Klaas

74. Bashkim Ajdini für Joost van Aken

79. Tom Schütz für Jonathan Clauss

83. Keanu Staude für Joan Simun Edmundsson

87. Kevin Friesenbichler für Felix Agu

88. Stephan Salger für Marcel Hartel

Tore

57. 0:1 Andreas Voglsammer

Karten

31. Jonathan Clauss

74. Ulrich Taffertshofer

87. Tom Schütz

88. Lukas Gugganig

90.+4 Etienne Amenyido

Auswechselungen

60. Marcos Álvarez
Sebastian Klaas

74. Bashkim Ajdini
Joost van Aken

79. Tom Schütz
Jonathan Clauss

83. Keanu Staude
Joan Simun Edmundsson

87. Kevin Friesenbichler
Felix Agu

88. Stephan Salger
Marcel Hartel

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

Am Tag der Badewanne ins Derby

Genau heute vor 189 Jahren, wenn der DSC Arminia beim VfL Osnabrück (20:30 Uhr) antritt, wurde die erste Badewanne in England auf den Markt gebracht. Seit dem frühen 19. Jahrhundert gehörten die aus verzinktem Eisenblech hergestellten Behältnisse zum Standard bürgerlicher Haushalte in Großbritannien und später in gesamt Europa. Sportlich gesehen ist das Wasser für ein heißes Derby eingelassen, aber wer geht am Ende baden?

Sieben seiner bisher zehn Punkte hat der VfL an der Bremer Brücke eingefahren. Nach zwei Heimniederlagen zum Auftakt – 1:3 gegen Heidenheim und 2:3 im DFB-Pokal gegen RB Leipzig – haben die Lila-Weißen ihre Spielstätte wieder gefestigt. Gegen Darmstadt (4:0) und den KSC (3:0) gab es klare Siege, zuletzt fuhr der VfL ein 1:1 gegen den formstarken FC St. Pauli ein.

Die Heimstärke der Niedersachsen war auch in der letzten Saison in der 3. Liga die Basis für den Aufstieg. Nach zuvor acht Jahren Drittklassigkeit gelang die Rückkehr in die 2. Bundesliga etwas überraschend – denn den VfL hatte kaum jemand als Kandidat auf dem Zettel nach zuvor mageren Jahren. Doch der langjährige Leistungsträger Daniel Thioune, in einem Fußballlehrer-Lehrgang mit Julian Nagelsmann und Domenico Tedesco, erweckte nach seiner Amtsübernahme als Chefcoach im Oktober 2017 die Lila-Weißen, führte sie erst zum Klassenerhalt, dann zum Aufstieg.

Die Aufstiegshelden blieben so gut wie komplett zusammen und wurden gezielt verstärkt, u. a. mit dem langjährigen MSV-Linksverteidiger Kevin Wolze und Joost von Aken. Der niederländische Innenverteidiger ist eine Leihgabe vom englischen Zweitligisten Sheffield Wednesday, bei dem jetzt der Ex-Bielefelder Julian Börner kickt. Seit der Saison 2017/2018 steht Marcos Alvarez beim VfL Osnabrück unter Vertrag. Er ist mit wettbewerbsübergreifenden fünf Toren an der Spitze der internen Torschützenliste zu finden. Präzise Freistöße hat Alvarez zur Fußball-Kunstform erhoben und für den VfL schon einige sehenswerte Distanzschüsse versenkt.

Nachdem die Niedersachsen durch ihre 0:2-Niederlage in Wiesbaden am vergangenen Spieltag Arminias Ex-Trainer Rüdiger Rehm unfreiwillig dessen ersten Zweitligasieg beschert hatten, ist heute Bielefeld an der Bremer Brücke zu Gast. Dieses Derby gab es zuletzt im Jahr 2015. Damals gewann der DSC deutlich mit 4:0. Doch wer geht heute baden?

Im DSC-Verhör auf ArminiaClubTV bezog Innenverteidiger Amos Pieper Stellung zu #OSNDSC:

 

 

 

Klein, aber oho

Die bekannte Redewendung “klein, aber oho” fand sich zum ersten Mal vor über 127 Jahren in einem preußischen Wörterbuch wieder. Die Bielefelder fahren, als zum ehemaligen Preußen gehörende Stadt, am Montag an die berühmte “Bremer Brücke”. Und genau auf eben diese trifft das oben genannte Sprichwort auch zu: kleines Stadion, große Stimmung – eben “klein, aber oho”. Am Montag aber wohl erst in den zweiten 45 Minuten. In der ersten Hälfte planen Osnabrücks Anhänger aufgrund des Montagsspiel einen Stimmungsboykott.

DSC-Trainer Uwe Neuhaus erwartet trotz allem eine “heiße Atmosphäre”. Dies erklärte er auf der spieltagsüblichen Pressekonferenz vor dem Gastspiel beim VfL Osnabrück. “Ich kenne die Stimmung als Spieler und als Trainer. Es hat immer Spaß gemacht, dort zu spielen.” Im kleinen und engen Stadion des gut in die Saison gestarteten VfL erwartet er ein “umkämpftes Spiel”. Osnabrück habe die Euphorie um den Aufstieg mitgenommen und könne jeden Gegner in der zweiten Liga ärgern.

Wer den gelb-rot gesperrten Arminia-Kapitän Fabian Klos ersetzen wird, ließ Uwe Neuhaus noch nicht durchblicken: “Als Trainerteam haben wir da mehrere Optionen. Wir müssen uns also nicht grämen oder todtraurig sein”, erklärte Neuhaus. Dass Amos Pieper die Stürmerposition beim Flutlichtspiel gegen den Aufsteiger bekleiden wird, ist jedoch unwahrscheinlich. Arminias Innenverteidiger blickt trotz der Niederlage gegen Stuttgart am vergangenen Spieltag positiv auf das Derby in Osnabrück: “Das Stuttgart-Spiel ist nicht mehr in den Köpfen. Wir haben auch viele Sachen gut gemacht, die wir mitgenommen haben.” Auf die Stimmung bezogen sagte Pieper, der 2018 mit dem BVB schon einmal an der Bremer Brücke spielte: “Das Stadion ist zwar klein, aber oho. Unsere Fans werden wir aber auch unabhängig vom Stimmungsboykott der Osnabrücker gut hören. Die sind einfach überragend.”

Die gute Stimmung werden Sven Schipplock, Nils Quaschner (beide im Aufbautraining) und Brian Behrendt (Reha nach Kreuzbandriss) nicht auf dem Platz erleben können. Hinter Alex Perez steht laut Uwe Neuhaus noch ein “dickes Fragezeichen”.

Auf ArminiaClubTV gibt es die PK vor #OSNDSC:

Berichterstattung VfL Osnabrück – DSC

Bremer Brücke, Flutlicht, Derby! Am Montag spielen wir um 20:30 Uhr beim Nachbarn vom VfL Osnabrück. Wir freuen uns auf über 1.600 Arminia-Fans, die uns vor Ort unterstützen. Ihr gehört nicht zu denjenigen, wollt das Spiel aber trotzdem verfolgen? Kein Problem, wir hätten da ein paar Vorschläge für euch:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live von der Bremer Brücke.
  • Sky zeigt das Spiel live.
  • Die Highlights der Partie werden ca. eine Stunde nach Schlusspfiff auf DAZN verfügbar sein.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie beim VfL Osnabrück:

  • RTL Nitro, “100 % Bundesliga”, 22:15 bis 00:00 Uhr

1:0-Derbysieg, drei Punkte zum Brückentag

Nach dem Wochenende ist vor dem Brückentag. Arminia gewinnt das Montagsspiel an der Bremer Brücke mit 1:0 (0:0) und festigt mit dem vierten Liga-Auswärtssieg in Folge Platz drei. Voglsammer schießt beim VfL Osnabrück in der zweiten Halbzeit das erlösende Tor für den dominant agierenden DSC.

Die Neuhaus-Elf begann druckvoll, konnte jedoch in der Anfangsphase keinen Torabschluss verzeichnen. Den ersten Abschluss der Bielefelder gab es in der siebten Minute. Jonathan Clauss wurde von Cedric Brunner schön in Szene gesetzt, doch der Abschluss des Franzosen verfehlte das Tor deutlich. Die erste richtig gute Chance des Spiels hatte Osnabrück im Gegenzug. Agu spielte den Ball auf Klaas, der aus zentraler Position zehn Meter vor dem Tor die Kugel jedoch nicht im Bielefelder Tor unterbringen konnte (8.). Arminia ließ sich von dieser Aktion aber alles andere als beirren und bestimmte weiter das Spielgeschehen. Abschlüsse von Voglsammer (13.) und Brunner (16.) gingen jedoch am VfL-Gehäuse vorbei. Die nächste gute Gelegenheit für Arminia hatte dann Innenverteidiger Amos Pieper in der 23. Minute nach einer Ecke von Marcel Hartel. VfL-Keeper Kühn lenkte den Ball jedoch über die Latte.

Zwei Minuten später war es wieder Pieper, der seine ungeahnten Offensivqualitäten zeigen konnte. Dieses Mal setzte der Blondschopf zum Solo an und schickte Clauss mit einem schlauen Pass hinter die Kette auf die Reise. Der Franzose fand Soukou in der Mitte, der den Ball jedoch knapp am linken Pfosten vorbei schoss. Bis zur Halbzeit kontrollierte der DSC dann das Spiel und ließ die heimstarken Osnabrücker nicht zur Geltung kommen – knapp 70% Ballbesitz Arminias zur Pause belegten dies.

Zur zweiten Halbzeit kam der gastgebende VfL zu Beginn etwas schwungvoller aus der Kabine und konnte per Freistoß und Ecke gefährlich werden, ohne dabei jedoch einen hochkarätigen Abschluss verzeichnen zu können. Auf der anderen Seite legte Voglsammer in der 49. Minute auf Soukou ab, der einen Meter links am Osnabrücker Tor vorbeizielte. In der 58. Minute durften sich die rund 2.500 mitgereisten Bielefelder Fans dann über die verdiente Führung freuen: Kapitän Stefan Ortega Moreno – er vertrat den etatmäßigen Kapitän Fabian Klos – spielte einen maßgenauen Abschlag auf Clauss, der den Ball optimal aus der Luft nahm. Arminias Nummer 25 passte die Kugel anschließend auf die linke Seite, wo Voglsammer wartete. Dieser ließ einen Gegenspieler ins Leere laufen, legte sich den Ball auf den rechten Fuß, um ihn dann unhaltbar in die lange Ecke zu schlenzen – Freude pur, 1:0 Arminia!

Infolgedessen kontrollierte Arminia das Spiel mit langen Ballbesitzphasen. Mitunter hatten die Bielefelder minutenlang den Ball, ohne dass der Aufsteiger aus Niedersachsen an das Spielgerät kam. Die Osnabrücker kamen ihrerseits zu lediglich einer gefährlichen Aktion, doch der eingewechselte Alvarez, der für seine Standardqualitäten bekannt ist, setzte einen Freistoß aus aussichtsreicher Position in die Bielefelder Mauer (79.). Joakim Nilsson, der wie alle Arminen ein starkes Spiel lieferte, hielt seinen Kopf hin, fälschte den Ball zur Ecke ab und durfte sich anschließend über viel Lob seiner Kollegen freuen.

In der dreiminütigen Nachspielzeit überschlugen sich die Ereignisse an der Bremer Brücke dann noch einmal. Zuerst erkannte das Schiedsrichtergespann um Markus Schmidt einen Treffer von Andreas Voglsammer nach Eingriff des VAR nicht an – Soukou hatte vor dem von Keanu Staude vorbereiteten Treffer im Mittelfeld Foul gespielt. In der Schlussminute sah Osnabrücks Amenyido nach einer Notbremse an Voglsammer noch die rote Karte.

Kurz darauf war Schluss und der vierte Auswärtssieg in der Liga im Sack! Weiter geht’s für Arminia am Montag, den 21. Oktober. Dann empfängt der DSC den Hamburger SV zu einem erneuten Spitzenspiel der zweiten Liga (20:30 Uhr).

Stimmen zum Spiel

Ich bin zufrieden mit dem Spiel meiner Mannschaft und freue mich sehr über die drei Punkte. Um die 70. Minute herum haben wir meiner Meinung nach ein Stück zu viel hinten herumgespielt. Das ist nicht unbedingt das, was wir wollen. Trotzdem war das ein richtig gutes Spiel. Wir haben das souverän gemacht und gehen als verdienter Sieger nach Hause.

Uwe Neuhaus

Arminia Bielefeld ist als verdienter Sieger vom Platz gegangen. Wir haben dem Gegner wenig Räume gegeben und kontrolliert verteidigt, aber gleichzeitig Ortega Moreno auch wenig Arbeit gegeben. Am Ende wird man aufgrund der Gegnerqualität dann auch bestraft und die hat Arminia einfach. Das war bisher die beste Mannschaft, gegen die wir in dieser Saison gespielt haben.

Daniel Thioune

Wir sind sehr froh, das Spiel hier in Osnabrück zu Null gewonnen zu haben. Am Ende hat es der VAR nochmal spannend gemacht, aber wir haben es gut hinter uns gebracht. Ich hatte über die 90 Minuten ein sehr gutes Gefühl, wir standen stabil und hatten eine gute Raumaufteilung – so haben wir uns das vorgenommen. Jetzt freuen wir uns auf das nächste Highlight – das Heimspiel gegen den HSV.

Cedric Brunner

Wir wussten, dass es schwer wird. Beim vermeintlichen 2:0 habe ich mir schon gedacht, dass das nochmal überprüft wird. Es macht aber eine gute Mannschaft aus, auch am Ende die Ruhe zu bewahren – das haben wir heute gezeigt. Wir sind ruhig geblieben und haben den Sieg verdient nach Hause geholt. Dass wir die Osnabrücker haben laufen lassen und dass wir so viel den Ball hatten, war auch ein Schlüssel zum Erfolg. Jetzt freuen wir uns Hamburg.

Cebio Soukou

Für Osnabrück war es heute schwer, den Ball zu bekommen. Wir hatten eine gute Passschärfe und immer wieder die Kugel laufen lassen. So hatte Osnabrück es nicht leicht. Dass wir am Ende nur mit einem Tor gewonnen haben, ist trotzdem souverän, da der VfL im gesamten Spiel eigentlich keine große Chance hatte. Wir haben es defensiv richtig gut gemacht und ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass das hier heute schief gehen kann. Dafür waren wir heute zu konzentriert und fokussiert auf den schönen Derbysieg.

Andreas Voglsammer

VfL Osnabrück:
Kühn – Heyer, Gugganing, van Aken (74. Ajdini) – Agu (87. Friesenbichler), Blacha, Taffertshofer, Wolze – Klaas (60. Alvarez), Heider, Amenyido.

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Brunner, Pieper, Nilsson, Hartherz – Edmundsson (83. Staude), Prietl, Hartel (88. Salger)– Clauss (79. Schütz), Voglsammer, Soukou.

Tor:
0:1 (57.), Voglsammer

Gelbe Karten:
Taffertshofer, Gugganig/Clauss, Schütz

Rote Karte:
Amenyido (90.+1./Notbremse)

Zuschauer:
15.800