DSC Arminia Bielefeld -

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Sa., 10.08.2019 15:30 Uhr

FC Viktoria 1889 Berlin(0)
DSC Arminia Bielefeld (1)

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

Hauptstadtkult in der ersten Pokalrunde

Kein Besuch bei der alten Dame, kein Abstecher nach Köpenick – nein, für Arminia geht es zum Auftakt des DFB-Pokal in der bevölkerungsreichsten Gemeinde Deutschlands zum FC Viktoria 1889 Berlin. Grund genug, einen Blick auf unseren kommenden Gegner zu werfen.

Entstanden im Jahre 2013 und doch die Jahreszahl 1889 im Namen. Wie passt das zusammen? Ganz einfach: Am 1. Juli 2013 fusionierten der Berliner Fußball-Club Viktoria 1889 e.V. und der Lichterfelder FC Berlin 1892 e.V. zu einem gemeinsamen Club. Somit gastiert die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus in der ersten Pokalrunde beim FC Viktoria 1889 Berlin Lichterfelde-Tempelhof e.V.

Seit der Saison 2013/14 spielt die erste Mannschaft des FC Viktoria in der Regionalliga Nordost. Einen Spieltag mehr hat die Mannschaft von Trainer Benedetto Muzzicato als Arminia hinter sich, da die Saison der Berliner schon früher anfing. Aus drei Saisonspielen konnten vier Punkte mitgenommen werden. Gewannen die Himmelblauen noch ihr erstes Saisonspiel gegen Rot-Weiß Erfurt mit 2:0, kam man gegen die BSG Chemie Leipzig nicht über ein torloses Remis hinaus. Am letzten Wochenende gab es dann eine 2:0-Heimniederlage gegen den 1. FC Lok Leipzig.

Gut zu wissen:

  • Die erste Mannschaft trägt normalerweise ihre Heimspiele im Stadion Lichterfelde aus. Der größere und altehrwürdige Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark in Berlin-Prenzlauer Berg dient als Ausweichspielstätte für die DFB-Pokalspiele. So empfing der FC Viktoria hier die Eintracht aus Frankfurt im Jahre 2014 zur ersten Runde, welche mit 0:2 verloren ging.
  • Der FC Viktoria 1889 Berlin stellt Deutschlands größte aktive Fußballabteilung mit mehr als 1.600 Mitgliedern in über 65 verschiedenen Teams dar.
  • Die Viktorianer haben zwei deutsche Meistertitel (1908 & 1911) in ihrer Vita stehen.
  • Erst Ende 2018 sahen sich die Berliner gezwungen, einen Insolvenzantrag einzureichen, nachdem versprochene Zahlungen des chinesischen Investors überraschend und ohne Nennung von triftigen Gründen ausblieben. Die Rettung kam dann im Januar diesen Jahres durch einen neuen Investor in Person von Tomislav Karajica, der Hauptgesellschafter des Basketball-Zweitligisten Hamburg Towers ist und dem der Fußball-Zweitligist Austria Klagenfurt in Österreich gehört.

“Es wird ein heißer Tanz”

Vor der ersten Runde des DFB-Pokal beim FC Viktoria 1889 Berlin standen Trainer Uwe Neuhaus und Andreas Voglsammer den Medienvertretern Rede und Antwort. Beide blickten auf das Pokalspiel in der Bundeshauptstadt voraus.

Der DFB-Pokal und der Satz “Der Pokal schreibt seine eigenen Gesetze” sind unweigerlich miteinander verbunden. Doch die vermeintlich kleineren Vereine sorgen Jahr für Jahr dafür, dass dieser Satz seine Daseinsberechtigung beibehält.

Dessen ist sich auch Uwe Neuhaus bewusst: “Jedes Jahr erleben Mannschaften im Pokal ihr persönliches Debakel und das wollen wir natürlich verhindern. Deshalb gilt allerhöchste Konzentration – die Berliner müssen wir sehr ernst nehmen.” Arminias kommender Gegner werde sich laut Neuhaus nicht verstecken, sondern selbst versuchen, sein eigenes Spiel durchzubringen: “Sie spielen frech und haben eine gute Mischung in der Mannschaft aus jungen, erfahrenen, schnellen und körperlich robusten Spielern. Von daher müssen wir in allen Bereichen aufpassen und unsere  Leistung abrufen”, betonte Neuhaus. Die Favoritenrolle nehme sein Team aber natürlich an. “Ich glaube, dass wir die Mannschaft sind, die entscheidet, in welche Richtung das Spiel verläuft. Wenn wir eine Top-Leistung abliefern, werden wir das Spiel gewinnen – davon bin ich überzeugt”, sagte Neuhaus.

Andreas Voglsammer pflichtete seinem Trainer bei. “Es wird auf jeden Fall ein heißer Tanz. Sie werden 120% geben. Wir müssen unser Spiel durchsetzen und sind auf alles vorbereitet”, so Voglsammer. Man wolle zeigen, wer der Chef und die höherklassige Mannschaft sei. Wenn das umgesetzt würde, dann wird die Mannschaft laut Arminias Nummer 21 ein “gutes Ergebnis” erzielen. Bis auf die Langzeitverletzten (Quaschner, Schipplock, Brunner, Weihrauch) kann Uwe Neuhaus beim Pokalspiel in Berlin aus dem Vollen schöpfen. Große Veränderungen werde es in der Startelf aber wohl nicht geben: “Zu sagen, wir können jetzt ein bisschen was ausprobieren, weil wir gegen einen Regionalligisten spielen, wäre das falsche Zeichen an die Mannschaft”, sagte Neuhaus abschließend.

Auf ArminiaClubTV gibt es die Pressekonferenz mit Andreas Voglsammer in voller Länge zu sehen:

 

 

Viktoria Berlin – DSC Arminia Bielefeld

Pokal, erste Runde, Hauptstadt, altehrwürdiges Stadion! Die Vorfreude auf das Spiel bei Viktoria Berlin ist definitiv vorhanden und wir freuen uns auf den Support von gut 2.000 Bielefeldern in Berlin!

Wer keine Chance hat, am Samstag in Berlin zu sein, dem seien an dieser Stelle folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus der SchücoArena.
  • Sky zeigt das Spiel live.
  • Amazon bietet allen Mitgliedern einen kostenlosen Audio-Livestream von der Partie am Prenzlauer Berg.

Arminia schippert in Runde zwei

Schon vor dem Spiel fuhren rund 150 Arminen über die Spree durch die Bundeshauptstadt. Mit DSC-Sprechchören machten sie in der Stadt auf sich und Arminia aufmerksam. Das Team von Trainer Uwe Neuhaus hatte hingegen mit einer etwas raueren Brise zu kämpfen und legte im Hafen des DFB-Pokal mit viel Mühe in der zweiten Runde an.

Beide Mannschaften hatten es nicht leicht in das Spiel zu finden. Während Viktoria sich in Lauerstellung befand, konnte Arminia zu Beginn kaum Lücken in der Berliner Abwehr finden. Eine Standardsituation sollte dann in der 15. Spielminute für den entscheidenden Siegtreffer sorgen. Nach einem Eckball servierte Jonathan Clauss das Leder perfekt für Andreas Voglsammer, der den Ball mit Wucht per Kopf hinter die Linie drückte – 1:0 DSC! Marcel Hartel, der zusammen mit Joakim Nilsson sein Startelfdebüt gab, verzog in der Folgezeit und setzte den Ball knapp über den Querbalken.

In der zweiten Halbzeit gab es die erste große Torchance für den DSC wieder nach einem Standard. Manuel Prietl verlängerte einen Eckball auf Joakim Nilsson, dessen Kopfball Viktorias Abwehrspieler Kapp soeben noch von der Linie klären konnte (50.). Die Viktorianer spielten, wie von Uwe Neuhaus angekündigt, frech und mit viel Gegenwehr. Doch nach vorne fehlten den Berlinern etwas die Ideen. Arminia hingegen verpasste es, die Angriffe genauer zu Ende zu spielen. In einer Drei-gegen-Eins-Situation (60.) war es Voglsammer, der den Ball zu ungenau auf Fabian Klos rüberlegte. Fast identisch war es dann in der letzten Minute der Nachspielzeit, als Arminias Nummer 21 zusammen mit den eingewechselten Tom Schütz auf das gegnerische Tor zulief.

Sei’s drum! Arminia erfüllte seine Pflichtaufgabe beim tapfer kämpfenden und gut spielenden FC Viktoria 1889 Berlin und ist damit eine Runde weiter. Viktoria kann über eine gelungene Vorstellung stolz sein, während der DSC sich keine Blöße gab und nun auf den nächsten Gegner im DFB-Pokal wartet. Am kommenden Samstag empfängt Arminia den FC Erzgebirge Aue (13:00) zum Heimspiel in der SchücoArena.

Auf ArminiaClubTV gibt’s die PK mit Uwe Neuhaus nach dem Spiel:

Stimmen zum Spiel

Es war das erwartet schwere Spiel. Wir sind früh in Führung gegangen, haben es aber nicht geschafft, das zweite Tor nachzulegen. Nach der Halbzeit hatten wir Räume, die wir allerdings nicht nutzen konnten und so hat Viktoria uns das Leben bis zum Ende schwer gemacht. Letztlich sind wir eine Runde weiter und darüber bin ich sehr froh.

Uwe Neuhaus

Wir sind natürlich etwas enttäuscht, weil wir viel investiert haben. Gerade in den ersten Minuten hatten wir zu viel Respekt. Mit ein bisschen mehr Glaube an die eigene Stärke und Konzentration im letzten Drittel, hätten wir zum Ende hin vielleicht den Ausgleich verdient gehabt. Bielefeld hat eine hohe Qualität, das wussten wir.

Bennedetto Muzzicato

Viktoria hat bis zum Ende an seine Chance geglaubt und uns vor eine knifflige Aufgabe gestellt. Wir müssen uns vorwerfen, dass wir nicht konsequent auf das zweite Tor gegangen sind. Bei unserem Treffer hat man gesehen, wie wichtig Standardsituationen gegen tiefstehende Gegner sein können. Im Pokal zählt aber bekanntlich nur das Weiterkommen und das haben wir geschafft.

Tom Schütz

Ich bin froh über mein Pflichtspieldebüt, aber noch froher, dass wir weitergekommen sind. In der einen oder anderen Situation haben wir zu oft den langen Ball gespielt. Wir müssen bei den Chancen natürlich den zweiten Treffer nachlegen, dann ist es auch ein bisschen ruhiger. Mir hat die Atmosphäre in diesem Pokalspiel sehr gut gefallen und ich finde es beeindruckend, dass so viele Bielefelder da waren.

Joakim Nilsson

Wir haben uns wahrscheinlich nicht mit Ruhm bekleckert aber wichtig war allein, dass wir in die zweite Runde einziehen. Wir konnten unser Spiel nicht so umsetzen, wie wir uns das vorgestellt hatten, aber wenn wir die Chancen eher nutzen, um den zweiten Treffer nachzulegen, dann ist’s zum Ende hin auch nicht so trubelig. Natürlich wissen wir, dass wir es besser können – daran arbeiten wir jetzt und dann liegt der Fokus erstmal wieder auf dem Heimspiel gegen Aue.

Andreas Voglsammer

FC Viktoria Berlin:
Flauder – Becker, Gunte (57. Schulz), Hoffmann, Kapp, Daube – Hüther (76. Yamada), Röcker – Brand, Menz, Schmidt (60. Ndualu).

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Clauss (78. Kunze), Behrendt, Nilsson, Hartherz – Hartel (90. Pieper), Prietl, Seufert (61. Schütz) – Edmundsson, Klos, Voglsammer.

Tor:
0:1 (15.) Voglsammer.

Gelbe Karten:
Hoffmann/-

Zuschauer:
4.503